Die Borussen können mit dem Punkt gegen Bayern gut leben. Foto: Dirk Päffgen.

Das 1:1-Remis von Borussia Mönchengladbach gegen den FC Bayern war unter dem Strich gleichermaßen gerecht und für die Borussen verdient. Es war zum Auftakt in die 59. Bundesliga-Saison ein toller und starker Sommer-Abend – im wahrsten Sinne des Wortes. Verantwortlich dafür waren forsche Borussen und eben ein bärenstarker Yann Sommer. All das beäugen wir unserer VollGAS-Analyse, präsentiert von unsrem Partner, der Kessels GmbH – Schweißen & Gase – aus Mönchengladbach.

Den Start in die 59. Bundesliga-Saison wird man bei Borussia Mönchengladbach so schnell nicht vergessen. Einerseits, weil endlich mal wieder eine ‚Menge‘ Zuschauer im Borussia-Park waren und wieder mal für eine tolle Atmosphäre mit Gänsehautstimmung sorgten und weil abermals der VAR für reichlich Diskussionsstoff sorgte.

Toller Start der Borussen – Mit VollGAS zur Führung

Aber der Reihe nach. Dass die Borussen nach zehn Minuten gegen den FC Bayern mit 1:0 in Foren lagen, war das Resultat einer überaus engagierte und konzentrierten Anfangsphase. Die Borussen waren gleich voll da und sorgten für Wirbel in der Hintermannschaft des deutschen Rekordmeisters. Gepusht von den 22.925 Zuschauern im Borussia-Park gab die Fohlenelf gleich VollGAS und ging nach einer tollen Umschaltsituation durch Alassane Plea in Führung.

Vorausgegangen war ein Ballgewinn nach Ballverlust von Alphonso Davies. Lars Stindl schnappte sich die Kugel und spielte einen bärenstarken Pass genau in die Füße des Franzosen, der im Zentrum cool blieb und mit links ins lange Eck einnetzte. Das war einer dieser VollGAS-Momente, für die diese Analyse auch stehen soll.

Joe Scally macht Freude und überzeugt

Es gab aber noch weitere, andere Situationen, die es verdient haben, erwähnt zu werden. Joe Scally zum Beispiel sorgte auf der linken Abwehrseite dafür, das Leroy Sané kaum eine Schnitte hatte bzw. Zu wenig gefährlichen Situationen kommen konnte. Bemerkenswert, wie der 18-Jährige in seinem ersten Bundesliga-Partie gegen so einen Weltklasse-Spieler ohne Scheu seine Aufgabe anging und erledigte. Der Youngster macht Freude und ist eine echte, ja ernstzunehmende Alternative zu Stammkraft Ramy Bensebaini.

Yann Sommer mit VollGAS zum ‚Man of the Match‘

Dass Yann Sommer unterdessen auf seiner Position nach wie vor unumstritten ist, hat dieser Abend abermals gezeigt und untermauert. Was der Schweizer für Szenen entschärfte, war schlichtweg herausragend und Weltklasse. Vor allem auch mit den Füßen wehrte der „Schnapper“ Möglichkeiten der Bayern ab und brachte den Rekordmeister zur Verzweiflung.

VollGAS-Benachteiligung der Borussen des VAR

Wie bei allen Ergebnissen ist auch bei diesem nicht die Schuld einzig und alleine auf das Schiedsrichterteam um Schiedsrichter Marco Fritz und Video-Assistent Christian Dingert zu schieben. Doch sie hatten Anteil daran, dass die Borussen in der Schklysspahse womöglich in Führung gegangen wären. Die Zweikampf-Situationen zwischen Joker Marcus Thuram und Dayot Upamecano waren zwei, die zumindest in der Video-Area hätten nochmals angeschaut werden müssen – und zwar durch Marco Fritz.

Gerade die zweite Situation in Minute 83 hätte einen Elfmeter nach sich ziehen müssen. Da sind die Borussen mit VollGAS benachteiligt worden. Das ins Leben gerufene VAR-System ist sinnig und hilfreich – wenn es aber so ‚benutzt‘ wird wie an diesem Abend, verfehlt es seinen Sinn und bewirkt genau das, was man nicht will – nämlich Diskussionen und in dem Fall berechtigte Aufregung. Dass sich dann Adi Hütter am Spielfeldrand aufregt, ist durchaus verständlich. Weil er sich und seine Mannschaft eben zu Recht benachteiligt sah. Man kann nur hoffen, dass sich das im Laufe der Saison ausgleicht. Fakt ist, dass der Video-Assistent und das ganze System mit VollGAS überarbeitet und/oder so angegangen werden muss, wofür es geschaffen wurde. So kann und darf der VAR jedenfalls nicht funktionieren.

Eberl: »Wahrnehmung ist das eine, Fehler passieren das andere«

Einen Tag nach dem Remis äußerte sich Max Eberl im WDR2-Interview mit Sven Pistor zu den Situationen. Die Schiedsrichter haben einen verdammt schweren Job zu tun. »Natürlich wünschen wir uns alle, dass mit dem VAR noch mehr Klarheit reinkommt. Ich teile die Meinung der meisten Fans in Deutschland, dass mindestens einer von beiden gegeben werden muss. Beide waren für mich elfmeterwürdige Fouls. Das erste vielleicht sogar noch mehr als das zweite. Das ist aber nur meine Empfindung«, sagte Borussias Manager.

»Deswegen ist man schon ein bisschen enttäuscht darüber, dass das nicht zu etwas „Mehrgerechtigkeit“ geführt hat. Trotzdem sind wir jetzt nicht hier und werden alles am Schiedsrichter festmachen«, so Eberl, der hinterher mit dem Unparteiischen gesprochen hat. »Ich war nach dem Spiel bei Marco Fritz in der Kabine und habe mich mich mit ihm ganz normal ausgetauscht. Die erste Entscheidung hat er gar nicht so wahrgenommen. Da wird ihm aus Köln signalisiert, dass es kein Elfmeter ist.«

»Wie gesagt: Das sehe ich deutlich anders. Für mich war das ein klarer Elfmeter. Bei der zweiten Situation hat Marco Fritz für sich auf dem Platz entschieden, dass es kein Elfmeter ist. Okay, das muss man akzeptieren. Wahrnehmung ist das eine, Fehler passieren das andere. Das beides dann gegen uns entschieden wird, ist an dem Tag dann doch fraglich.« Punkt…!

Das große Ganze hat mit VollGAS überzeugt

Auf der anderen Seite voll überzeugt hat die gesamte Fohlenelf mit ihren herausragenden Anhängern im Rücken. Wie die rund 23.000 Fans ihre Truppe von Anfang mit Ende mit VollGAS-Anfeuerung nach vorne getrieben und unterstützt haben, war einfach stark. Eine lang vermisstes und langersehntes Gänsehaut-Feeling im Gladbacher-Stadion.

Unter dem Strich kommen wir zudem, wie wir unseren Artikel überschrieben haben: Ein toller und starker Sommer-Abend, der mit einer bärenstarken Nummer eins bei lauen Temperaturen Spaß gemacht hat und Lust auf mehr macht. Die Borussen haben begeistert und Spaß gemacht, auch wenn noch nicht alles zu 100 Prozent lief. Aber mit der Art und Weise und dem eine Punkt, kann man gut leben und in die nächste Aufgabe gegen Bayer Leverkusen gehen. Die gleiche Einstellung und Herangehensweise wie gegen Bayern noch perfektioniert, dann wird auch gegen die Werkself mit VollGAS gepunktet…