Jonas Hofmann traf bei Union – leider zu spät. Foto: picture alliance/dpa | Andreas Gora

Borussia Mönchengladbach musste bei Union Berlin die nächste Niederlage hinnehmen und steht nach drei Tagen mit lediglich einem Punkt 15. Tabellenplatz. An der Alten Försterei sorgten zwei eigene Fehler für die 1:2-Niederlage gegen die „Eisernen“. Die Fohlenelf bemühte sich zwar in der Bundeshauptstadt, rum kam dabei aber nichts. Der Treffer von Jonas Hofmann erst in der Nachspielzeit kam da zu spät.

Borussias Trainer Adi Hütter hatte in der Bundeshauptstadt einige Ausfälle zu kompensieren. So standen in Manu Koné (Aufbautraining nach Knieverletzung), Breel Embolo (Muskelverletzung mit Sehnenbeteiligung im Oberschenkel), Matthias Ginter (COVID-19), Stefan Lainer (Knöchelbruch), Marcus Thuram (Innenbandriss im Knie) und Mamadou Doucouré (Reha nach Achillessehenriss) gleich sechs Profis nicht zur Verfügung.

Im Vergleich zur Pleite in Leverkusen nahm Hütter seine drei personelle Änderungen vor: Positionen: Ramy Bensebaini, Jordan Beyer und Hannes Wolf ersetzten Stefan Lainer, Matthias Ginter und Marcus Thuram.

Fohlenelf startet gut, Union nutzt den ersten Fehler

Die in Weiß spielenden Borussen gingen engagiert in die Partie An der Alten Försterei und suchten den Weg nach vorne. Die größte Möglichkeit hatten aber die Gastgeber, als Kruse von links eine Flanke in die Mitte schlug und Trimmel die Kugel nur wenige Meter über das Tor bugsierte (3.). Auf der Gegenseite ein erster Angriff der Borussen. Plea spielte auf Stindl, doch Luthe war zur Stelle (9.).

Generell gehörte den Borussen die Anfangsphase. Sie hatten deutlich mehr Ballbesitz und kombinierten gut. Dennoch stand es nach zwanzig Minuten weiterhin 0:0, weil beide Defensivreihen aufpassten. Doch dann leisteten sich die Borussen einen folgenschweren Fehler, den Eisern Union eiskalt ausnutzte. Beyer spielte die Kugel im Mittelfeld genau zu Haraguchi, der sich direkt auf machte und in den Strafraum flankte. Dort hatte Gießelmann zu viel Platz und köpfte ins rechte Eck zum 1:0 (22.).

Eine Führung, die Union natürlich in den Kram passte, während die Borussen in den Folgeminuten daran zu knabbern hatten. Den Borussen fiel kaum etwas ein, um den kompakten und auf Konter lauernden Berlinern gefährlich zu werden. Gerade aus dem Mittelfeld kamen zu wenig Ideen. Dann aber hatte Neuhaus eine gute Möglichkeit, die Luthe mit einem guten Reflex zunichte machte (36.). Auf der Gegenseite waren die Eisernen immer über Flanken und Konter gefährlich.

Nächster Fehler wird bestraft

Und einen solchen nutzten die Berliner dann zum 2:0. Nach einer Ecke der Borussen gelang die Kugel über Kruse zu Awoniyi, der gleich drei Borussen stehen ließ, Sommer rumkurvte und cool einschob (41.). Mit diesem Ergebnis ging es dann in die Kabinen. Die Borussen kamen gut in die Partie, Torgefahr kam aber nicht auf. Und dann brachten sie zwei Fehler ins Hintertreffen und aus dem Konzept. Union ließ kaum etwas zu, lauerte auf Konter und schlug zweimal eiskalt zu.

Adi Hütter reagierte und brachte zum Zweiren Durchgang Zakaria und Herrmann für Kramer und Wolf. Die Fohlenelf musste natürlich einen deutlichen Zahn zulegen und vor allem im letzten Drittel effektiver werden, um An der Alten Försterei nicht leer ausgehen zu müssen. Die Fohlen bemühten sich weiter, doch es mangelte vor allem an Ideen und Präzision. Plea war dann mal auf einem guten Weg, zögerte aber nochmal in der Mitte und wurde gestoppt (54.). Es war den Borussen anzusehen, dass ihnen die beiden Gegentore wehgetan haben. Es mangelte nach wie vor an Tempo und Ideen.

Hofmann betreibt Ergebniskorrektur

Sie waren stets bemüht, aber es kam nichts bei rum – so konnte man dann die gesamte Partie der Borussen in der Bundeshauptstadt umschreiben. Dass Jonas Hofmann dann in der Nachspielzeit noch zum 1:2-Anschlusstreffer traf, änderte daran dann nichts mehr. Am Ende blieb es beim 2:1-Sieg für Union Berlin. Die Borussen mussten abermals mit einer Niederlage die Heimreise antreten und sich eingestehen, dass sie in Berlin wenig zustande gebracht haben. Es sind schwere Zeiten für Adi Hütter.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Union Berlin: Luthe – Baumgartl, Knoche, Jaeckel – Trimmel, Khedira (82. Griesbeck), Gießelmann – Haraguchi (61. Ryerson), Öztunali (82. Teuchert) – Awoniyi (73. Behrens), Kruse (82. Voglsammer)

Weiter im Kader: Rönnow (ETW), van Drongelen, Wszolek, Becker

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Scally, Beyer, Elvedi, Bensebaini – Kramer (46. Zakaria), Neuhaus (84. Bénes) – Hofmann, Stindl, Wolf (46. Herrmann) – Plea (71. Bennetts)

Weiter im Kader: Sippel (ETW), Jantschke, Netz, Noß, Schroers

Tore: 1:0 Gießelmann (22.), 2:0 Awoniyi, 2:1 Hofmann (90.+2)

Gelbe Karten: Haraguchi, Trimmel / – 

Bes. Vorkommnisse: Keine

Schiedsrichter: Dr Felix Brych (München)

Zuschauer: (Stadion An der Alten Försterei)