Hugo Bolin traf doppelt beim 6:0-Sieg der Fohlen in Wuppertal. Foto: Dirk Päffgen
Borussia Mönchengladbach ist erfolgreich in die Testspiel-Serie der Sommervorbereitung gestartet. Am Samstag gewannen die Borussen im ersten Testspiel bei Regionalliga-Absteiger Wuppertaler SV mit 6:0. Bei der Premiere von fünf Neuzugängen erzielten Hugo Bolin und Frank Honorat jeweils per Doppelpack, Robin Hack und Iaia Danfa die Tore für die Fohlenelf, die sich spielfreudig zeigte. Einziger Wermutstropfen war die frühe Auswechslung von Lukas Ullrich.
Nach intensiven und schweißtreibenden sechs Trainingstagen – nicht nur aufgrund der sommerlichen Temperaturen – stand für die Borussen die erste Leistungsüberprüfung in Form eines Testspiels auf dem Programm. Es ging zum Wuppertaler SV. Der Klub aus der Zoo-Stadt spielte in der abgelaufenen Spielzeit noch in der Regionalliga West, stieg aus dieser allerdings ab.
Borussias Trainer Eugen Polanski musste in Wuppertal auf die WM-Fahrer Nico Elvedi, Joe Scally, Rio Reyna, Shuto Machino und Jens Castrop verzichten, die sich alle noch im Urlaub befinden. Zu früh kam der Test noch für Kapitän Tim Kleindienstund Neuzugang Zento Uno. Stattdessen durften in Fritz Fleck, Mathieu Nguefack, Niko Horvat, Iaia Danfa, Edin Biber und Lion Schweers gleich sechs Nachwuchsakteure ihre Visitenkarte abgeben.
Im ersten Test bot der 40-Jährige im 3-4-3-System zunächst folgende Fohlenelf auf: Vor Torhüter Moritz Nicolas bildeten Fabio Chiarodia, Kevin Diks und Lukas Ullrich die Dreierabwehrkette während Kevin Stöger und Enzo Leopold als Doppel-6 aufliefen. Auf den Außen spielten Nathan Ngoumou (rechts) und Fritz Fleck (links). Die Offensive bildete Wael Mohya, Hugo Bolin und Isac Lidberg.
Borussia direkt dominant, Ullrich muss früh runter
Die Borussen nahmen direkt das Heft in die Hand und suchte die Offensive. Dabei ergab sich direkt eine Möglichkeit. Ngoumou zog nach einem Doppelpass mit Stöger aus der Distanz ab, WSV-Keeper Adamidis hatte allerdings keine Probleme (4.). Kurze Zeit später war der Arbeitstag für Ullrich schon wieder vorbei. Nach einem Kopfballduell fiel der 22-Jährige unglücklich auf den Rücken und Hinterkopf und musste gestützt vom Feld gebracht werden, Biber kam aufs Feld (6.).
Bolin mit dem Doppelpack
Zwei Minuten später lagen die Fohlen dann in Führung. Mohya ließ Nishimura an der Außenlinie stehen und spiele flach in die Mitte, wo Bolin goldrichtig stand und zum 1:0 einschob (8.). Wiederum zwei Minuten später hätte Mohya nach Zuspiel von Lidberg beinah selbst getroffen, aber Adamidis war auf dem Posten (10.).
Die Borussen blieben dran und setzten den WSV weiter unter Druck. Nach einer Viertelstunde sorgte Bolin mit seinem zweiten Treffer dann für das 2:0. Und abermals war der quirlige Mohya mit beteiligt. Am Ende bekam Bolin die Kugel, umkurvte seinen Gegenspieler und schob locker zum 2:0 ein (15.).
Fohlenelf dominant und seriös
Kurze Zeit später ein schöner Spielzug zwischen Lidberg und Fleck, nach dessen Ende der Youngster die Kugel aus wenigen Metern über den Querbalken schoss (18.). Vier Minuten später meldete sich dann auch der Gastgeber erstmals offensiv zu Wort. Ayinla brachte eine Flanke scharf ins Zentrum, wo Albayraka zwar per Kopf an den Ball kam, aber klar vorbeiköpfte (22.).
In der Folgezeit beruhigte sich das Spielgeschehen etwas. Die Borussen schalteten einen Gang zurück, blieben aber das spielbestimmende Team, das die Sache seriös anging und keinen Schlendrian zuließ. Nach etwa mehr als einer halben Stunde dann mal wieder eine Möglichkeit. Nach einem Freistoß schaltete Stöger schnell und spielte flach auf Chiarodia, der die Kugel knapp am Tor vorbeichippte (34.).
Kurz vor der Pause gab es dann nochmal zwei gute Möglichkeiten auf beiden Seiten. Erst setzte Goles die Kugel nach einem schönen Solo knapp über die Latte (42.), ehe Adamidis mit einer starken Parade gegen Fleck zur Stelle war (43.). So ging es mit einer 2:0-Führung in die Kabinen. Die Borussen legten gut los und ließen dem WSV keine Luft zum Atmen. Das 2:0 nach einer Viertelstunde die logische Konsequenz. Danach kam der zukünftige Oberligst aber besser in die Partie und wurde mutiger.
Zum zweiten Durchgang wechselte Polanski Komplet durch. Unter anderem durften nun auch die Neuzugänge Daniel Batz, Daniel Herold, Jan Leszczynski und Juchym Konoplja ihre Premiere im Borussen-Dress feiern. Die neuformierten Borussen versuchten wie zu Beginn der ersten Hälfte, dominant aufzutreten, sich zügig nach vorne zu kombinieren, um dann den Abschluss zu suchen. Danfa versuchte es dann mal aus spitzem Winkel, Adamidis war zur Stelle (56.).
Honorat und Hack erhöhen für die Fohlen
Dann gab es gleich zwei sehr gute Möglichkeiten für die Fohlen. Neuhaus kam an die Kugel und lief alleine auf Adamidis zu, der stark die Oberhand behielt (57.). Die Minuten später erneut Neuhaus, der es schafften, die Kugel aus vier Metern über das Tor zu schießen (60.). Kurze zeit später machte es dann Honorat besser. Nach tollem Pass von Sander durch die WSV-Kette zögerte der Franzose vor dem Tor nicht lange und traf zum 3:0 (61.).
Dann durfte sich Hack in die Torschützenliste eintragen. Danfa wurde im Strafraum von Ayinla zu Fall gebracht – Elfmeter. Hack blieb cool und versenkte die Kugel im linken unteren Eck zum 4:0 (65.).
Honorat schnürt den Doppelpack, Danfa macht das halbe Dutzend voll
Und die Borussen blieben im wahrsten Sinne am Ball und schnürten den WSV weiter ein. So wie in Minute 68. Neuhaus ließ die Kugel durch, Honorat stand sieben Meter vor einem erneut recht leeren Tor, doch die Kugel landete im Auffangnetz (68.). In der 76. Minute konnten die Gastgeber dem Dauer-Druck dann nicht mehr stand halten. Nach einer Flanke von links konnte Honorat das Leder vollkommen ungestört annehmen und schob links zum 5:0 ein.
Sieben Minuten vor Schluss machte der auffällige Danfa das halbe Dutzend voll. Honorat setzte sich auf der rechte nieste durch und setzte Danfa in Szene. Der 19-Jährige setzte im Zentrum zur Grätsche an und traf zum 6:0 (83.). Kurz vor Schluss hatte der Youngster erneut eine Möglichkeit, setzte seinen Kopfball aber über das Tor (88.).
So lieb es am Ende beim hochverdienten 6:0-Sieg für die Fohlenelf, die trotz der intensiven Trainingseinheiten nichts schleifen ließ, Engagement, sich spielfreudig und gute Spielzüge zeigte. Der WSV zeigte sich tapfer, hatte aber unter dem Strich keine Chance. Auffällig zeigte sich vor allem Danfa und auch Neuhaus scheint sich empfehlen zu wollen… Bleibt derweil zu hoffen, dass Ullrich die womöglich erlittene Gehirnerschütterung schnell „abschüttelt“.
Die Kurzstatistik zum Spiel:
Wuppertaler SV: Adamidis – Ayinla, Bielitza (46. Kacmaz), Westenberger, Korzynietz – Fili (46. Fröhlich) – Nishimura (29. Sausmikat), Goles (60. Federico), Saric (46. Lajqi,, Amyn (46. Igbinadolor) – Albayrak
Weiter im Kader: Everts (ETW), Biancardi, Federico, Bozouris
Borussia Mönchengladbach: Nicolas (46. Batz) – Chiarodia (46. Leszczynski), Diks (46. Neuhaus), Ullrich (6. Biber, 46. Hack) – Ngoumou (46. Konoplia), Stöger (46. Sander), Leopold (46. Herold), Fleck (46. Danfa) – Mohya (46. Nguefack), Bolin (46. Schweers) – Lidberg (46. Honorat)
Tore: 0:1 Bolin (8.), 0:2 Bolin (15.), 0:3 Honorat (61.), 0:4 Hack (65., Foulelfmeter), 0:5 Honorat (76.), 0:6 Danfa (83.).
Gelbe Karten: Keine
Bes. Vorkommnisse: Keine
Schiedsrichter: Dr. Robin Braun (Wuppertal)
Zuschauer: 4.600 (Stadion am Zoo)

