Kommt Hugo Bolin gegen Freiburg zu seinem ersten Startelf-Einsatz für die Fohlen? Foto: Dirk Päffgen
Einige Fragen drängen sich auf vor dem Auswärtsspiel von Borussia Mönchengladbach beim SC Freiburg am kommenden Sonntag. Welche Optionen Eugen Polanski hat: Unser Prüfstand, präsentiert vom Autohaus Waldhausen + Bürkel aus Mönchengladbach.
Es fügte sich ein ins Bild der 0:3-Niederlage von Borussia Mönchengladbach bei Eintracht Frankfurt, dass sich Rocco Reitz seine fünfte gelbe Karte abgeholt hat und seiner Mannschaft für das wegweisende Spiel in Freiburg fehlen wird. Doch auch ohne den Verzicht auf seinen Kapitän müsste sich Gladbachs Trainer Eugen Polanski Gedanken machen, inwiefern er seine Startelf verändert am Sonntag.
Darf Mohya beginnen?
Denn offensiv brachten die Borussen gegen Frankfurt ihre Angriffe nicht zu Ende, es fehlte an Durchschlagskraft, die beinahe der 17-jährige Wael Mohya auf den Platz gebracht hätte. Auch deshalb wäre es nicht undenkbar, wenn Mohya beim Auswärtsspiel in Freiburg die Chance erhält, sich von Anfang beweisen zu dürfen. So könnte Polanski das System anpassen und mit einer Doppel-Sechs spielen, auf der Yannik Engelhardt gesetzt ist und in die Jens Castrop als Reitz-Vertreter rücken könnte.
Das hätte zur Folge, dass Kevin Stöger auf der Zehn seine klassische Rolle ausübt, Mohya über links und Frank Honorat über rechts hinter Spitze Haris Tabaković beginnen könnten, doch müsste Polanski defensiv auf eine Viererkette umstellen. Möglich ist deshalb auch, dass der Trainer die 3-5-2 Grundformation beibehält, Castrop die Reitz-Position auf der Acht einnimmt und Scally rechts außen zurück in die Startelf rückt – dann würde ein Mohya-Einsatz zu Lasten Stögers gehen.
Bolin ein heißer Startelf-Kandidat
Etwas wahrscheinlicher ist jedoch, dass Neuzugang Hugo Bolin erstmals von Beginn an spielt, in Frankfurt hat er aufblitzen lassen, dass er der Gladbacher Offensive guttun kann. Auch das ließe die Möglichkeit zweier Grundformationen. Möchte Polanski Bolins Tempo ausspielen, wäre ein 4-2-3-1, in dem der Schwede im linken Mittelfeld spielt, wohl die naheliegendste Option.
In der Innenverteidigung dürften Nico Elvedi und Kevin Diks, der nach Gelbsperre zurückkehrt, gesetzt sein. Bei einer Viererkette liegt nahe, dass Joe Scally rechts und Lukas Ullrich links verteidigt. Möglich ist auch ein Einsatz von Kota Takai, der sich bis auf seinen Patzer, der zum dritten Gegentor in Frankfurt führte, bislang gut präsentiert hat seit seinem Wechsel. Dabei könnte der Japaner innen spielen, sodass Diks auf die linke oder rechte Seite ausweichen würde, wofür Scally oder Ullrich auf der Bank Platz nehmen müssten.
Defensiv hat Polanski einige Optionen, Philipp Sander beispielsweise könnte ebenfalls in der Verteidigung oder auf der Sechs beginnen, wofür Castrop nach außen rücken könnte. Startelf-Einsätze von Shuto Machino oder Florian Neuhaus in der Offensive wären hingegen eine zumindest kleine Überraschung.


