Philipp Sander beim Trainingsauftakt der Fohlen. Foto: Dirk Päffgen
Zum Trainingsauftakt äußerte sich Borussia Mönchengladbachs Mittelfeldspieler Philipp Sander über die Vorbereitung auf die neue Saison, das Neuhaus-Video, seine persönlichen Ziele, Social Media und die Einbindung der Talente.
Philipp Sander über…
… die ersten Aufgaben der neuen Saison:
Der DFB-Pokal, die erste Runde, ist glaube ich nie zu unterschätzen. Trotzdem haben wir natürlich den Anspruch, weiterzukommen – ganz klar. Wir treffen auf den HSV, und ich persönlich habe da sehr gute Erfahrungen im Stadion gemacht. Ich freue mich riesig auf das Spiel. Es ist ein besonderes erstes Spiel, gerade weil wir den HSV wieder in der Bundesliga begrüßen können. Das wird spannend – und natürlich trotzdem schön.
… das Neuhaus-Video:
Ich habe ehrlich gesagt nicht so viel davon mitbekommen. Ich bin sehr wenig auf Social Media unterwegs, deswegen habe ich das Bild sehr spät gesehen. Klar, irgendwann wurde mir das Video auch geschickt. Aber ich glaube, da wurde bereits genug zu gesagt. Ich will das weder größer noch kleiner machen, als es ist. Ich bin da raus und denke, das Thema wird in ein paar Wochen ohnehin erledigt sein.
… Vorsicht in Zeiten von Social Media und wieso er es selbst nicht nutzt:
Man weiß nie, ob jemand irgendwo ein Mikrofon oder eine Kamera mitlaufen lässt. Da muss man im Alltag schon ein bisschen aufpassen. Ganz sicher ist man nie. Ich denke aber, das ist inzwischen bei vielen angekommen.
Ich habe gemerkt, dass es mir nicht gut tut, ständig bewertet zu werden – in beide Richtungen, positiv wie negativ. Und wenn ich mich davon ein Stück weit frei machen kann, indem ich es einfach nicht nutze, dann hilft mir das persönlich sehr. Ich war zwischendurch mal wieder kurz aktiv, aber die Sucht war schnell wieder da. Jetzt habe ich die Apps seit einem halben Jahr gelöscht – und mir geht es gut damit.
… die Bedeutung der letzten Saison für die nächste:
Definitiv eine große Motivation. Jeder, der Tag für Tag auf dem Platz steht, weiß, welches Potenzial in der Truppe steckt. Das ist noch lange nicht ausgeschöpft, und ich glaube, da sind sich alle im Verein einig. Es gibt Bereiche, wo noch Luft nach oben ist – auch tabellarisch. Jetzt geht es darum, von Beginn an eine klare Haltung zu entwickeln – eine Übertragungskultur, eine Kompetenzkultur, wie man so schön sagt. Und dann wollen wir die nächsten Schritte gehen.
… seine persönlichen Ziele:
Für mich ist das Wichtigste, gesund zu bleiben. Das ist die Basis für eine gute Saison. Klar, ich will den nächsten Step machen, mich weiterentwickeln. Ich scheue mich auch nicht davor, Verantwortung zu übernehmen – auf dem Platz und in der Kabine. Aber wie gesagt: Erstmal gesund bleiben und dann mit voller Kraft angreifen.
… einen Einstand der beiden Neuzugänge Castrop und Diks:
(Lacht) Zu gegebener Zeit wird der Einstand sicherlich noch kommen. Wie genau der aussieht, das bleibt intern. Aber ja, wir nehmen uns da schon Zeit für.
… die Einbindung der Jugendspieler:
Viele der Jungs kennt man natürlich schon aus dem Nachwuchs. Heute war zum Beispiel Wael Mohya das erste Mal dabei. Ich habe seine Meisterschaft verfolgt, sogar im Urlaub auf YouTube. Er ist ein hochtalentierter Spieler mit viel Potenzial. Ich denke, es wird ihm gut tun, bei uns reinzuschnuppern und anzukommen. Und wir werden alles dafür tun, dass sich die Jungs wohlfühlen. Wenn mal ein Anpfiff kommt, schnappen wir uns den einen oder anderen auch mal. Aber generell behandeln wir sie einfach als Teil der Gruppe – so, wie es sein sollte.
