Alassane Plea und die Borussen konnten zahlreiche Chancen nicht nutzen. Foto: Poolfotos/Firo/Päffgen

Borussia Mönchengladbach kann einfach nicht mehr gewinnen. Auch gegen den FC Augsburg gingen die Fohlen leer aus. Zwar zeigte man sich im Vergleich zur Vorwoche gerade offensiv verbessert, doch am Ende stand man mit leeren Händen da, weil man  Chancenwucher betrieb. Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von der Kessels GmbH – Schweißen & Gase – aus Mönchengladbach.

Wiedermal wurde nichts aus dem erhofften Sieg für Borussia Mönchengladbach. Dass es gegen den FC Augsburg die vierte Bundesliga-Niederlage in Folge setzte, ist kaum zu glauben. Am Ende des Abends war dann die mangelnde Chancenverwertung dafür verantwortlich, dass die Fohlenelf nichts Zählbares mit an den linken Niederrhein nehmen konnte.

VollGAS-Ansätze und VollGAS-Arbeiter Thuram

Dabei fing es ordentlich an in der WWK-Arena. Die Fohlenelf legte gut los, setzte den FCA unter druck und erspielte sich Torchancen. Nach acht Minuten stand es nach Torschüssen bereits 2:0 für die Borussen, die im wahrsten Sinne am Ball waren, hochkonzentriert zu Werke gingen und gefällig nach vorne spielten. Lars Stindl, Florian Neuhaus, Marcus Thuram und Valentino Lazaro hatten gute Abschlüsse, die aber eben nicht in den Maschen landeten. Spätestens in Minute 38 hätte das dann aber der Fall sein müssen, als es einen berechtigten Elfmeter für die Borussen gab.

Marcus Thuram hatte diesen rausgeholt, nach dem die Borussen im Anschluss an eine FCA-Möglichkeit sofort umschalteten und blitzschnell nach vorne marschierten. Der Franzose dribbelte sich in den Strafraum und konnte von Raphael Framberger nur durch ein Foul gestoppt werden – klarer Fall von Elfmeter. Abermals rausgeholt durch Thuram, der in der ersten Hälfte wirklich ackerte und an vielen Aktionen der Borussen beteiligt war. Der Angreifer war definitiv der beste Gladbacher.

Dass Lars Stindl dann den Elfmeter nicht verwerten konnte, passt in die momentane Verfassung. Den Borussen fehlt es einfach an Selbstvertrauen und auch an Spielglück, dass man sich auch durch harte Arbeit zurückholt. Gearbeitet haben die Borussen in der WWk-Arena ohne Zweifel, doch am Ende hat es eben leider erneut nicht gereicht. Was man auf der andere Seite aber auch sagen muss ist, dass  Augsburg in Rafal Gikiewicz einen Schlussmann hatte, der an diesem Tage bestens aufgelegt war und die Borussen mit seinen Rettungsteam auch zur Verzweiflung brachte.

VollGAS-Enttäuschung und -Frust bei den Protagonisten

Dabei hatte man nach der ersten eiskalten Dusche der Fuggerstädter Moral bewiesen und konnte durch Florian Neuhaus zurückgeschlagen. Und dann war es schön zu sehen, dass man mehr wollte und sich Möglichkeiten zur Führung erspielte. Doch anstatt diese zu verwerten, zeigte sich Augsburg weiter gnadenlos und nutzte seine nächste Chance. Die Fohlenelf war angezählt und erholte sich von diesem Wirkungstreffer nicht mehr. Man probierte es zwar nochmal, aber „ausgerechnet“ André Hahn machte dann den Deckel auf die Partie.

Dass man hinterher dann in deprimierte Borussen-Gesichter schaute, liegt auf der Hand. VollGAS-Enttäuschung und Frust machte sich breit unter den Protagonisten, die sich weiter im freien Fall befinden. »Es ist unglaublich bitter und geht mir auch ein bisschen auf die Nerven«, sagte ein sichtlich geknickter Florian Neuhaus hinterher bei ‚DAZN‘ und beschrieb seine Gefühlslage: »Es ist heute ein Scheiß Tag, das muss man ehrlich sagen.«

Es hilft nichts! Es muss mit VollGAS weitergehen!

So war es abermals ein gebrauchter Abend für die Borussen, die nun seit vier Ligaspielen auf einen Sieg warten und sich weiter im Sinkflug befinden. Dass dieser dann am kommenden Dienstag im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Manchester City gestoppt wird, ist stark zu bezweifeln, aber man muss es zumindest versuchen. Getreu dem Motto ‚Wir haben eigentlich keine Chance, nutzen sie wir!‘

So gab Neuhaus in der WWK-Arena die Parole aus: »Das ist eine neue Chance für uns, ein neues Spiel. Wir fahren nach Budapest und wollen das Beste draus machen«, so der Nationalspieler und ergänzte: »Wir wollen natürlich nach vorne schauen und am Dienstag alles raushauen.« Es bleibt ihm auch nichts anderes übrig…