Denis Zakaria zeigt vollen Einsatz auf dem Weg zum 3:1-Treffer. Foto: Dirk Päffgen.

Da ist er endlich, der erste Saisonsieg für Borussia Mönchengladbach. Verantwortlich für den 3:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld war vor allem der Doppelschlag zum Ende des Spiels. Aber es gab noch viel mehr aus diesem Spiel – natürlich auch Kritikpunkte. Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von unsrem Partner, der Kessels GmbH – Schweißen & Gase – aus Mönchengladbach.

Kollektive Erleichterung bei Borussia Mönchengladbach nach dem Sieg gegen Arminia Bielefeld. Endlich sind die ersten drei Punkte auf der Habenseite. So konnte – um bei unserer Analyse zu bleiben – Druck vom Kessel genommen werden und es kehrt zumindest vorerst etwas Ruhe rein. Mit Ruhm bekleckert haben sich die Borussen zwar nicht, aber es waren eben drei exorbitant wichtige Punkte.

Ein Sieg der Kategorie Arbeitssieg, ein Befreiungsschlag, wie es Trainer Adi Hütter hinterher zu Protokoll gab. Dass am Ende drei Punkte standen, hatte Hütter den unangenehmen Ostwestfalen mit einer Systemumstellung und zwei jungen Burschen auf den Außenbahnen entgegenwirken wollen. Als absolut richtige Entscheidung erwies sich die Hereinnahme von Denis Zakaria, der vor allem nach der Pause zeigte, was in ihm steckt und der mit einem Tor maßgeblichen Anteil am ersten Dreifacherfolg der noch jungen Spielzeit hatte.

Zwei VollGAS-Situationen bringen den ersehnten Dreier  

Gefestigt wurde dieser durch zwei Treffer innerhalb von drei Minuten. Nach einem tollen Lauf von Denis Zakaria, der auf rechts Patrick Herrmann anspielte war es nach dessen Flanke Lars Stindl, der mit seinem Kopfballtreffer das 2:1 besorgte. Wenig später war es dann Denis Zakaria selbst, der für die Entscheidung sorgte. Der Schweizer Nationalspieler eroberte sich an der rechten Außenlinie die Kugel, ließ gleich drei Arminen alt aussehen und marschierte los. Über Stindl und Patrick Herrmann kam die Kugel dann erneut zu „Zak“, der im Getümmel cool blieb und die Kugel im Fallen in den Maschen versenkte. Zwei tolle Spielzüge, die zeigten, wie sich Adi Hütter seine Spielidee vorstellt. Pressingsituationen erschaffen und dann über schnelle Konter zum Abschluss und besten Fall zum Torerfolg gelangen. Und auch das Spiel über die Außen steht beim Österreicher hoch im Kurs. Zu sehen auch im Spiel gegen Bielefeld.

Hannes Wolf gibt VollGAS

Da waren die Youngster Luca Netz und Joe Scally auf den Außen aktiv. Und beide haben ihre Sache gut gemacht und haben dagegengehalten. Gerade auch Netz, der unter der Woche aufgrund eines Magen-Darm-Virus kaum trainieren konnte, und auf die Zähne gebissen hat. Übrigens: Netz war nach Jordan Beyer (33.47 km/h) und Nathan de Medina (32.13 km/h) mit 32.06 km/h der drittschnellste Feldspieler. Eine guten Eindruck hinterließ auch Hannes Wolf. In der zweiten Halbzeit für Jonas Hofmann gekommen, präsentierte sich der Mittelfeldmann bissig und gab alles. 

Youngster Joe Scally überzeugt mit VollGAS-Sprints

Zwar nicht der schnellste, aber der laufstärkste Spieler bei den Borussen war Joe Scally. Es ist schon bemerkenswert, wie schnell der US-Boy in einer der stärksten Ligen in Europa angekommen ist und sich im wahrsten Sinne mitunter durchbeißt und links wie rechts marschiert. Gegen Bielefeld hatte der 18-Jährige 84 Ballbesitzphasen und bestritt 21 Zweikämpfe – der Bestwert unter den Borussen. Darüber hinaus gab er 48 erfolgreiche Pässe ab und lief 11,5 km – ebenso Bestwert. Dazu kommen 26 Sprints. Zwar war Scally nicht frei von Fehlern, hatte aber immer wieder gute Aktionen nach vorne. Bezeichnend für die Herangehensweise des US-Boys eine Szene kurz vor Schluss, als er auf links einen Zweikampf mit Tackling und vollem Einsatz gewann und die gelungene Aktion dann mit geballter Faust selbst ‚abfeierte’.

Eine VollGAS-Drucksituation gemeistert

Am Ende dieses Abends kann man festhalten, dass der Sieg verdient war. Die Borussen hatten mehr Ballbesitz, eine höhere Zweikampfquote, mehr Sprints und verwandelten drei von vier Schüssen aufs Tor. Die individuelle Klasse um Lars Stindl und Denis Zakaria, aber eben auch Patrick Herrmann sorgten für den wie bereits eingangs erwähnt, exorbitant wichtigen Sieg. Auch hervorzuheben ist die Stimmung im Borussia-Park. Die „nur“ 24.500 Zuschauer sorgten für eine tolle Atmosphäre an diesem lauen Sommerabend und vor allem die Borussen-Anhänger sorgten auf den Rängen mit Ihrer VollGAS-Anfeuerung dafür, dass die Fohlenelf zum Sieg galoppierte.

Vor allem aber auch für den Kopf hat dieser Sieg gutgetan. Und man sollte nicht vergessen, dass die Borussen eben unter dem Druck des Gewinnenmüssens standen. Ja, es sind Profis, die dafür bezahlt werden und ja, sie müssen auch mit einem solchen Druck umgehen können. Aber es sind eben auch keine Maschinen, sondern Menschen.

Insofern hat man eine solche Drucksituation gegen einen mutigen und komplizierten Gegner erfolgreich gestaltet. Dass noch nicht alles rund gelaufen ist und nicht alles geklappt hat, wissen die Borussen um Coach Adi Hütter. Vor allem der zwischenzeitliche Ausgleich in der Nachspielzeit der ersten 45 Minuten und das Zulassen zu vieler Chancen der Ostwestfalen wurmte den Fußball-Lehrer zurecht. An diesen Dingen und auch am Defensivverhalten gilt es weiter zu arbeiten und die Dinge müssen perfektioniert werden. Und dann geht es nach diesen wichtigen drei Punkten mit VollGAS gegen den FC Augsburg weiter – damit dieser Sieg nicht nur eine Eintagsfliege war…