Franck Honorat zeigte gegen Augsburg eine starke Leistung, gab eine Vorlage und schlug Flanken. Foto: Dirk Päffgen
Beim Heimsieg gegen den FC Augsburg bewies Borussia Mönchengladbach eine Effizienz, die den Borussen vor dem Jahreswechsel oft fehlte. Worin Gladbach besonders gut war: Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von unserem Partner, der Kessels GmbH – Schweißen & Gase aus Mönchengladbach.
Am Ende wurde es deutlich: Der 4:0-Heimsieg von Borussia Mönchengladbach über den FC Augsburg markiert einen erfolgreichen Start in das neue Jahr. Damit gelang den Fohlen der erste Heimsieg nach dem 3:1 im Derby gegen den 1. FC Köln am 8. November – gegen RB Leipzig hatte es nicht über ein 0:0 hinaus gereicht, das Pokal-Achtelfinale gegen St. Pauli endete mit einer 1:2-Niederlage und auch gegen den VfL Wolfsburg mussten sich die Borussen im letzten Heimspiel des Jahres 2025 mit 3:1 geschlagen geben.
Drei Schüsse, drei Tore
Dass sich Gladbach nun so deutlich gegen die Gäste aus Augsburg durchsetzte, ist kein ein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis einer Korrektur an der wohl wichtigsten Stellschraube: der Effizienz. Bereits nach acht Minuten fiel das 1:0 durch Joe Scally, dessen Treffer der erste auf das Tor von Augsburgs Keeper Finn Dahmen war. Eine Torschuss-zu-Tor-Quote von 100 Prozent, die auch zum Zeitpunkt des 2:0 konstant blieb, nachdem Kevin Diks per Elfmeter für Borussia nachlegte.
Und auch beim dritten Treffer, diesmal durch Haris Tabakovic, hieß es: Ein Schuss, ein Tor: Borussia – drei von drei Bällen, die auf das Augsburger Tor zuflogen, waren drin, drei mal schossen die Fohlen daneben. Diese Effizienz forderte Trainer Eugen Polanski noch vor dem Jahreswechsel von seiner Mannschaft, die laut Polanski dazu neigte, »den Ball in das Tor tragen« zu wollen.
Gladbach profitiert von Augsburger Nachlässigkeit
Dabei spürten die Gäste das genaue Gegenteil. Nach der ersten Hälfte gaben sie insgesamt sieben Torschüsse ab. Nur einer fand den Weg auf das Tor, sieben gingen daneben. Dabei täuschte das Ergebnis auch nach einer Stunde darüber hinweg, dass der FCA in den Zweikämpfen präsent war. Ihm fehlte es lediglich an der Effizienz, die die Borussen umso mehr an den Tag legten, und der Partie durch das vierte Tor nach einer tollen Flanke von Franck Honorat auf Tabakovic den Deckel aufsetzten.
Auch nach xGoals-Ergebnis ist der Sieg für Borussia verdient – 3,43 zu 2,33 lautet das theoretische Ergebnis, das jedoch zeigt, dass es bei Borussia auch an einem gelungenen Nachmittag nicht alles rund lief. Dass hinten die Null und vorne die Vier stand, ist daher auch ein Ergebnis der Disziplin und des Vorwärts-Verteidigens, wie es Rocco Reitz nach der Partie erklärte. Ausgeglichen war hingegen der Ballbesitz, 52 % davon gingen an Gladbach, der FCA gewann jedoch mit 128 zu 87 in den gewonnen Zweikämpfen.
Auf diesem Sieg können die Borussen für das kommende Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim am Mittwochabend aufbauen. Neben Effizienz dürfte sich Polanski aber etwas mehr Zweikampfhärte wünschen – auch, wenn das 4:0 gegen Augsburg für Borussia auch in der Höhe verdient war.

