Borussia Mönchengladbach hat sich am Samstagnachmittag in einer sehr lebendigen Partie mit 2:2 vom VfL Wolfsburg getrennt. Alassane Plea und Thorgan Hazard trafen für die Gladbacher. Doch beide Male hielt die Führung nicht lange, weshalb sich due Borussia am Ende mit einem Punkt begnügen muss.

Borussias Trainer Dieter Hecking musste in Wolfsburg auf Mamadou Doucouré, Julio Villalba (beide Aufbautraining nach Muskelbündelriss), Josip Drmić (Rückenbeschwerden) und auf Raffael (Wadenprobleme) verzichten. Jonas Hofmann wurde eine Pause verordnet, er trat die Reise in den als 19. Mann aber mit an. Jordan Beyer, unter der Woche noch in der Startformation, schaffte es aufgrund der Dichte des Kaders ebenso wie László Bénes nicht ins Aufgebot.

Stindl ist zurück

Dafür stand Kapitän Lars Stindl nach monatelanger Verletzungspause erstmals in dieser Spielzeit im Kader. Neuzugang Michael Lang ersetzte Jordan Beyer und kam zu seinem Debüt für die Fohlenelf. Denis Zakaria begann für Jonas Hofmann.

Beide Teams attackierten den Gegner von Beginn an früh. Die ersten Offensivaktionen gehörten den Wölfen. Doch ein Eckball (4.) und ein Freistoß aus dem Halbfeld (5.) konnten die Fohlen problemlos klären. Schiedsrichter Felix Zwayer setzte bereits in dieser Phase ein Zeichen und zeigte Nico Elvedi für dessen ersten Zweikampf mit Weghorst gleich die Gelbe Karte. 

Plea trifft mit erstem Torschuss

Und dann führte der erste richtige Angriff der Elf vom Niederrhein gleich zum Erfolg. Thorgan Hazard hatte die Kugel am eigenen Sechszehner am Fuß, steckte ihn durch zu Zakaria, der den Ball mit Tempo auf Neuhaus weiterleitete. Dessen Pass nahm Plea auf und der Stürmer ließ Robin Knoche stehen und zirkelte den Ball aus 17 Metern mit viel Gefühl ins lange Eck (7.). So konnten sich die Borussen früh über das vierte Bundesligator von Plea, das nach einem Konter wie aus dem Lehrbuch fiel, freuen.

Plea ebenfalls entscheidend am Ausgleich beteiligt

Doch die Antwort des VfL Wolfsburg ließ nicht lange auf sich warten. Plea, gerade noch gefeierte Torschütze, spielte im Zentrum einen fatalen Fehlpass, der genau in den Füßen von Steffen landete. Dieser legte sich den Ball kurz vor, zog ab und ließ Sommer mit seinem Flachschuss in die untere Ecke keine Abwehrchance (12.).  

Dann konnten die Borussen einmal kräftig durchatmen. Denn Weghorst erzielte nach einer Freistoßflanke von Arnold zwar einen Treffer, doch dieser wurde aufgrund eines Foulspiels gegen Elvedi zurecht aberkannt (19.).  

Elvedi klärt in höchster Not

Beide Mannschaften drückten aufs Tempo und waren darauf bedacht, nach der Balleroberung möglichst schnell in die Gefahrenzone des Gegners zu kommen. Die nächste Aktion gehörte den Borussen: Herrmann lief über die linke Seite und flankte auf Plea, der aus ungünstigem Winkel genau in die Arme von Casteels köpfte (21.). Mit dem folgenden Angriff wurde die Heimelf wieder gefährlich, doch Steffen schlug die flache Hereingabe von Weghorst dieses Mal aus fünf Metern über den Kasten (22.), da er im letzten Moment noch entscheidend von Elvedi gestört werden konnte.

Spiel verflacht bis zum Pausenpfiff

Nun beruhigte sich die Partie ein wenig. Ein Fernschuss von Hazard verfehlte den Kasten um ein gutes Stück (29.), ebenso ein Versuch aus der Distanz von Arnold (36.). Auch Denis Zakaria verzog aus halbrechter Position deutlich (37.). Die Gäste hielten den Ball jetzt in den eigenen Reihen und hatten entsprechend mehr Ballbesitz. Bis zur Pause passierte in der insgesamt temporeichen Partie aber nichts mehr,  sodass es mit dem bis dato leistungsgerechten 1:1 in die Kabine ging.

Wieder die schnelle Führung