Jan Urbich hat aktuell einen starken Lauf in der Regionalliga West. Foto: picture alliance / Maximilian Koch | Maximilian Koch
Ohne Tim Kleindienst hat Gladbach ein Sturm-Problem. Doch bei der Suche nach einem Knipser reicht ein Blick in die eigene U23, bei der Jan Urbich für Aufsehen sorgt. Warum Seoane ihn mitnehmen sollte: Unser Prüfstand, präsentiert vom Autohaus Waldhausen + Bürkel aus Mönchengladbach.
Borussia Mönchengladbach Cap – Black Friday Deal
Jetzt ansehenHinweis: Werbelink. Durch einen Kauf unterstützt ihr unsere Arbeit – ohne Mehrkosten.
Tore vermisst
Seit saisonübergreifend vier Bundesligaspielen wartet Borussia Mönchengladbach auf einen eigenen Treffer. Haris Tabakovic, als Vertreter für Tim Kleindienst gekommen, stand am Samstag gegen den VfB Stuttgart aufgrund von Krankheit zwar nicht zur Verfügung, sodass Shuto Machino von Beginn an Spielen musste. Doch klar ist, dass beide noch Zeit benötigen für die Einbindung in Borussias System, und dass Machino kein Mittelstürmer im klassischen Sinne ist.
Das Problem: Kleindienst wird wohl noch bis November fehlen – bis dahin müssen andere die Rolle des Zielspielers auf sich nehmen. Allzu viel Eingewöhnungszeit bleibt den Alternativen jedoch nicht mehr, schließlich wartet Gladbach seit saisonübergreifend neun Ligaspielen auf den ersten Dreier.
Chancenverwertung als Problem
Ein Grund dafür ist die mangelnde Chancenverwertung, die sich in Stuttgart einmal mehr gezeigt hat. Beispielsweise in der 50. Minute, als Kevin Stöger den Führungstreffer auf dem Fuß hatte, jedoch vor Stuttgarts Keeper Alexander Nübel links am Tor vorbeischoss. Oder sechs Minuten später, als Hack mit einem Versuch aus dem Strafraum heraus am starken Nübel scheiterte.
Ohne richtigen „Knipser“ läuft es offensiv bei den Fohlen einfach nicht. Da kommt es gerade recht, dass Borussia in Jan Urbich bereits einen potentiellen Neuner in den eigenen Reihen hat. Der 21-Jährige, der diesen Sommer von den Kickers Offenbach an den linken Niederrhein gewechselt ist, hat sich (mehr als) nahtlos in das Team von U23-Trainer Eugen Polanski eingefügt.
Gladbach: Urbich hat herausragende Quote
Seine Werte können sich sehen lassen: In sechs Partien für Borussias „Zweite“ in der Regionalliga West traf Urbich bereits neunmal und bereitete zweimal vor. Darunter ein Fallrückzieher beim 2:1-Auswärtssieg der U23 in Velbert, der medial für Aufsehen gesorgt hat. Und mit seinen 1,88m Körpergröße bringt der Stürmer die nötige Statur mit, um die Rolle des „Zielspielers“ auszufüllen.
Und das, obwohl er vor zwei Jahren noch in der Kreisoberliga Wiesbaden für den FV Biebrich gespielt hat. 2023 erfolgte der Wechsel nach Offenbach, wo er in zwei Saisons und 49 Spielen gerade einmal elf Tore und vier Assists beisteuerte. Umso erstaunlicher, dass Urbich in Gladbach bereits zu Saisonbeginn aufblüht. Ein Momentum, das den Profis eventuell weiterhelfen könnte.
Schritt wäre gewagt
Zugegeben: Der Schritt wäre gewagt, hat Urbich bislang noch keine Erfahrung im Profifußball gesammelt. Doch manchmal schreibt der Fußball eben solche Geschichten. Auch, wenn derzeit unwahrscheinlich scheint, dass Seoane ihn für höhere Aufgaben nominiert – läuft es mit der Torflaute so weiter bei den Fohlen, könnte Urbichs Chance gekommen sein.


