Marco Rose geht in seine letzten beiden Spiele als Borussia-Coach. Foto: Poolfotos Dirk Päffgen

Für Marco Rose wird die Partie gegen Stuttgart das letzte Spiel als Trainer von Borussia im eigenen Stadion. Die Fohlen kämpfen zwei Spieltage vor Schluss noch immer um die Conference League und wollen vor allem eine Reaktion auf die Niederlage bei den Bayern zeigen. Währenddessen gab Max Eberl bekannt, dass die Verträge von Max Grün und Julio Villalba nicht verlängert werden. 

Niederlage der Vorwoche wieder gerade rücken 

Seit einigen Tagen befinden sich die Profis und der Trainerstab von Borussia Mönchengladbach im Quarantäne-Trainingslager am Borussia-Park. Deshalb hatte Marco Rose nun nochmals viel Zeit, um die 0:6-Niederlage vor rund einer Woche bei Bayern München aufzuarbeiten. »Wir haben aktuell in der Quarantäne viel Zeit zum reden. Wir wollen ganz anders auftreten als in München. Das Kernthema ist die Konstanz, die wollen wir, beginnend mit morgen, die letzten beiden spiele an den Tag legen«, so Marco Rose. 

Die Fohlen müssen auch abliefern, andernfalls rückt die Qualifikation für die Conference League außer Sichtweite. Derzeit liegen die Borussen auf Platz sieben, der eben für die Teilnahme an dem neuen Wettbewerb berechtigt. Allerdings liegt Union Berlin punktgleich auf, muss aber erstmal bei Bayern Leverkusen seine eigenen ‚Hausaufgaben‘ erledigen. 

Für Rose rückt der Abschied vom linken Niederrhein hingegen immer näher, der 44-Jährige steht morgen Nachmittag zum letzten Mal als Trainer der einzig wahren Borussia an der Seitenlinie im Borussia-Park. »Ich denke noch nicht an Abschied, da denke ich nächsten Samstagabend dran, wenn wir auf der Rückfahrt von Bremen sind. Bis dahin haben wir wirklich was zu tun und anzupacken, wir kommen gerade aus einer hohen Niederlage bei den Bayern«, so Rose. 

Drittschlechteste Defensive der Liga 

Und genau diese muss spätestens morgen um 15.30 Uhr komplett aus den Köpfen verschwunden sein. »Wir müssen morgen so auftreten dass man erkennt, dass wir etwas gerade rücken wollen. Wir haben noch ein Ziel vor Augen, das wir gemeinsam erreichen wollen«, fordert der Trainer eine Reaktion seiner Mannschaft. Durch die hohe Niederlage beim neuen und alten Meister haben die Borussen nun die drittschlechteste Defensive der Bundesliga, lediglich Köln und Schalke kassierten noch mehr Treffer. 

»Wir haben zu viele Gegentore in dieser Saison bekommen, das hat das Spiel in München einmal mehr gezeigt. So viele Tore kann man schon fast nicht schießen, wie wir sie kassieren. In den letzten beiden Spielen wollen wir versuchen, die Statistik zumindest dort zu halten, wo wir sie im Moment haben. Im Laufe der Woche haben wir nochmal an der Stabilität und Abläufen in der Defensive gearbeitet. Deshalb wäre es wichtig, dass wir das jetzt auch auf den Platz bekommen«, gibt der 44-Jährige einen Einblick in die Trainingsinhalte. 

Verträge von Villalba und Grün werden nicht verlängert

Neben Marco Rose wird auch Oscar Wendt, sofern er denn eingesetzt wird, zum letzten Mal für die Fohlen den Borussia-Park betreten. Wie auch schon in der vergangenen Saison findet die Verabschiedung wieder mannschaftsintern statt. »Die Verabschiedungen finden intern im Kreis der Mannschaft statt, in einem leeren Stadion übergeben wir keine Blumensträuße«, bestätigte Eberl. Außerdem gab Borussias Sportdirekt auch bekannt, dass zwei weitere Spieler den Verein verlassen. 

»Mit Julio Villalba und Max Grün werden wir nicht verlängern«, so Eberl. Villalba ist seit 2017 bei den Fohlen, konnte sich aber in der gesamten Zeit nicht nachhaltig empfehlen. Max Grün ist seit rund zwei Jahren als dritter Torhüter am linken Niederrhein gewesen. Hinter der Personalie Ibrahima Traoré steht hingegen noch ein Fragezeichen. »Mit Ibrahima werden wir nochmals reden und dann schauen, wie die Entscheidung ausfällt«, kündigt Eberl weitere Gespräche an. 

Mehr Chancen für junge Talente? 

Die führt er aktuell eben auch mit Matthias Ginter und Denis Zakaria, die Verträge der beiden Stammspieler laufen im Sommer 2022 aus. »Wir sind froh, dass die Spieler Verträge über den Sommer hinaus haben. Die Gespräche laufen ständig und es gibt keinen finalen Zeitpunkt oder Tag, wo etwas entschieden werden muss. Wir werden in Ruhe darüber reden, ich habe bereits gesagt, dass die Transferperiode vermutlich sehr spät ans laufen kommt«, bekräftigte Borussias Sportdirektor nochmals seine Aussagen der vergangenen Wochen. 

Relativ klar hingegen ist, dass die Fohlen den Kader nicht  vergrößern werden. »Die Situation mit Corona ist kompliziert und es ist nicht möglich, noch ein paar Spieler hinzuzunehmen. Es wird eher so sein, dass Nachwuchsspieler mehr in den Fokus rücken können und müssen. Den jungen Spielern sollen neue Möglichkeiten gegeben werden. Der Kader wird sich nicht vergrößern, man muss ausgewählt darauf schauen eine hohe Qualität zu bilden und den Top-Talenten einen Platz zu geben«, meinte Max Eberl auf der Pressekonferenz.