Mit 2:3 unterlag Borussia Mönchengladbach am Samstag im Borussen-Duell Borussia Dortmund und musste im Kampf um die europäischen Plätze erneut einen Rückschlag einstecken. Lars Stindl traf für die Gladbacher Borussen. Marcel Schmelzer unterlief zudem ein Eigentor. Drei Minuten vor Schluss köpfte Raphael Guerreiro den BVB nach einem Freistoß zum Sieg. 

Borussias Trainer Dieter Hecking musste beim Borussen-Duell weiterhin auf Christoph Kramer (Innenbandteilriss im Kniegelenk), Mamadou Doucouré (Muskelverletzung im Oberschenkel), Fabian Johnson (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Marvin Schulz (Verletzung im Adduktorenbereich), Tony Jantschke (Muskelfaserriss im linken Oberschenkel), Thorgan Hazard (Knieprobleme) und Raffael (Innenbanddehnung im Knie) verzichten und schickte gegen den BVB zunächst genau die Startelf ins Rennen, die in der Vorwoche in Hoffenheim begonnen hatte.

„Ausgerechnet“ Dahoud…

Bei Temperaturen um elf Grad gehörte dem BVB die Anfangsphase. Dortmund störte früh und schaltete bei Ballgewinn blitzschnell um. So wie in der 09. Minute, als sich Pulisic auf die Reise machte und in Richtung Strafraum rannte. An der Kante dazu kam ihm „ausgerechnet“ Dahoud in die Quere und brachte den Angreifer zu Fall. Schiedsrichter Stark zögerte keine Sekunde und entschied auf Elfmeter. Eine äußerst knifflige Situation und zumindest diskutierbare Entscheidung. Vom Punkt aus blieb Reus cool, verlud Sommer und schob zum 1:0 (10.).

Eine Führung, die dem BVB natürlich in die Karten spielte. Die Fohlenelf musste nun  mehr riskieren, der BVB konnte sich das in Ruhe anschauen und kontern. Und beinah hätten die Schwarz-Gelben früh das zweite Tor nachgelegt, doch Sommer parierte stark gegen Dembélé (12.). Weiterhin waren die Gäste aus dem Ruhrpott die spielbestimmende Mannschaft, während die Fohlenelf an dem frühen Rückstand sichtlich zu knabbern hatte. Wenngleich sie sich immer besser aus der Umklammerung befreien konnten, so konnten die Statistiker nach 25 Minuten für die Hecking-Truppe erst einen Torschuss verbuchen.

Stindl nutzt BVB-Abwehrpatzer zum Ausgleich

Auf der Gegenseite suchte Dortmund das zweite Tor und hätte nach einer Viertelstunde den nächsten Elfmeter bekommen können, als Strobl Şahin im Strafraum umsenste (16.). Elf Minuten später wieder ein schneller Angriff des BVB nachdem Reus im Strafraum aus kurzer Distanz abzog, die Kugel aber Gott sei Dank nicht versenken konnte (27.). Auf der anderen Seite fiel der Fohlenelf bei Ballbesitz herzlich wenig ein, um den BVB aus der Reserve zu locken. Stindl und Hahn konnten in der Defensive kaum eingebunden werden.

Dennoch kamen die Gladbacher Borussen fast wie aus dem Nichts kurz vor der Pause zum Ausgleich. Keeper Bürki spielte einen Ball kurz auf Merino raus, der Hahn die Kugel genau in die Füße spielte. Der bediente blitzschnell Stindl, der aus zwölf Metern abzog und zum 1:1 vollendete (43.). Ein zur Pause schmeichelhaftes 1:1 für die Fohlenelf, die im ersten Durchgang wenig zustande gebracht hatte.

Fohlenelf mit Blitzstart aus der Kabine, BVB antwortet schnell