Oscar Fraulo verlässt Borussia – Neuanfang in England bei Derby County

Oscar Fraulo verlässt den linken Niederrhein und wechselt auf die Insel zu Derby County. Foto: Dirk Päffgen

Rouven Schröder hat den ersten Transfer seiner Amtszeit eingetütet. So verlässt Oscar Fraulo Borussia Mönchengladbach und setzt seine Karriere in der zweiten englischen Liga bei Derby County fort. Für den dänischen Mittelfeldspieler endet damit eine Zeit bei den Fohlen, die letztlich von fehlender Perspektive im Bundesliga-Kader geprägt war.

In den letzten Tagen nahm das Gerücht Fahrt auf, nun ist der erste Abangl des Jahres 2026 unter Dach und Fach. Oscar Fraulo wechselt vom linken Niederrhein in die Stadt Derby, die am Fluss Derwent in der Grafschaft Derbyshire in den East Midland von England liegt.

Eine halbes Jahr vor Ende der Vertragslaufzeit sollen die Borussen Meldungen zufolge zwischen 400.000 und 500.000 Euro erhalten. Womöglich kommen noch Bonuszahlungen und eine Beteiligung an einem Weiterverkauf dazu. Bei den ‚The Rams‘ (Die Widder) erhält Fraulo einen Vertrag bis Sommer 2029. Die medizinischen Untersuchungen in England hatte der 22-Jährige bereits am 30.12.2025 absolviert.

»Hätte seine Einsatzzeit mit großer Wahrscheinlichkeit nicht signifikant verbessert«

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Als Oscar Fraulo im Sommer 2022 aus Midtjylland nach Mönchengladbach wechselte, sah die Borussia in ihm einen entwicklungsfähigen Mittelfeldspieler mit Spielübersicht, Technik und taktischem Verständnis. Ein Transfer mit Blick auf die Zukunft. Doch diese Zukunft kam bei den Profis  nur selten an. Der Konkurrenzkampf im Zentrum war intensiv, der Umbruch im Klub dauerhaft präsent – konstante Einsatzzeiten blieben für Fraulo die Ausnahme. Lediglich sechs Bundesliga-Kurzeinsätze (47 Minuten) konnte der Youngster bei den Fohlen sammeln. Dabei gelang ihm aber immerhin ein Tor.

Seine Spielpraxis sammelte der Däne vor allem abseits der großen Bühne: in der U23 und während seiner Leihen. Vor allem ein FC Utrecht in der niederländischen Eredivisie zeigte der junge Däne, dass er auf einem guten Niveau mithalten kann, ohne sich jedoch nachhaltig für eine feste Rolle in der Bundesliga zu empfehlen. Zu oft wirkte er wie ein Spieler zwischen zwei Welten – mit Qualität, aber ohne klares Einsatzfenster bei Borussia.

»Oscar ist ein guter Junge, Charakter und ein guter Fußballer. Aber er hätte seine Einsatzzeit mit großer Wahrscheinlichkeit auch in der Rückrunde nicht signifikant verbessert – auch wegen der großen Konkurrenz auf seiner Position«, erklärt Borussias Sportchef Rouven Schröder. »In einem solchen Fall muss man manchmal die Entscheidung konsequent treffen, getrennte Wege zu gehen.«

Neue Herausforderung auf der Insel

Der Schritt in die Championship zu Derby County ist deshalb folgerichtig. Die zweite englische Liga gilt als physisch, intensiv und fordernd – ein Umfeld, in dem Fraulo nicht nur gefordert, sondern auch gebraucht sein soll. Für ihn ist es die Chance auf einen echten Neustart, auf Verantwortung und regelmäßige Spielzeit im Profifußball.

»Oscar kann bei seinem neuen Verein nun eine neue Herausforderung nehmen, dadurch konnten wir kurz vor Vertragsende noch eine Ablöse erzielen«, so Schröder. »Wir wünschen Oscar auf seinem weiteren Weg wirklich alles Gute.«

Für Borussia Mönchengladbach bedeutet der Abgang eine weitere Straffung des Kaders. Rouven Schröder und Eugen Polanski verfolgen im Winter das Ziel, den Kader zu verkleinern und Feinjustierungen vorzunehmen. Neben Fraulo gehören Marvin Friedrich, Jonas Omlin, Türkei-Rückkehrer Tomáš Čvančara und Grant-Leon Ranos zu den Wechselkandidaten.

Oscar Fraulo hat seine neue Herausforderung gefunden. Derby steht in der Tabelle der „EFL Championship“ nach 24 Spielen momentan auf Tabellenplatz 14. Allerdings beträgt der Abstand zu den Aufstiegs-Play-off-Plätzen lediglich sechs Punkte. 

Der 22-Jährige hat sich bei Borussia stets professionell präsentiert, ohne den erhofften nächsten Schritt zu gehen. Sein Abschied erfolgt ruhig, fast beiläufig – passend zu seiner Zeit am Niederrhein. In sofern kann man sich en Wünschen von Rouven Schröder nur anschließen: »Wir wünschen Oscar auf seinem weiteren Weg wirklich alles Gute.«