Joker Shuto Machino erzielte den Ehrentreffer bei der 1:5 Pleite in Hoffenheim. Foto: Dirk Päffgen
Borussia Mönchengladbach hat die Hinrunde mit einer derben Niederlage abgeschlossen. Am Mittwochabend unterlagen die Borussen der TSG Hoffenheim klar und deutlich mit 1:5. Bereits nach den ersten 45 Minuten war der Drops in Sinsheim gelutscht, weil die Fohlen da alles vermissen und sich vorführen ließen.
Eugen Polanski musste in Sinsheim weiterhin auf Tim Kleindienst (Reaktion im Knie), Robin Hack (Knieprobleme), Nathan Ngoumou (Aufbautraining) und Jonas Omlin (krank)verzichten. Zudem stand in Tomáš Čvančara und Marvin Friedrich ein Duo nicht im Kader, dem man im Winter wohl keine Steine in den Weg legen würde… Dafür war Tiago Pereira Cardoso wieder mit dabei. Zwei Änderungen gab es im Vergleich zum Sieg gegen Augsburg: Lukas Ullrich und Jens Castrop bekamen den Vorzug vor Luca Netz und Florian Neuhaus.
Erst Latte, dann klären Baumann
Es war ein munterer Beginn ins Sinsheim. Erst setzte Kabak seinen Kopfball im Anschluss an eine Ecke an die Querbalken (4.), ehe Baumann auf der Gegenseite den Schuss von Ullrich zur Ecke abwehre Die anschleppende Ecke brachtet nichts ein (5.). Drei Minuten später klärte Nicolas strammen Kramarić- Schuss zur Ecke, die nichts einbrachte (8.).
Die Partie gönnte sich keine Aufwärmphase es ging direkt zur Sache. Vor allem die Hausherren hatten richtig Lust und übernahmen das Kommando. 75 Prozent Ballbesitz nach einer Viertelstunde war da ein deutlicher Beweis. Die Fohlen hingegen In der 19. Minute dann beinah ein Eigentor der Fohlen, als Engelhardt einen Engelhardt-Schuss aufs eigene Tor abfälschte, aber Nicolas war mit einem starken Reflex zur Stelle.
Kramarić trifft vom Punkt, dann legt Lemperle nach
Drei Minuten später war Borussias Nummer eins dann aber machtlos. Sander wollte einen Ball aus dem Strafraum klären und traf dabei Burger am Fuß. Schiedsrichter Dingert entschied nach Ansicht der Bilder auf Elfmeter. Vom Punkt zeigte sich Kramarić sicher und vollendete zum 1:0 (22.).
Die Borussen hatten den Rückstand noch nicht ganz verdaut, da legte Hoffenheim nach. Asllani kam vor dem Strafraum an den die Kugel und spielte ihn dann rechts zu Lemperle, der nahezu unbedrängt ins linke untere Eck zum 2:0 traf (24.).
Eine verdiente Doppel-Führung für die Hausherren, die die Borussen mächtig unter Druck setzten und Angriffswelle um Angriffswelle fuhren. Die Fohlen hatten dagegen überhaupt keine Mittel und konnten für kaum Entlastung sorgen.
Hoffenheim bestraft schwache Borussen weiter
Und Hoffenheim hatte noch nicht genug und bestraften die Borussen weiter. Binnen drei Minuten machte die TSG mit einem Doppelschlag in der Nachspielzeit den Deckel auf die Partie. Zweimal war es Kramarić, der das Nicht-Verteidigen der Fohlen eiskalt ausnutzte, Erst spitzelte der Angreifer die Kugel vorbei an Nicolas zum 3:0 in die Maschen, ehe er kurze Zeit später mit einem Lupfer aus spitzem Winkel das 4:0 besorgte.
Die Fohlen hatten dann wohl Glück, dass es den Halbzeitpfiff gab. Ansonsten hätte es wohl weiter Gegentreffer gehagelt. Bei den Fohlen lief in den ersten 45 Minuten vorne wie hinten rein gar nichts zusammen.
Hoffenheim weiter mit Druck, Machino mit dem Ehrentreffer
In der zweiten Halbzeit konnte der Auftrag „nur“ Schadenbegrenzung“ lauten. Polanski nahm dafür Änderungen vor und brachte Takai für Engelhardt. Die Geschichte der zweiten Hälfte ist relativ schnell erzählt. Die Fohlen bemühten sich zwar, das war ihnen nicht abzusprechen, aber mehr wie als ein kleines Aufbäumen war das nicht. Zu harmlos waren die Offensivbemühungen, als dass die TSG Aufgaben bekommen hätte.
Anders die TSG, die weitere Möglichkeiten hatte. Erst war Nicolas beim Schluss von Prass zur Stelle (52.), ehe Kramarić erst an Nicolas scheiterte (58.) und dann eine Flanke im Strafraum knapp verpasste (67.). Zudem setzte Lemperle seinen Kopfball knapp neben das Gehäuse (68.).
Dann gab es aber dennoch den Ehrentreffer für die Fohlen. Reitz gewann im Mittelfeld die Kugel und steckte vor dem Strafraum durch zu Joker Machino, der die Kugel unten links zum 1:4 in den Maschen versenkte (69.).
Joker Moerstedt stellt den Endstand her
Und dann durfte auch noch ein Youngster sein erstes Bundesliga-Tor schießen. Joker Moerstedt, gerade einmal 34 Sekunden auf dem Platz, köpfte nach einer Flanke von Gendrey aus kurzer Distanz zum 5:1 ein (77.).
Am Ende unterlagen die Borussen auch in der Höhe völlig verdient. Über die gesamte Spielzeit war das von hinten bis vorne eine inakzeptable Leistung, die es zu besprechen gilt. Es ist nur sehr schwer nachzuvollziehen, wie so ein Auftritt nach einem 4:0-Sieg gegen Augsburg zustande kommen kann. Wenngleich Hoffenheim ein anderes Kaliber war darf es nicht passieren, dass sich die Borussen so vorführen und alles vermissen lassen. Die Fohlen beenden so die Hinrunde mit 19 Punkten auf Platz 10.
Die Kurzstatistik zum Spiel:
TSG Hoffenheim: Baumann -Coufal, Hranáč, Kabak, Bernardo (76. Gendrey,) – Avdullahu, Burger (64. Prömel) – Kramarić, Lemperle (77. Moerstedt), Prass (64. Touré) – Asllani (83. Damar)
Auswechselbank: Philipp (ETW), Akpoguma, Arthur Chaves, Bebou
Borussia Mönchengladbach: Nicolas – Sander, Elvedi, Diks – Scally, Reitz, Engelhardt (46. Takai), Castrop (69. Stöger), Ullrich (89. Netz) – Honora (56. Machino)t, Tabaković (69. Moha)
Auswechselbank: Pereira Cardoso (ETW), Neuhaus, Reyna, Ranos
Tore: 1:0 Kramarić (22.), 2:0 Lemperle (24.), 3:0 Kramarić (45.+1), 4:0 Kramarić (45.+4), 1:4 Machino (69.), 5:1 Moerstedt (77.)
Gelbe Karten: Burger/ Engelhardt
Bes. Vorkommnisse: Keine
Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)
Zuschauer: 20.750 (PreZero-Arena)
