Haris Tabaković traf in Bremen zur Führung, am Ende stand ein 1:1-Unentschieden. Foto: picture alliance/dpa | Carmen Jaspersen
Mit 1:1-Unentschieden trennte sich Borussia Mönchengladbach am Samstag von Werder Bremen. Haris Tabaković hatte die Fohlenelf in Front gebracht, Joker Keke Topp glich in der vierten Minute der Nachspielzeit aus. Unter dem Strich ein glücklicher Punkt für die Borussen, die abermals über weite Stecken enttäuschten und so nicht vom Fleck kommen.
Wie schon in den Vorwochen musste Gladbachs Trainer Eugen Polanski an der Weser auf Tim Kleindienst, Robin Hack und Nathan Ngoumou (alle Reha) verzichten. Zudem fehlten Kevin Diks (angeschlagen), Giovanni Reyna (muskuläre Probleme) und auch Kota Takai (fieberhafter Magen-Darm-Infekt). Dafür Jens Castrop wieder zur Verfügung.
Drei Änderungen in der der Startelf gab es im Vergleich zur Niederlage gegen Stuttgart: Fabio Chiarodia, Luca Netz und Yannik Engelhardt begannen anstelle von Lukas Ullrich, Shuto Machino und Kota Takai.
Ruhiger Beginn, dann klärt Nicolas
Die Partie im stimmungsvollem Weserstadion hatte zunächst einen ruhigen Beginn. Beide Teams tasten sich in der Anfangsphase ab und warne darauf bedacht, keine Fehler zu begehen. So dauerte es eine knappe Viertelstunde, ehe die Zuschauer den ersten Abschluss zu sehen bekamen. Nach einer Hereingabe von Honorat blockte Friedl zur Ecke. Diese wurde zunächst geklärt, doch Reitz zog von der Strafraumkante ab. Die Kugel flog deutlich links am Tor vorbei (14.).
Eine Minute später kam Elvedi Stage zuvor und kläre zur Ecke, nach dieser Nicolas dann attackiert wurde und es Freistoß gab (15.). Sechs Minuten später war Borussias Nummer eins dann zur Stelle und klärte nach einem Konter gegen Njinmah (21.).
In der Folgezeit passierte nicht allzu viel auf dem Rasen. Beide Teams wollten weiterhin keine Fehler machen und scheuten das große Risiko. Es war alles andere als eine Partie für Fußball-Feinschmecker – worauf man sich ob der Verfassung beider Mannschaften aber hat einstellen können. Bis zum Pausenpfiff blieb es ereignislos, so dass es folgerichtig torlos in die Kabinen ging. Fünf Abschlüsse insgesamt in der ersten Halbzeit sprachen da eine eindeutige Sprache.
Bremen mit zwei Chancen nach Wiederanpfiff
Der zweite Durchgang begann mit einer Flugeinlage von Nicolas. Sugawara bekam auf rechts den Ball und zog trocken ab, Borussias Keeper war zur Stelle (48.). Zwei Minuten später hatten dier Fohlen Glück, als Sugawara eine Ballverlängerung erst nicht erreichte und die Kugel dann nur um Zentimeter am Tor vorbei flog (50.).
Plötzlich führt Borussia, Sander muss runter
Auf der anderen Seite war den Fohlen die Verunsicherung deutlich anzumerken. Offensiv war das harmlos und ohne Esprit. Doch dann nutzten die Borussen einen klasse Konter um sich in Front zu bringen. Engelhardt speilte auf Reitz, der einen tollen Pass auf Honorat seilte. Der Franzose ging ein paar Meter und speilte in die Mitte, wo Tabaković goldrichtig stand und zum 1:0 einschob (61.). Lange Zeit kam gar nichts von den Fohlen, die dann ihren ersten Angriff eiskalt nutzten.
Nun hatten die Borussen alle Trümpfe in der Hand, Werder musste riskieren. Unterdessen musste Sander 21 Minuten vor Schluss angeschlagen vom Platz (69.),
Bremen drückt, Borussia hält dagegen und hat Nicolas
Es lief die Schlusshase im Weserstadion und Werder versuchte nochmal alles. Fünf Minuten vor Schluss hätte es dann passieren können, aber Schmid scheiterte erst an Nicolas, dann knallte Lynen die Kugel an den Pfosten (85.). Drei Minuten dann eine Riesenparade von Nicolas. Stage machte im gegnerischen Strafraum den Ball fest und leitete im Fallen weiter auf Deman, der mit seinem Schuss am stark reagierenden Gladbacher Torhüter scheiterte (88.).
Machino scheitert, Joker Topp sticht
In der Nachspielzeit hatte Joker Machino dann die dicke Möglichkeit, um den Deckel draufzumachen. Eine Flanke von links segelte in den Bremer Strafraum. Machino nahm den Ball völlig frei direkt und scheiterte aber an Backhaus (90.+1). Und wenn du vorne die Dinger nicht machst… In der vierten Minute der Nachspielzeit kamen die Bremer dann doch noch zum Ausgleich. Nach der Ecke konnte die Kugel zunächst geklärt werden, doch Lynen machte die Situation nochmal scharf. Der Ball gelangte zu Topp, der mit links per Vollspann zum 1:1 in die Maschen traf.
Ein verdienter Ausgleich für Werder. Am Ende blieb es bei der Punkteteilung, die so richtig keinen weiterbringt. Die Bremer dürften sich darüber aber eher freuen als die Borussen, die über die gesamte Spielzeit abermals enttäuschten. Zu dem konnte man sich beim erneut starken Moritz Nicolas bedanken, dass überhaupt ein Punkt heraussprang. Und mit Blick auf die kommenden Aufgaben macht wenig Hoffnung, dass man sich aus dem Schlamassel befreien kann.
Die Kurzstatistik zum Spiel:
SV Weder Bremen: Backhaus – Malanti (75. Schmidt), Friedl, Coulibaly – Sugawara (64. Grüll), Lynen, Deman – Schmid, Stage – Njinmah (64. Milosevic), Mbangula (88. Topp)
Auswechselbank: Hein (ETW), Schmetgens, Agu, Covic, Puertas
Borussia Mönchengladbach: Nicolas – Sander (69. Friedrich), Elvedi, Chiarodia – Scally (84. Castrop), Reitz, Engelhardt, Netz – Honorat, Neuaus (57. Stöger), Tabaković (84. Machino)
Auswechselbank: Olschowsky (ETW), Sarco, Ullrich, Mohya, Urbich.
Tore: 0:1 Tabaković (61.), 1:1 Topp (90.+4)
Gelbe Karten: – / Reitz
Bes. Vorkommnis: Keine
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 41.800 (Weserstadion, ausverkauft)
