Jonas Omlin verlässt die Fohlen und mehrt zurück zum FC Basel. Foto: Dirk Päffgen
Borussia Mönchengladbach hat den nächsten Abgang des Sommers zu vermelden. So schließt sich Borussias Ex-Kapitän Jonas Omlin zu neuen Saison dem FC Basel an. Dabei ist der Wechsel für alle Beteiligten ein Gewinn. Die Details.
Es geisterte bereits seit Wochen durch die Gerüchteküche, nun ist es fix. Jonas Omlin , zuletzt an Bayer Leverkusen verliehen, verlässt die Borussen nach dreieinhalb Jahren. Den Schweizer zieht es ihn wieder zum FC Basel, also zu dem Klub, bei dem er bereits zwischen 2018 und 2020 spielte. Über die Ablösemodalitäten wurde nichts bekannt. Bei den Rot-Blauen erhält der 32-Jährige einen Vertrag bis Sommer 2029 und wird Ex-BVB-Keeper Marwin Hitz, der seine Karriere beendet hat, als neue Nummer eins beerben.
»Jonas Zeit bei Borussia war leider geprägt von vielen Verletzungen. Die Tatsache, dass er trotzdem zwischenzeitlich Kapitän von Borussia war, beweist seinen guten Charakter und seinen Einsatz für unseren Klub. Wir wünschen ihm von ganzem Herzen, dass er in Basel auch wieder zeigen kann, was er sportlich zu leisten im Stande ist«, so Borussias Head of Sports Rouven Schröder.
Gladbach-Zeit von Pech geprägt
Eine Perspektive bei Borussia hatte Omlin nicht mehr. Der Schweizer zählte zu den Top-Verdienern, doch hat Moritz Nicolas den Status als Nummer eins bei Gladbach in fester Hand. Das war 2023 noch anders, als Omlin im Winter als Nachfolger von Yann Sommer an den linken Niederrhein gewechselt war. Schnell entwickelte er sich zum Führungsspieler, erhielt unter Gerardo Seoane sogar die Kapitänsbinde.
Doch Verletzungen bremsten den Schweizer immer wieder aus. So behauptete sich Nicolas als Nummer eins, auch weil Omlin bei seiner Rückkehr ins Tor einen schwierigen Start erlebte. Am Ende stehen lediglich 36 Pflichtspiel-Einsätze in dreieinhalb Gladbach-Jahren auf Omlins Arbeitszeugnis. Das vergangene Halbjahr in Leverkusen erlebte der Torhüter ausschließlich von der Bank, zum Schluss stand er zumeist nichtmal mehr im Kader.
Wechsel für alle ein Gewinn
Auch deshalb ist der Wechsel für alle Beteiligten notwendig. Omlin wird es guttun, endlich wieder als Nummer eins gebraucht zu werden. Zwar verlieren die Borussen wohl einen deutliche Anteil der gezahlten neun Millionen Euro Ablöse, können aber dafür ihre Personalkosten weiter reduzieren. Laut Sky sparen die Borussen rund 2 Millionen Euro brutto an Gehaltskosten. In Daniel Batz wurde bereits ein erfahrener Ersatzkeeper als Nachfolger verpflichtet.
»Es waren intensive und prägende drei Jahre bei Borussia für mich«, sagt Omlin. »Die Erfahrungen und Momente die ich mit meinen Mitspielern, dem Staff, den tollen Fans und allen im Verein erleben durfte, werde ich in dankbarer Erinnerung behalten, auch wenn es sportlich insgesamt zu selten lief, wie erhofft. Ich wünsche allen Borussen für die Zukunft nur das Beste!« Den Spieß kann und darf man dann gerne rumdrehen: Die Borussen wünschen dir für Zukunft ebenso nur das Beste, Jonas!

