Max Eberl und Stephan Schippers stehen für Borussias Entwicklung. Fotos: Dirk Päffgen.

Einen Tag nach der Niederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim und den Diskussionen um Marcus Thuram hat Borussia Mönchengladbach für positive Schlagzeilen gesorgt: In Geschäftsführer Stephan Schippers und Sportdirektor Max Eberl konnten zwei wichtige Architekten des Erfolgs langfristig an den Klub gebunden werden.

Es war 17:06 Uhr am Sonntag, als Markus Aretz, bei Borussia Mönchengladbach Direktor Unternehmenskommunikation, die höchst erfreuliche Pressemitteilung mit der Headline verschickte: Borussia verlängert Verträge mit Max Eberl und Stephan Schippers.

Eine Mitteilung, die wie Balsam ist auf die Seele, die am Tag nach der ersten Heimniederlage im übertragenen Sinne brannte. Und sie ist von großer Bedeutung für den Klub vom linken Niederrhein, der in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen und mit der Art und Weise der Entwicklung beispielgebend ist für viele andere.

Max Eberl – ein pfiffiger Manager mit Weitsicht

Stephan Schippers und Max Eberl sind ohne Zweifel zwei wichtige Personen, die für diese Entwicklung stehen und vor allem für sie mitverantwortlich sind. Dass nun die jeweiligen Verträge vorzeitig verlängert wurden, ist gerade auch bei Max Eberl ein tolles Zeichen. Ist er doch einer der besten Manager in Deutschland und aufgrund dessen nicht von ungefähr mit Ligaprimus FC Bayern München in Verbindung gebracht worden.

Max Eberl hat die Mannschaft in den letzten Jahren mit cleveren Transfers stets weiterentwickelt und dabei auch dafür gesorgt, dass man gute Transfererlöse erzielen und so erneut für Transfers sorgen konnte, die gewisse Abgänge kompensiert haben. Natürlich gab es auch mal weniger gute Griffe, doch die lassen sich an einer Hand abzählen. Gerade auch bei Neuverpflichtungen ist der 47-Jährige oftmals der „verdeckte Ermittler“ und tütet so Transfers ein, die man vielleicht nicht vermutet hätte. Dazu lockt er junge, entwicklungsfähige und schon mit einer gewissen Erfahrung ausgestatteten Spieler an den Niederrhein, die wissen, was bei Borussia möglich ist. Nämlich sich weiterzuentwickeln und Schritte in ihrer Entwicklung zu machen. 

All das macht Eberl hinter verschlossenen Türen. Wohlwissend, dass man schneller sein muss als andere und anders überzeugen muss, als mit der im Fußball zählenden Kohle. Apropos: Auch da lässt sich Eberl nicht aus der Ruhe bringen, rechnet und zeugt auch mal zurück, wenn es um Summen geht, die weit entfernt sind von der Realität.

Borussia ist wer – in Deutschland und in Europa. Dass Max Eberl nun vorzeitig gleich um wieder vier Jahre verlängert hat, ist ein klares Treuebekenntnis und ein tolles Signal. ‚Die Raute im Herzen‘ ist ein Spruch, der mal schnell fällt und mit dem man behutsam umgehen muss. Doch Max Eberl, seit 1999 im Verein, ist ohne Zweifel zu glauben, dass er sich voll und ganz mit dem Klub und seinem gesamten Umfeld identifiziert, gerne zur Arbeit fährt und vor allem noch lange nicht fertig ist seinem ‚Projekt Borussia‘. In diesem Zusammenhang hat Eberl nun die wichtige Aufgabe, nach den Verlängerungen mit Lars Stindl und Tony Jantschke gleiches mit den wichtigen Säulen Matthias Ginter und Nico Elvedi zu tun. Da darf man sich sicher sein, dass der Manager das mit voller Akribie und Überzeugungsarbeit versuchen und angehen wird. 

Schippers hält den Klub auf gutem Kurs

Gleiches gilt für Stephan Schippers. Borussia Mönchengladbach wird in diesem Jahr 120 Jahre alt. Ein toller Geburtstag, der einerseits mit der Königsklasse und der Corona-Pandemie in Erinnerung bleiben wird. Andererseits wird es noch viele weitere Geburtstage am linken Niederrhein geben können – weil man am Borussia-Park ein seriöses und cleveres Trio an Bord hat, das absolut rechnen und mit Zahlen umgehen kann und mit klugen Entscheidungen weitere Einnahmen und Werte geschaffen hat, die Geld in die Kasse spülen – ohne Fremdfinanzierung und/oder gar Bürgschaften.

Es gibt bei den Borussen keine ‚Überdinger‘ und schon gar nicht Dinge, die nicht kalkulierbar sind. Getreu dem Motto: Gebe nur das aus, was du auch kannst und lebe nicht auf Pump. Man kann und darf es in diesem Wochen und Monaten nicht oft genug erwähnen und darf ohne Zweifel stolz drauf sein.

Zu verdanken ist das dem „Mann der Zahlen“ Stephan Schippers. Borussias Geschäftsführer ist seit 1999 beim Klub und hat ihn, in Zusammenarbeit mit Rolf Königs und den anderen Präsidiumsmitgliedern, von einem Sturm in ruhiges Fahrwasser geführt und auf solide Beine gestellt, die auch nicht gänzlich in die Knie gehen, wenn wie in diesem Jahr aus den bekannten Gründen Einnahmen wegfallen. In diesem Zusammenhang dürfte es wenig überraschend sein, dass der 53-Jährige dem Aufsichtsrat der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH sowie dem Aufsichtsrat der DFL Digital Sports angehört und vor allem Mitglied der Kommission Finanzen DFL ist.

Rolf Königs würdigt die Arbeit des Duos

Dementsprechend ist auch diese Vertragsverlängerung ein logischer und wichtiger Schritt. »Max Eberl und Stephan Schippers stehen mit ihrer Arbeit für den erfolgreichen und nachhaltigen Weg, den unsere Borussia in den letzten Jahren gegangen ist. Beide sind seit mehr als 20 Jahren bei Borussia. Kontinuität ist uns wichtig, sie ist ein wesentlicher Grundstein für das, was bei Borussia Mönchengladbach und im BORUSSIA-PARK in den vergangenen Jahren entstanden ist«, erklärte Borussias Präsident Rolf Königs die Vertragsverlängerungen.

»Wir freuen uns sehr, dass wir mit unseren beiden Führungskräften im operativen Bereich, Stephan Schippers und Max Eberl, die Herausforderungen der nächsten Jahre angehen können«, so Königs weiter.

In diesem und im nächsten war und wird die Corona-Pandemie eine große Herausforderung sein – nicht zuletzt wirtschaftlich. Die Einnahmen aus der Champions League sind da schmerzlindernd und ermöglichen es dem Klub, die Verluste zumindest etwas auszugleichen. »Wir stehen am Ende eines außergewöhnlichen Jahres, in dem die Corona-Pandemie nicht nur bei Borussia Mönchengladbach vieles auf den Kopf gestellt hat«, so Borussias Präsident. »Für uns war das Jahr 2020 eine große sportliche und wirtschaftliche Herausforderung und wir müssen davon ausgehen, dass dies auch für das vor uns liegende Jahr 2021 gilt.«

Herausforderungen, die Geschäftsführer Schippers mit den Zahlen meistern wird. Im sportlichen Bereich ist Max Eberl mitverantwortlich – da gilt es im neuen Jahr dafür zu sorgen, dass die Kurve wieder nach oben geht. Denn eins ist klar: Der Gesamterfolg des Klubs hängt vom Erfolg auf dem Rasen ab. Und dort muss Marco Rose mit seinen Mannen ab dem 02. Januar 2021 wieder mit vollem Power und den absolut vorhandenen Qualitäten dafür sorgen, dass die Entwicklung des Klubs in allen Bereichen weiter voranschreiten kann…