Enttäuschte Borussen nach dem mageren Unentschieden gegen Heidenheim. Foto: Dirk Päffgen
Borussia verpasste gegen Heidenheim die große Chance, sich aus dem gröbsten Abstiegskampf zu verabschieden. Das magere 2:2 war nicht genug, denn die Fohlen ließen sich gegen den Tabellenletzten die Butter vom Brot nehmen. Wie die Verantwortlichen den Punktgewinn einordneten.
Es hätte ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt für Borussia Mönchengladbach werden können. Doch daraus wurde nichts, weil die Fohlen gegen den FC Heidenheim das Spiel völlig aus der Hand gaben. Folgerichtig bezeichnete Jens Castrop den mageren Auftritt als »Rückschlag«, da sich die Borussen »das Spiel anders vorgestellt haben«.
Gegentreffer mit Wirkung
Dabei begann die Partie laut Borussias Trainer Eugen Polanski gut, denn seine Mannschaft ging in Führung. »Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben dann auch folgerichtig das 1:0 erzielt.« Vom 1:1 der Gäste erholte sich die Fohlenelf aber so schnell nicht mehr. »Der Gegentreffer hat dann leider bis in die zweite Halbzeit hinein Wirkung gezeigt. Die letzte Konsequenz ist uns in dieser Phase abhanden gekommen«, sagte Polanski.
Etwas deutlicher wählte Haris Tabaković seine Worte. »Der Punkt ist unter dem Strich zu wenig. Wir wollten unbedingt einen Sieg holen. In der ersten Halbzeit konnten wir froh sein, dass wir nicht in Rückstand geraten sind«, meinte der Stürmer.
Castrop mit ehrlichen Worten
In die gleiche Kerbe schlug auch Castrop. Der Doppelpacker aus dem Derby zählte die Mängel auf. »Wir waren nicht aufmerksam genug und haben viele unnötige Fehler gemacht. Vor allem gegen Ende der ersten Halbzeit hatten wir einige Patzer drin und haben da bereits gewackelt. Für die zweite Halbzeit hatten wir uns viel vorgenommen, doch das ist uns nicht gelungen, weil wir uns nicht gefangen haben und weiterhin zu viele Fehler gemacht haben. Wir hätten einen kühlen Kopf bewahren müssen, aber irgendwie wurde es nicht besser.«
In der Schlussphase versuchten die Fohlen nochmal ihr Glück, konnten das Spiel aber nicht mehr auf ihre Seite ziehen. »In den letzten 15 bis 20 Minuten haben wir noch einmal ein Powerplay gestartet und hatten nach dem Ausgleich auch noch zwei, drei Chancen zum Siegtreffer, aber wenn man die ersten 70 Minuten bewertet, war es insgesamt zu wenig von uns«, resümierte Tabaković.
Polanski versuchte, noch das Positive zu sehen. »Nach dem Rückstand haben wir es durch einen Systemwechsel und einige Wechsel geschafft, dass Spiel wieder mehr in unsere Richtung zu drehen. Durch den Ausgleich sind wir auch wieder mutiger aufgetreten.« Der 40-Jährige bewertete das Unentschieden letztlich als »folgerichtig«.
