Patrick Herrmann legte den entscheidenden Treffer auf. Foto: Dirk Päffgen

Den Einzug in die nächste Runde des DFB-Pokals hat Borussia nicht nur Torschütze Lars Stindl, sondern auch einer stabilen Defensivleistung zu verdanken. Offensiv waren ebenfalls schon einige Ansätze erkennbar, wie Adi Hütter in der kommenden Saison spielen lassen möchte. Auch in der neuen Spielzeit wird die VollGAS-Analyse von der Kessels GmbH – Schweißen & Gase – aus Mönchengladbach präsentiert. 

Hütter legt viel Wert auf eine stabile Defensive 

In der vergangenen Saison haben wir gemeinsam mit der Kessels GmbH – Schweißen & Gase – aus Mönchengladbach die VollGAS-Analyse ins Leben gerufen. Spieltag für Spieltag haben wir mit unserem Partner die Spielidee von Marco Rose beäugt. Nun sitzt mit Adi Hütter zwar ein neuer Trainer auf der Bank, seine Vorstellung von Fußball ist dem seines Vorgängers allerdings nicht komplett fremd. Dennoch merkte man auch beim Spiel von Borussia Mönchengladbach beim 1. FC Kaiserslautern worauf es dem neuen Übungsleiter vorerst ankommt: Eine stabile Defensive. 

Ließ der 51-Jährige in seiner vorherigen Station Eintracht Frankfurt vornehmlich mit einer Dreierkette in der Abwehr spielen, setzt Hütter am linken Niederrhein vorerst auf die etablierte Viererkette. Mit Erfolg: Gegen die ‚Roten Teufel‘ retteten die Fohlen den knappen Vorsprung von nur einem Tor über die Zeit und gingen somit vor allem mit einer ‚weißen Weste‘ vom Platz. 

Die Zukunft steht bereits in den Startlöchern 

»Was mich besonders freut ist die Tatsache, dass wir zu Null gespielt haben, das ist für mich wichtig. Yann Sommer hat die einzig klare Torchance von Kaiserslautern super gehalten«, so Hütter zur Defensivleistung. Auch Lars Stindl fand, dass »die Innenverteidigung ein Top-Spiel gemacht hat«. Das hat allen voran auch Joe Scally gemacht: Der Amerikaner war einer der Gewinner in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit und konnte nicht nur bei Adi Hütter einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. 

Durch die Verletzung von Ramy Bensebaini legte sich Borussias Trainer schon vor der Partie fest, dass Scally den Algerier ersetzt. Und der erst 18-Jährige meisterte sein Pflichtspiel-Debüt mit Bravour und war für sein Alter teilweise schon sehr abgeklärt. Vor allem im Spiel nach vorne schaltete er sich immer wieder ein, war auch beim 1:0 durch Lars Stindl gemeinsam mit dem Kapitän in der gefährlichen Zone. Sicherlich kann und muss Scally noch viel lernen, doch er zeigt bereits jetzt, wieso ihn die Fohlen im Winter verpflichtet haben. 

Unsere VollGAS-Situation: Stindl leitet den Treffer selbst ein 

Apropos Verpflichtung: Generell hat Max Eberl in der aktuellen und durchaus komplizierten Transferperiode sehr kluge Transfers getätigt und den Grundstein für die nächsten Jahre gelegt. Mit ‚Manu‘ Koné und Luca Netz verpflichtete Borussias Sportdirektor zwei Spieler mit Qualität, aber allen voran mit einer großen Perspektive und viel Potenzial. Apropos: Das ließ auch die Offensive der Fohlen gestern ein ums andere mal aufblitzen, so wie auch beim entscheidenden Treffer durch Lars Stindl. 

Nach einer schönen Ballstafette im Mittelfeld öffnete Stefan Lainer mit einem Pass auf Lars Stindl das Spiel. In diesem Fall agierte der ‚Capitano‘ als Wandspieler und ließ den Ball zu Florian Neuhaus abtropfen, der wiederum die Übersicht hatte und Patrick Herrmann auf der rechten Außenbahn bediente. Borussias Nummer sieben, ohnehin ein richtiger Aktivposten beim FCK, hatte anschließend viel Platz zum Flanken und fand mit Lars Stindl im Strafraum den richtigen Abnehmer. 

Dabei war der Treffer bei weitem kein Zufall und genau so von Adi Hütter gewollt, wie der Österreicher im Anschluss im ARD-Interview erklärte. »Es geht darum dass wir es schaffen, dass Personal in der Box drinnen ist. Der Ball kann immer mal abgefälscht werden oder abprallen, ich mag es wenn dann auch Spieler im Strafraum sind. Es war ein sehr schön herausgespielter Treffer«, so Borussias Trainer. 

Fohlen zeigen die richtigen Ansätze 

Auffällig in diesen Tagen: Adi Hütter lässt sehr viel und oft über die Außenbahnen spielen und macht somit das Spiel breit. Das kommt allen voran Patrick Herrmann zugute, der nach dem Abgang von Marco Rose regelrecht aufblüht und wieder viel besser in sein Spiel zu finden scheint. Dazu sind die Fohlen auch deutlich gefährlicher nach Eckbällen geworden, auch das fiel am Montagabend am ‚Betzenberg‘ auf. 

Diese Aktionen zeigen: Adi Hütter hat einen klaren Plan und eine Vorstellung davon, wie die Fohlen in der neuen Saison auf Torejagd gehen und auch Defensiv stabil stehen sollen. Gut möglich, dass der Trainer und die Mannschaft noch etwas Zeit brauchen, all das muss sich noch zusammenfinden. Die nächste Gelegenheit sich zu präsentieren gibt es dann am Freitagabend mit dem Spiel gegen den Rekordmeister Bayern München…