Polanski fordert »gute Haltung und gute Leistung« 

Nico Elvedi führt Borussia wieder als Kapitän auf den Platz. Foto: Dirk Päffgen

Der Abstiegskampf in der Bundesliga könnte spannender kaum sein. Borussia ist mittendrin im Geschehen und fast schon zum Siegen verdammt. Daher muss im Spiel gegen den direkten Konkurrenten St. Pauli ein Erfolg her. Wie das umgesetzt werden soll, verriet Eugen Polanski auf der Pressekonferenz. 

Formstarker Gegner 

Nur einen mageren Punkt trennen Borussia Mönchengladbach und den FC St. Pauli vor dem 26. Spieltag. Die Hamburger rangieren auf dem 16. Platz, die Fohlen hingegen sind Zwölfter. Bei dieser Konstellation heißt die Devise ‚verlieren verboten‘, da auch die anderen Klubs in der Vergangenheit eifrig punkteten. In den vergangenen fünf Spielen sammelten jedoch nur die Bayern und Leipzig mehr Punkte als St. Pauli, die mit einer starken Form in den Borussia-Park kommen. 

Beide Vereine standen sich in dieser Saison schon zweimal gegenüber, jeder von ihnen durfte einen Sieg feiern. Es wird also kein Selbstläufer für Borussia. »Die Bedeutung der Partie ist klar. Nichtsdestotrotz gehen wir klar und „normal“ mit der Situation um. Wir verspüren eine positive Anspannung und sind gewappnet für das Spiel«, meinte Polanski. Borussias Trainer braucht vor allem in der Offensive kreative Lösungen – in den letzten Spielen nicht gerade die Paradedisziplin der Fohlen. Auf der anderen Seite weiß der Kiezklub nämlich genau, wie man Tore verhindert: Seit 208 Minuten ist die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin ohne Gegentreffer; Bestwert in der Liga. 

Schröder: »Herz auf dem Platz lassen«

»Selbstverständlich haben wir uns die Spiele in der Analyse nochmal intensiv angeschaut. Die beiden Begegnungen hatten ja durchaus unterschiedliche Charaktere. Unabhängig davon ist es aber grundsätzlich unser Ziel, mit einer Top-Stimmung im Rücken, wie im vergangenen Heimspiel gegen Union Berlin, eine gute Haltung und gute Leistung auf den Platz zu bringen«, beurteile Polanski die beiden Duelle gegen St. Pauli. Rouven Schröder »freut sich auf die Begegnung und möchte gemeinsam mit den Fans in das Spiel gegen, das Herz auf dem Platz lassen und zeigen, was in uns steckt.«

Die jüngste Niederlage bei den Bayern brachte die Mannschaft laut Polanski nicht aus dem Konzept. »Ich spüre, dass wir eine geschlossene Einheit sind. Das zeigt sich nicht nur in den guten Trainingsleistungen, sondern auch im zwischenmenschlichen Bereich. Die letzten Heimspiele haben zudem bereits gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.«

Verzichten müssen die Fohlen auf ihren Kapitän, denn Rocco Reitz handelte sich in München eine Rote Karte ein und fehlt für ein Spiel. Für ihn könnte Rückkehrer Yannik Engelhardt ein Kandidat für die Startelf sein. »Logischerweise ist es nie schön, wenn man auf einen Spieler gesperrt verzichten muss. Gleichzeitig haben wir mehrere verschiedene Startelfoptionen im Kopf und mit jeder dieser Optionen würde ich positiv gestimmt ins Rennen gehen. Schließlich verfügen alle Jungs, die in Frage kommen, über eine hohe Qualität«, sagte Polanski zum Fehlen von Reitz. 

Kleiner Hoffnungsschimmer bei Ngoumou 

Ansonsten gibt es an der Verletzungsfront nichts Neues. Lediglich Nathan Ngoumou schrieb in den letzten Tagen positive Schlagzeilen. Der Franzose absolvierte erstmals nach rund elf Monaten wieder vereinzelt Teile des Mannschaftstrainings. Laut Polanski ist er »noch sehr weit weg vom Bundesligakader. Dennoch ist es für ihn und uns erfreulich, dass er wieder gemeinsam mit der Mannschaft trainieren kann.« Weiterhin fallen die Langzeitverletzten Robin Hack und Tim Kleindienst sowie Kota Takai aus.