ManCity im Kopf, Eintracht Frankfurt vor Augen. Borussia muss am Dienstagabend wieder in der Liga ran. Foto: Dirk Päffgen

Borussia trifft im Achtelfinale der Champions League auf Manchester City. Wieder einmal die ‚Citizens‘, denn die Fohlen hatten die Mannschaft von Pep Guardiola bereits zwei Mal in einer Königsklassen-Gruppe. Trotz all der Freude über das Los muss der Fokus aber nun wieder auf das Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt gelegt werden. 

City ungeschlagen in die K.o.-Runde 

Die Reise für Borussia Mönchengladbach in der Königsklasse geht also wie von Max Eberl erhoff auf die Insel. Allerdings nicht zum FC Liverpool, sondern zu Manchester City. »Es ist ein super spannendes Los«, findet Borussias Sportdirektor trotzdem. City hat sich in der Gruppenphase souverän mit 16 Punkten als ungeschlagener Gruppenerster durchgesetzt und ist für die Fohlenelf ein echtes ‚Brett‘. 

Dennoch haben die Borussen in der Gruppe B gezeigt, dass sie auch mit großen Namen mithalten können. »In unserer komplizierten Gruppe sind wir verdient weitergekommen. Dementsprechend denke ich auch, dass Manchester City nicht „Hurra“ schreit, sondern weiß, dass es in der Vergangenheit schwierig war, gegen uns zu spielen«, spricht Eberl die vorherigen Partien an. Das Hinspiel findet am 24. Februar um 21.00 Uhr im Borussia-Park statt, das Rückspiel in Manchester wird am 16. März ebenfalls um 21.00 Uhr angepfiffen.

Immer wieder ManCity

In den letzten zwei Gruppenphasen in der Champions League, außer in dieser Saison, waren die ‚Citizens‘ immer ein Gegner der Fohlen. Auch wenn die Borussen phasenweise durchaus mithalten konnten, die Bilanz ist ausbaufähig: In sechs Spielen gab es lediglich einen Sieg, dafür aber drei Niederlagen und zwei Remis. »Als Verein sind wir nun aber auch weiter als damals. Im Februar und März, wenn diese K.-o.-Spiele stattfinden, wollen wir dann mit hoffentlich etwas mehr Kraft und Vertrauen als zuletzt in Madrid versuchen, Manchester City zu schlagen«, geben sich die Fohlen in Person von Max Eberl durchaus selbstbewusst. 

Auch Marco Rose freut sich auf die »unglaublich große Herausforderung«, weiß aber gleichzeitig auch, welch enorme Qualität auf seine Mannschaft zukommt. »Wenn man von Manchester City und dem Trainer Pep Guardiola redet, weiß man natürlich, was auf einen zukommt. Da kann man eine klare Handschrift im Spiel erkennen. Zudem hat es eine große individuelle Qualität. City hat viele Spieler in seinen Reihen, die solche Spiele bereits gespielt haben«, spricht Rose die Erfahrung von ManCity an. 

Trotz all der Erfahrung und individuellen Klasse wissen die Borussen aber auch, dass an einem guten Tag sehr vieles möglich ist, das hat die Gruppenphase der aktuellen Champions League-Saison gezeigt. »Wenn wir einen sehr guten Tag erwischen, ist vieles möglich und wir können viele Mannschaften schlagen. Das haben wir schon gezeigt. Es gilt darauf hinzuarbeiten, dass wir an diesen Tagen zweimal punktgenau da sind und alles raushauen, was geht«, meint der aktuell verletzte Jonas Hofmann zum Los. 

Fokus muss auf das Spiel in Frankfurt gerichtet werden 

Und genau auf den Punkt da sein müssen die Fohlen auch schon wieder am Dienstagabend in der Bundesliga. Mit Eintracht Frankfurt wartet nur drei Tage nach dem Remis gegen Hertha BSC die nächste, knifflige Aufgabe auf die Mönchengladbacher. Vor allem geht es darum, das 1:1 gegen die ‚alte Dame‘ schnell aus den Köpfen zu bekommen und wieder mutiger nach vorne zu spielen. 

Gegen Hertha gelang das eben nur in wenigen Abschnitten, besonders in Halbzeit eins ging in Borussias Offensive nicht viel. Sicherlich eine Tatsache, die auch der großen Rotation (sechs Änderungen) geschuldet ist. Marco Rose wird auch bei der Eintracht wieder personelle Änderungen vornehmen, das fordert der straffe Terminkalender. Denn bis zur kleinen Winterpause nach dem Pokalspiel (22.12.), muss die Fohlenelf noch drei Spiele absolvieren. 

Da kommt es vielleicht gerade Recht, dass Frankfurt seit acht Bundesligaspielen auf einen Sieg wartet (6 Remis, 2 Niederlagen). Allerdings hat Borussia jetzt schon mit fünf Unentschieden nach elf Spieltagen die Marke aus der Vorsaison geknackt und muss um den Anschluss an die Champions League-Plätze nicht zu verlieren nochmal dringend einen ‚Dreier‘ einfahren. Das letzte Duell bei den Rheinhessen ist jedenfalls noch in guter Erinnerung. 

Das letzte Spiel in Frankfurt war nämlich nach der zweimonatigen Corona-Pause, welches die Fohlen mit 3:1 für sich entscheiden konnte. Generell fühlt sich die Mannschaft von Marco Rose bei der SGE wohl: In den letzten sechs Liga-Spielen bei der Eintracht gab es nur eine Niederlage, dafür zwei Siege und drei Unentschieden. Gute Vorzeichen also, um den Start in die letzte Spielwoche des Jahres gut hinzubekommen…