Jonas Hofmann erzielte das einzige Tor für Borussia. Foto: Dirk Päffgen

Dass Borussia Mönchengladbach im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart lediglich einen Punkt ergatterte, ist schade und ärgerlich zugleich. War man doch über die gesamte Spielzeit die Mannschaft mit dem Zepter in der Hand. Am Ende stand es dann aber 1:1, weil man eben aus den vielen Schüssen nur ein Tor erzielt hat. All das nehmen wir in unserer VollGAS-Analyse, präsentiert von unserem Partner, der Kessels GmbH – Schweißen & Gase – aus Mönchengladbach, unter die Lupe.

In der Nachbetrachtung des ersten Spiels nach der Länderspielpause waren sich die Protagonisten einig: Es wäre mehr drin gewesen gegen einen personell geschwächten VfB, als das 1:1-Remis. Ein Blick auf die Statistik untermauert diese Erkenntnis. 31(!) Torschüsse, 9 Ecken und 60 Prozent Ballbesitz für die Borussen standen nach Spielschluss auf dem Zettel. Rausgekommen ist aber eben leider nur ein Punkt, der die Hütter-Truppe nicht so richtig vom Fleck kommen lässt.

Sich auf die internationalen Platze hochhieven können hätte man sich mit einem dritten Sieg in Folge. Hätte, hätte, Fahrradkette. So rangiert man nach 8 Spieltagen mit 1 Punkten auf Platz 10. Bis zu Platz 5 sind es dabei aber lediglich vier Punkte. Alles also machbar. Und sowieso wird erst am Ende abgerechnet. Luft nach oben ist aber definitiv noch bei den Borussen, die sich nach dem Spiel gegen den VfB Stuttgart gar nicht so viel vorwerfen lassen müssen. Sie zeigen sich seit drei Spielen verbessert und setzten immer mehr um, was ihr Trainer von ihnen verlangt.

Zwei Sonntagsschüsse und fehlende Effizienz bei den Fohlen

Auch gegen den VfB war die Fohlenelf gleich da, zeigte sich lauf- und spielfreudig und machte direkt klar, dass man den Dreier einfahren möchte. Dass die Schwaben dann wie die Jungfrau zum Kind zur Führung kamen, passte so gar nicht in die Anfangsphase, die die Borussen dominierten. Ein Sonntagsschuss am Samstagabend brachte den VfB in Front, Jonas Hofmann antwortete drei Minuten vor der Pause mit einem ebenso starken Sonntagsschuss und glich zum 1:1 aus. Mit einer Torwahrscheinlichkeit von 1.91% belegt das Tor des Nationalspielers Rang 4 im Top 5 Ranking der unwahrscheinlichsten Tore der Saison.

Unabhängig von diesem Fakt war der Treffer hochverdient für die Fohlenelf, die Spaß machte, nach der kalten Dusche nicht den Kopf in den Sand steckte und sich dann für den Aufwand belohnte. Apropos Aufwand. Auch nach der Pause betrieb die Fohlenelf hohen Aufwand und war spielbestimmend gegen den VfB. Belohnen konnte man sich dafür nicht. Es haben Effizienz und vor allem die letzte Konsequenz gefehlt, um den mit vereinten Kräften kämpfenden VfB zu bezwingen. Von 31 Torschüssen kamen eben nur 8 aufs Tor. Das ist dann zu wenig, um am Ende einen Sieg einfahren zu können.

VollGAS-Einstellung bei den Borussen

Vielmehr kann man den Borussen dann auch nicht vorwerfen. Es stimmte bei den Borussen, die sich lauf- und spielfreudig zeigten, Zweikampfstärke an den Tag legten und alles versuchten. Jonas Hofmann war mit 12.4 Kilometern laufstärkster Spieler, Manu Koné gewann mit 24 die meisten Zweikämpfe und Joe Scally war mit 33.06 km/h der schnellste Spieler. Und das die Borussen nach dem Schlusspfiff ob der zwei verlorenen Punkte unzufrieden waren und etwas bedröppelt vom Platz gingen, ist ebenso positiv und zeigt, dass man in jedem Spiel das Maximum erreichen will. Absolut wichtig und richtig, wenn man die Ambitionen untermauern möchte. Und dann gehört es auch zu einem positiven Lauf und zum nötigen Quäntchen Glück des Tüchtigen, dass Coulibaly nach einer halben den Fehlpass von Manu Koné nicht nutzen konnte. 

Die letzten drei Spiele haben gezeigt, was in der Mannschaft steckt. Und wenn Stefan Lainer, Ramy Bensebaini und Marcus Thuram auch wieder da sind, hat Adi Hütter noch mehr Qualität und Möglichkeiten, um seine Ziele zu verwirklichen. Jedenfalls kommt der FohlenExpress immer besser ins Rollen und man darf durchaus positiv und zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben schauen. Jetzt gilt es, durchzuschnaufen und unter der Woche am Torabschluss zu arbeiten – damit es gegen die Alte Dame aus Berlin einen VollGAS-Ertrag gibt…

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