VollGAS-Analyse nach Stuttgart: Diese Lehren muss Gladbach für das nächste Spiel ziehen

Robin Hack hatte gegen den VfB eine der Chancen, die nicht verwertet wurden. Foto: Dirk Päffgen

Die 0:1-Niederlage gegen den VfB Stuttgart war aus Sicht von Borussia Mönchengladbach selbstverschuldet. Warum die Fohlen die Punkte herschenkten – und was sie nach der Länderspielpause daraus lernen können. Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von unserem Partner, der Kessels GmbH – Schweißen & Gase aus Mönchengladbach. 

Klarheit im Abschluss

Was die Zuschauer am Samstag mit eigenen Augen sehen konnten, belegen auch die Zahlen zum Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach. Mit 1,82 zu 0,84 gewinnt Gladbach das xGoals-Ergebnis – ähnlich sieht es bei den xAssists aus, hier lagen die Fohlen mit 1,45 zu 0,94 vorne. Die Lehre daraus? Es fehlte an vielen Stellen an der letzten Konsequenz. 

Die Chancen von Kevin Stöger (50.) und Robin Hack (61.) sind dabei nur zwei von 14 Schüssen, die Gladbach auf (oder neben) das Tor von Alexander Nübel gebracht hat. Dennoch: Erfolgreich vor dem Kasten waren die Borussen seit längerem nicht – seit saisonübergreifend vier Bundesligapielen stand bei den Borussen vorne die Null. 

Doch wie kann das beim nächsten Heimspiel gegen Werder Bremen am 14. September besser werden? Zum einen kann Gerardo Seoane wieder auf Haris Tabakovic setzen, der in Stuttgart aufgrund von Krankheit fehlte. Und auch, wenn Tabakovic noch kein wirklicher Faktor im Spiel der Borussen ist, eignen sich Spiele wie das gegen Bremen bestens, um den Bann zu brechen. Heißt: Wenn aus dem Spiel heraus nichts geht, könnte ein hoher Ball auf den 1,94m großen Tabakovic helfen. 

Individuelle Fehler abstellen

Doch nicht nur vor dem gegnerischen Tor waren die Gladbacher zu nachlässig. Beim Gegentreffer in der 79. Minute war es Jens Castrop, der seinen Gegenspieler Chema Andres aus den Augen verlor und damit den Treffer der Stuttgarter ermöglichte. Ein individueller Fehler, der im Profifußball bestraft wird, aber der zur Entwicklung eines noch jungen Spielers dazugehört und den die Mannschaft hätte auffangen können. 

Oder sogar müssen? Denn defensiv war Borussia über weite Strecken diszipliniert; trotz des leichten Ballbesitz-Plus der Gastgeber. Sogar 51% der Zweikämpfe gewann Seoanes Mannschaft. Ein ordentlicher Wert, der zeigt, dass es über die gesamte Spieldauer hinweg nicht an Kampfbereitschaft gefehlt hat. 

Gegen Bremen wird die defensive Marschroute also lauten: Genau so wie gegen Stuttgart, nur möglichst ohne individuelle Nachlässigkeit, vor allem bei ruhenden Bällen. Dann könnte Gladbach den ersten Dreier seit saisonübergreifend neun Bundesligaspielen holen. 

Reynas erster Gladbach-Einsatz?

Voraussichtlich wird Tabakovic dafür in die Startelf zurückkehren. Schließlich hat Seoane vor dem Stuttgart-Spiel betont, auf den Bosnier setzen zu wollen. Möglich ist, dass Shuto Machino einen Einsatz in der Startelf für Kevin Stöger erhält. Des Weiteren könnte Giovanni Reyna zu seiner ersten Einwechslung im Fohlen-Dress kommen. Ein Einstand nach Maß ist ihm aus Gladbacher Sicht zu wünschen.