Lars Stindl ging als Kapitän in Wolfsburg voran. Archivfoto: Dirk Päffgen.

Erstmals nach 19 Spielen in Folge hat Borussia Mönchengladbach in einem Bundesliga-Spiel nicht getroffen. In Wolfsburg mussten sich die Borussen mit einem Punkt begnügen, weil man eben vorne nicht kreativ genug war. Dafür war in der Defensive die Tür zu. Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von der Kessels GmbH – Schweißen & Gase – aus Mönchengladbach.

Nach der Mega-Rotation und dem verlorenen Derby gegen Köln war von Borussia Mönchengladbach eine Reaktion gefordert. Dass diese ausgerechnet beim aktuell starken VfL Wolfsburg stattfinden sollte, machte die Aufgabe nicht leichter. Marco Rose brachte allerdings zahlreiche Leistungsträger zurück auf den Rasen, die gleich zu Beginn gefordert waren.

Yann Sommer früh mit einer VollGAS-Parade

Denn die Anfangsphase ging ganz klar an die Hausherren, die nach zehn Minuten bereits vier Torschüsse abfeuerten. Bei einem war von Yann Sommer eine VollGAS-Reaktion gefordert. Maximilian Arnold brachte einen Freistoß gefährlich über die Mauer, Kevin Mbabu verlängerte die Kugel in Richtung Tor. Borussias Nummer eins war gleich blitzschnell zur Stelle und hielt der Fohlenelf in der Anfangsphase, wie auch im gesamten Spiel, den Rücken frei.

Offensiv taten sich die Gäste vom Niederrhein aber vor allem in Halbzeit eins sehr schwer. Marco Rose schien beim Pausentee aber die richtigen Worte gefunden zu haben, denn seine Mannschaft kam mit VollGAS aus der Pause. Sinnbildlich dafür war die 52. Minute.

VollGAS-Situation: Valentino Lazaro, Florian Neuhaus und Lars Stindl

Nach überstandener Verletzung feierte Valentino Lazaro sein Comeback und zahlte sein Vertrauen nicht nur in der besagten Szene zurück. An der Seitenlinie eroberte der Österreicher mit einer beherzten Grätsche den Ball gegen Kevin Mbabu, anschließend ging es über Florian Neuhaus mit VollGAS zu Lars Stindl. Borussias Kapitän kam zentral und in aussichtsreicher Position zum Abschluss, Wolfsburgs Schlussmann Casteels packte aber sicher zu. Danach stockte der Fohlen-Express im ‚Gefrierfach‘ Volkswagen-Arena aber, so dass es zu keinen zwingenden Möglichkeiten mehr kam. Dass man dann in der Schlussphase nicht mehr all’ zu hohes Risiko ging, ist nachvollziehbar.

Laufbereitschaft und gute Defensivarbeit

Unter dem Strich ging das Remis völlig in Ordnung, die Borussen nahmen einen Punkt aus der Autostadt mit. Man hat gekämpft und nach der Derbyniederlage vor allem in der Defensive eine gute Reaktion gezeigt. Man hat gekämpft und aufmerksam verteidigt, die Laufbereitschaft war hoch, das ist positiv und sollte auch Selbstvertrauen geben. Allerdings ist es auch ein Punkt, der die Borussen gerade im Kampf um die Champions League aber nicht wirklich vorwärts bringt. Die Fohlen traben weiter auf der Stelle. Der Rückstand auf Platz vier beträgt sechs Punkte, bei 13 verbleibenden Spielen sicherlich mehr als machbar.

VollGAS-Aufholjagt ist gefordert

Allerdings ist langsam aber sicher eine VollGAS-Aufholjagd gefragt, ansonsten wird der Kampf um die Königsklasse immer schwerer. Eine gute Gelegenheit um eine Serie zu starten ist das nächste Heimspiel gegen Mainz 05. Dort ist von der Fohlenelf wieder VollGAS-Fußball gefragt, denn die Mainzer zeigten sich am Wochenende beim Unentschieden in Leverkusen deutlich erstarkt. Die Fohlenelf muss da wieder hellwach sein – damit nicht drei Tage nach Aschermittwoch schon so ziemlich alles vorbei ist…