Borussia hat im Abstiegskampf »alles in der eigenen Hand«

Voller Fokus auf den Klassenerhalt. Foto: Dirk Päffgen

Mit dem Auswärtsspiel in Leipzig steht Borussia eine mehr als knifflige Aufgabe bevor. Der Abstiegskampf ist nach wie vor omnipräsent, und die Fohlen brauchen dringend Punkte. Wie Eugen Polanski das angehen möchte, verriet er vor der Partie. Positive Nachrichten gibt es derweil von den Verletzten. 

Das magere 2:2 gegen den FC Heidenheim nannte Polanski, Trainer von Borussia Mönchengladbach, einen Rückschlag. Dadurch spitzte sich die Lage im Tabellenkeller weiter zu, denn die Fohlenelf verpasste eine große Chance, sich aus dem Gröbsten zu verabschieden. Stattdessen stecken sie nun wieder mittendrin. »Die Saison ist nicht leicht für uns, und wir haben nicht die ideale Ausgangslage, dennoch müssen wir sachlich bleiben, die Saison positiv zu Ende bringen und die Entwicklung der Mannschaft weiter vorantreiben. Aus dieser Saison wollen wir lernen, um es in der nächsten Saison besser zu machen«, sagte Polanski. 

Für Rouven Schröder hat sich nach dem Spiel gegen Heidenheim »nicht viel verändert. Wir haben alles in der eigenen Hand und wissen, dass wir bis zum Ende strampeln müssen. Es ist wichtig, Ruhe zu bewahren, die Dinge intern kritisch zu reflektieren und gleichzeitig Vertrauen in die Mannschaft zu haben.« Borussias Sportdirektor fordert, die Ruhe zu bewahren, und weiß, dass »Positivität gerade jetzt ein wichtiger Faktor ist«.

Gelingt der erste Erfolg in Leipzig?

Nun soll es ausgerechnet am Samstag den ersten Auswärtssieg in Leipzig geben; beim Brauseklub konnten die Fohlen bis dato nämlich noch nie gewinnen. »RB Leipzig ist eine sehr starke Mannschaft, die mit viel Intensität spielt, starke Eins-gegen-Eins-Spieler hat, mit Tempo sowie Zug zum Tor und mehreren Zielspielern. Sie entwickeln offensiv extrem viel Wucht und schießen relativ viele Tore. Sie haben von den letzten fünf Spielen vier gewonnen. Das heißt, sie sind in einem sehr guten Zustand. Wir müssen das Tempo mitgehen, wenn sie Gas geben, und selbst versuchen, das Spiel zu kontrollieren, wenn wir die Chance dazu haben«, beschreibt Polanski den kommenden Gegner. 

Dabei spielt der Wechsel von Rocco Reitz zu den Leipzigern laut Polanski aktuell noch keine Rolle. »Rocco wird bis zum Schluss alles für uns geben. Er ist ein Gladbacher Junge, seine Gedanken sind aktuell in der Gegenwart bei Borussia, nicht bei der Zukunft in Leipzig. Sein Fokus liegt jetzt nur darauf, mit uns erfolgreich zu sein. Ich bin sicher, dass er sich ordentlich verabschieden möchte und auch am Samstag bei seinem neuen Verein zeigen will, was er kann.«

Positive Signale von den Verletzten 

Zeigen, was sie können, wollen auch die aktuell verletzten bzw. angeschlagenen Spieler. Doch in diesen Tagen füllt sich der Trainingsplatz immer mehr, denn zahlreiche Akteure kehren ins Mannschaftstraining zurück – mit Ausnahme von Tim Kleindienst, der weiterhin nur individuell trainiert. »Der Trainingsplatz ist aktuell richtig voll. Bis auf Tim Kleindienst, der weiter individuell trainiert, sind alle auf dem Feld. Nathan Ngoumou, Robin Hack und Kota Takai machen allesamt einen guten Eindruck. Kota hat nicht allzu lange gefehlt und ist wieder voll einsatzfähig. Bei Nathan und Hacki müssen wir sorgfältig abwägen, wann wir sie einbinden, da sie aus einer längeren Verletzungsphase zurückkommen«, erklärte Polanski.