Mit 1:0 gewann Borussia Mönchengladbach am Freitagabend das DFB-Pokalspiel beim SV Sandhausen und steht somit in der 2. Hauptrunde, die Ende Oktober ausgespielt wird. Neuzugang und Pflichtspieldebütant Marcus Thuram sorgte mit seinem Treffer des Abends für das Weiterkommen der Fohlenelf, für die es das erwartete Stück harte Arbeit war.

Borussias Trainer Marco Rose musste im ersten Pflichtspiel der Saison auf Kapitän Lars Stindl, Julio Villalba, Mamadou Doucouré (alle Aufbautraining), Christoph Kramer (Bänderriss im Sprunggelenk), Tony Jantschke (Rückenprobleme), Torben Müsel (Knieprobleme), Michael Cuisance (Adduktorenprobleme) sowie auf Ibrahima Traoré (Trainingsrückstand nach Afrika-Cup) verzichten und bot im 4-2-2-System mit Raute zunächst exakt die Fohlenelf auf, die in der Vorwoche bei der Generalprobe gegen den FC Chelsea begonnen hatte. Somit gaben Stefan Lainer und Marcus Thuram gleich ihr Pflichtspieldebüt.

Nachdem das Spiel aufgrund von heftigen Gewittern eine Dreiviertelstunde später angepfiffen wurde, ließen es beide Teams zunächst ruhig angehen. Wobei der Zweitligist etwas aktiver war und die in den neuen blauen Auswärtstrikots spielende Fohlenelf zu beschäftigen versuchte. Zwingende Torchancen gab es hüben wie drüben in den ersten zehn Minuten aber nicht zu verzeichnen. Eine von Hofmann hereingebrachte Ecke brachte keine Gefahr (10.).

Thuram nutzet gleich die erste Torchance

Die Borussen taten sich in der Anfangsphase schwer, sich gegen den bissigen SVS durchzusetzen. Auf der Gegenseite kamen die Gastgeber gegen aufmerksame Fohlen aber auch zu keiner Torchance. Das blieb auch im weiteren Verlauf so, weil sich beide Teams zu viele Fehler erlaubten. Dann aber zappelte die Kugel auf einmal in den Maschen der Sandhäuser! Nach schöner Flanke von Strobl war es Neuzugang Marcus Thuram, der Kugel mit einem starken Flugkopfball zum 1:0 in den Maschen versenkte (19.).

Für die Fohlenelf war es die erste echte Torchance, die auch gleich genutzt wurde. Natürlich kam der Rose-Truppe die Führung gerade recht. Sandhausen wurde in ihrer Euphorie gebremst, die Borussen suchten weiter den Weg nach vorne. Dann hätte es eigentlich Freistoß für die Fohlen geben müssen, nachdem Thuram auf dem Weg zum Tor gelegt wurde, doch die Pfeife blieb stumm (28.).

Viele Unterbrechungen zum Ender der Halbzeit

Fünf Minuten später dann eine gute Möglichkeit von Förster, dessen tückischen Aufsetzer Sommer aber zur Seite abwehren konnte (33.). Kurze Zeit später konnte Sommer einen Schuss von Linsmayer nur nach vorne abklatschen lassen, Lainer klärte (34.). Dann eine gute Chance für Scheu (35.). Der SVS kam zum Ende der Halbzeit zwar noch einmal auf, ein Treffer gelang den Gastgebern aber nicht. Bis zum Halbzeitpfiff passiert bis auf viele Unterbrechungen nicht viel. Jonas Hofmann musste dann nach einem unglücklichen Aufprall mit einer Kniebandage vom Platz. 

So ging es aus Sicht der Borussen mit einer knappen Führung in die Kabinen. Die Fohlen kamen schwer in die Partie und nutzen dann gleich ihre erste Chance. Dann wurde es ruppig und Sandhausen wehrte sich.

Zum zweiten Durchgang nahm Marco Rose dann einen Wechsel vor und verhalf Breel Embolo zu seinem Pflichtspieldebüt. Der Schweizer kam für den angeschlagenen Hofmann in die Partie. Unterdessen gehörte dem SVS nach Wiederanpfiff die erste Möglichkeit. Diekmeier zog vom Strafraum beherzt ab, setzte die Kugel aber weit neben den linken Pfosten (49.).

Sandhausen giftig und dran, aber die Fohlenelf verteidigt das 1:0

Generell kam der Zweitligist gut aus der Kabine und stellte die Fohlenelf vor Probleme. Wie auch zu Beginn der Partie taten sich die Borussen schwer, ihr Spiel aufzuziehen. Marco Rose reagierte und brachte Johnson für Thuram, der ein ordentliches Debüt abgeliefert hatte (63.). Unterdessen zeigte sich der SVS giftig und stellte die Borussen vor Aufgaben. Irgendwie lag der Ausgleich eher in der Luft als die vermeintliche Vorentscheidung zu Gunsten der Borussen. 

Mittlerweile liefen die letzten zwanzig Minuten am Hardtwald und das Spiel stand nicht zuletzt aufgrund des Spielstands auf des Messers Schneide. Marco Rose hatte sein System auf 4-2-3-1 umgestellt, um den Pokalfight heil zu überstehen. Am Ende hat sich die Fohlenelf über die Ziellinie gerettet und mit einem knappen 1:0 die 2. Hauptrunde im DFB-Pokal erreicht. Der Start in die Saison ist also geglückt. Allerdings war es ein hartes Stück Arbeit und es gibt noch genügend Luft nach oben.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

SV Sandhausen: Fraisl – Diekmeier, Nauber, Zhirov, Paqarada – Linsmayer (71. Türpitz), Zenga (84. Frey) – K. Behrens, Förster, Scheu (63. M. Scheu) – Gislason

Weiter im Kader: Wulle (ETW), Klingmann, Rossipal, Verlaat, Paurevic, Pena Zauner

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Wendt – Strobl – Zakaria (90.+3 Bénes), Hofmann (46. Embolo) – Neuhaus – Thuram (63. Johnson), Plea

Weiter im Kader: Sippel (ETW), Beyer, Lang, Bennetts, Herrmann, Raffael

Tore: 0:1 Thuram (19.)

Gelbe Karten: Scheu, Linsmayer, Förster, Behrens / Embolo

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)

Zuschauer: 13.695 (BWT-Stadion am Hardtwald)