Alexander Blessin umarmt den Torschützen und ‚Man of the Match‘ Wael Mohya. Archivfoto: Dirk Päffgen
Beim Sieg gegen den VfB Stuttgart zeigte Borussia Mönchengladbach wieder das Gesicht, das die Mannschaft bis dahin hatte vermissen lassen. Wieso die Borussen sich den Sieg auch statistisch gesehen verdient hatten: Unsere VollGAS-Analyse, präsentiert von unserem Partner, der Kessels GmbH – Schweißen & Gase aus Mönchengladbach.
Damit hatte wohl keiner gerechnet: Nach sechs Niederlagen zum Saisonstart gelingt Borussia Mönchengladbach beim Championsleague-Teilnehmer VfB Stuttgart der erste Saisonsieg. Beim 3:2 zeigten die Borussen endlich jene Mentalität, die in den vergangenen Wochen so oft vermisst wurde.
Dabei begann die Partie so, wie es der eine oder andere hatte kommen sehen. Nach dem frühen Rückstand durch Ermedin Demirović ließ sich Gladbach diesmal jedoch nicht verunsichern und kam nach knapp 20 Minuten zurück ins Spiel. Joe Scally sorgte noch vor der Pause für den Ausgleich, ehe Shuto Machino und Wael Mohya die Partie nach der Pause drehten – ein VollGAS-Comeback, das den Borussen so nicht zwingend zuzutrauen war.
Gladbachs Chancen hatten Qualität
Vor allem die Reaktion auf den Rückstand macht dabei Hoffnung auf die kommenden Wochen. Nach dem 2:1 verfiel die Mannschaft nicht wieder in alte Muster, sondern blieb aktiv und belohnte sich. Und das, obwohl die Borussen gerade einmal 35 Prozent Ballbesitz hatten und weniger Zweikämpfe gewannen als die Stuttgarter (68 zu 90). Dennoch schoss die Mannschaft von Alexander Blessin sechsmal auf das Tor der Gastgeber – einmal mehr als der VfB andersrum.
Dabei kommt Gladbach auf einen xGoals-Wert von 2,24, fast doppelt so viel wie Stuttgart mit 1,15. Die Qualität der Chancen, die sich vor allem Mohya und sein Pendant Hugo Bolin auf der anderen Seite erspielten, war dementsprechend hoch. Man denke an Mohyas Lattentreffer aus der Nachspielzeit der ersten Hälfte.
Eine Lehre für die Zukunft?
Und selbst nach Demirovićs Treffer zum 2:3 brachten die Borussen den Vorsprung letztlich über die Zeit. Auch das kann für die Mannschaft nach einem solchen Saisonstart eine wichtige Lehre sein: Ein Spiel nicht nur zu drehen, sondern anschließend auch über die Ziellinie zu bringen.
Der Sieg ist also hoffentlich mehr als nur eine Momentaufnahme. Er beendet eine lange Niederlagenserie und könnte der Mannschaft das dringend benötigte Selbstvertrauen geben. Natürlich sind damit nicht plötzlich alle Probleme verschwunden. Die Defensive bleibt anfällig und auch in Stuttgart zeigte sich, dass Gladbach noch nicht die nötige Konstanz besitzt, die es im Kampf gegen den Abstieg benötigt.
Sieg am Dienstag ist Pflichtaufgabe
Die wird am Dienstagabend im Pokalspiel gegen den Karlsruher SC aber von Nöten sein. Trotz des nach wie vor schlechten Saisonstarts, bei dem nun hoffentlich die Wende eingeleitet wurde, ist der Sieg gegen den KSC Pflicht. Schließlich verloren die Karlsruher am Wochenende mit 1:6 beim FC Magdeburg und kommen nicht mit Selbstvertrauen an den Borussia-Park.


