VollGAS-Analyse nach Leverkusen: Das muss Gladbachs Maßstab sein

Voller Einsatz: Die Einstellung bei Jens Castrop und den Fohlen stimmte gegen die Werkself. Foto: Dirk Päffgen.

Einen Punkt ergatterte Borussia Mönchengladbach im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen. Gerade in puncto Einstellung und Kampfeswillen war das eine Verbesserung zu den letzten Auftritten. Im Abstiegskampf muss es genau so gehen. Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von unserem Partner, der Kessels GmbH – Schweißen & Gase aus Mönchengladbach.

VollGAS-Einsatz von Minute eins an

Im Vorfeld der Partie gegen den amtierenden Vizemeister hatte man zwar insgeheim auf eine Überraschung gehofft, doch nicht zuletzt die Statistiken ließen nichts gutes erahnen. Zunächst war da die Heimschwäche von lediglich neun Punkten. Zudem konnten die Fohlen in dieser Bundesliga-Saison kein Spiel gewinnen gegen eine Mannschaft, die aktuell in der  oberen Hälfte der Tabelle steht.

Castrop mit Spitzenwert

Doch fing die Partie gegen Leverkusen bereits ganz anders an als die letzten Spiele – Gladbach zeigte sich angriffslustig und ließ Leverkusen kaum Möglichkeiten, offensiv gefährlich zu werden. Sinnbildlich für diese VollGAS-Leistung war Jens Castrop, der nach 25 Minuten mit einem Spitzenwert auffiel. Denn alle seiner zwölf Zweikämpfe gewann Castrop bis dahin, und auch offensiv machte der von Polanski als Rechtsverteidiger nominierte Castrop Wind. 

Den Treffer erzielte jedoch ein anderer Borusse, der später zum „man of the match“ gewählt wurde, feierte am Samstag nicht nur den Führungstreffer, sondern auch seinen 25. Geburtstag. Damit ist Engelhardt erst der zehnte Borusse, der in der Bundesliga-Geschichte an seinem Geburtstag traf. 

Gladbach mit Zweimampfplus

Doch nicht nur vor dem Tor war Engelhardt ein Faktor, auch im Mittelfeld sorgte er für Stabilität, die die Borussen im Kollektiv aufrecht erhielten. So blieb Gladbach auch nach dem Spiel im Zweikampfplus: 54 Prozent aller Duelle entschieden die Borussen für sich, auch das ist eine Steigerung im Vergleich zu den letzten Wochen. Gleich geblieben ist jedoch die Grundidee. Leverkusen hatte mit 61 Prozent Ballbesitz spielerisch die Oberhand, wusste aber erst spät, etwas damit anzufangen.

Das zeigt auch der xGoals-Wert: 0,71 zu 0,79 lautet dieser aus Sicht der Borussen – was bedeutet, dass die Chancenqualität unter dem Strich nahezu ausgeglichen war. In einer Statistik ist Gladbach sogar noch stärker: Mit neun zu zehn Torschüssen traten beide Mannschaften offensiv nahezu gleich oft in Szene, doch mit sechs zu zwei Schüssen auf den jeweils gegnerischen Kasten waren die Fohlen zumindest statistisch effizienter in der Offensive, und ohne das Eigentor von Philipp Sander hätten sich die Gäste womöglich an der Borussen-Defensive die Zähne ausgebissen.

Leverkusen siegte zuvor viermal  in Folge

So kam es auch, dass sich Eugen Polanksi nach dem Spiel neben der Freude über den gewonnenen Punkt auch ärgerte über die zwei verlorenen, bedenkt man, dass Leverkusen zum ersten Mal nach vier Siegen wieder nur ein Unentschieden holte und einen schlechten Tag erwischte. Nichtsdestotrotz ist klar: Beim Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt am kommenden Samstag (15.30 Uhr) muss genau das der Maßstab sein.