Was sich in den letzten Wochen immer mehr andeutete, wurde jetzt offiziell bestätigt. Der 17-jährige Mickaël Cuisance hat den Medizincheck bei Borussia bereits absolviert und wechselt im Sommer von AS Nancy an den Niederrhein. Er unterschreibt einen Fünf-Jahres-Vertrag bis 2022. Der junge Franzose ist damit der erste Neuzugang für die kommende Saison.

Zum wiederholten Male hat Max Eberl einem international umworbenen Talent einen Wechsel zu Borussia Mönchengladbach schmackhaft machen können. »Mickaël Cuisance ist ein großes Talent, das im zentralen Mittelfeld auf verschiedenen Positionen einsetzbar ist. Wir haben ihn schon lange beobachtet. Der Markt der europäischen Toptalente ist inzwischen sehr umkämpft, umso glücklicher sind wir, dass wir mit ihm unseren Weg fortsetzen können, vielversprechende Spieler zu verpflichten, die bei Borussia den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung gehen sollen«, so Borussias Sportdirektor Max Eberl. 

Dank eines auslaufenden Vertrags wechselt Cuisance ablösefrei zur Borussia. Es wird lediglich eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 270.000 Euro fällig – ein Schnäppchenpreis, wenn man den Kampf um die besten Talente Europas verfolgt.

So wird es vor allem die hohe Durchlässigkeit beim VfL sein, die Mickaël Cuisance überzeugt haben wird. Von dieser sprach auch Roland Virkus im Interview mit unserer Redaktion: „Es ist für uns auf jeden Fall ein Pluspunkt, dass wir aufzeigen können, wie viele qualitativ gute Spieler es schon bis zu den Profis geschafft haben. Und es ist so, dass wir nicht auf Masse, sondern punktuell nach Spielern suchen und versuchen, den einen Spieler, für den wir uns interessieren, mit allen Mitteln zu uns zu holen.“, beschreibt Virkus das Werben um junge Spieler.

Nimmt man Mahmadou Doucouré noch dazu, der nach seiner Verletzungsmisere ebenfalls als „Neuzugang“ bezeichnet werden kann, stehen demnächst zwei der vielversprechendsten Talente Frankreichs im Kader der Borussen. Natürlich muss sich vor allem Cuisance erst einmal in Mönchengladbach eingewöhnen. Wohlmöglich wird er zu Beginn vor allem in der U19 bzw. der U23 Spielpraxis sammeln dürfen, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Mit diesem Transfer setzt Borussia den Weg mit jungen, europäischen Talenten weiterhin fort. Ob den Verantwortlichen bei Borussia ein ähnlich guter Griff wie zuletzt bei Christensen, Elvedi oder Benés gelungen ist, wird sich zeigen – zuzutrauen ist es ihnen auf jeden Fall.