Ramy Bensebaini und die Fohlen hielten die SGE in Schach. Foto: Ulrich Hufnagel/Hufnagel PR

Borussia Mönchengladbach bleibt nach dem deutlichen 4:0 gegen Eintracht Frankfurt im Rennen um Europa. Verantwortlich für den Sieg war an diesem Tag vor allem auch die Standardstärke – und vielleicht auch Zeugwart und Busfahrer Marcus Breuer… Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von der Kessels GmbH – Schweißen & Gase – aus Mönchengladbach.

Borussia Mönchengladbach ist nach zuletzt drei Siegen aus vier Spielen wieder in der Spur und schnuppert weiter an den internationalen Plätzen. Vor den Sonntagsspielen liegt die Fohlenelf nur drei beziehungsweise vier Punkte hinter Platz fünf und sechs. Mitverantwortlich dafür ist auch der Sieg gegen Eintracht Frankfurt. Immerhin hatte die Hütter-Elf zuvor in 17 Spielen nur einmal den Platz als Verlierer verlassen.

Fohlenelf gleich von Beginn an da – VollGAS- Lainer setzt Zeichen

Dass die SGE um den zukünftigen Borussen-Trainer Adi Hütter die vierte Saison-Niederlage kassierte, lag eben an den Borussen, die entschlossen in die Partie gingen und die Eintracht gleich mit aggressivem Pressing in Schach hielten. Besonders der zweikampfstarke Stefan Lainer setzte Zeichen und stutzte den Adlern die Flügel. Beispielhaft die Situation in Minute 18, als der Rechtsverteidiger Filip Kostić stark bremste, eher der Serbe den Turbo zünden und in Richtung Tobias Sippel marschieren konnte. Oder vier Minuten später, als der Österreicher – übrigens einer der laufstärksten und sprintstärksten Spieler der Bundesliga – erneut bärenstark verteidigte und abermals Kostić mit vollem Einsatz blockte.

Unser ‚Man of the Match‘ und VollGAS-Spieler: Jonas Hofmann

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Borussen bereits 1:0 in Front, nach dem Matthias Ginter eine Ecke von Jonas Hofmann in den Maschen versenkte. Apropos Hofmann: Abermals zeigte der Mittelfeldmann seine Qualitäten und war maßgeblich beteiligt am Sieg der Borussen. Zuvor zwei Wochen aufgrund einer Covid-19-Infektion außer Gefecht gesetzt, zeigte der 28-Jährige, warum er umworben ist und warum man mit den Zähnen knirscht, wenn er nicht auf dem Platz stehen kann. Hofmann liegt mit elf Vorlagen auf Platz zwei in der Liga-Statistik und gehört zu den fleißigsten Flankengebern der Bundesliga (115 Flanken). Dazu war Hofmann auf dem Platz nahezu überall zu finden und gab dem Spiel nach vorne die nötigen Impulse. Und auch Tobias Sippel zeigte als Vertreter wie schon in der Vorwoche in Berlin, dass man sich auf ihn verlassen kann, wenn er gefordert ist.

Viermal mit schwarzen Hosen ohne Niederlage – Mit VollGas auf die Zielgerade

Ganz im Gegensatz zum VAR, der in diesem Spiel mal wieder gezeigt hat, dass er Entscheidungen hervorbringt, die auch im Nachgang diskutabel sind. Gerade bei der Situation beim Handspiel von Ilsanker im Strafraum hätte es Handelfmeter für die Borussen geben müssen. Schiedsrichter Deniz Aytekin entschied sich nach Sichtung der Szene am Spielfeldrand überraschenderweise dagegen.

Wie dem auch sei. Auswirkungen in negativer Hinsicht hatte das für die Borussen Gott sei Dank nicht. Unter dem Strich stand ein verdienter Sieg – weil man eben gerade auch bei den Standards eiskalt war und die SGE in Schach gehalten hat. Vielleicht hat aber ja auch Zeugwart und Busfahrer Marcus Breuer seinen Anteil am derzeitigen Lauf. Denn seit dem Spiel auf Schalke tragen die Borussen die schwarzen Hosen zu ihren Trikots und haben eben seit dem nicht mehr verloren (3 Siege, 1 Remis). Mitunter sind Fußball-Profis ja abergläubisch und ändern dann nichts, wenn es läuft…

Laufen tut es bei den Borussen auch seit vier Spielen. Die Fohlenelf ist wieder in guter Form, wieder in der Spur und auf einem guten Weg, doch noch das internationale Geschäft zu erreichen. Seinen Anteil daran hat auch Marco Rose, der bewiesen hat, die Mannschaft noch zu erreichen und mir ihr zum Abschluss noch etwas ‚reißen‘ zu wollen.

Viel Zeit bleibt den Fohlen derweil nicht, den tollen Sieg gegen die Eintracht zu genießen. Bereits am kommenden Mittwoch geht es mit dem Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim weiter. Und das mit VollGas – damit der Traum von Europa weiter lebt.