André Hahn verlässt Borussia Mönchengladbach. Der 26-Jährige wechselt vom linken Niederrhein an die Elbe zum Hamburger SV. Bei den ‚Rothosen’ erhält der Offensivmann vorbehaltlich des noch durchzuführenden Medizinchecks einen bis Sommer 2021 gültigen Vierjahresvertrag. Die Ablösesumme soll zwischen fünf und sechs Millionen Euro betragen.

Eine faustdicke Überraschung ist es nicht, dass André Hahn die Borussen nach drei Jahren wieder verlässt. Schließlich galt der Offensivmann als einer der Kandidaten, denen man im Bezug auf einen Wechsel wohl keine Steine in den Weg legen würde. Zumal der noch bis Sommer 2018 laufende Kontrakt beim VfL anders wie in den Fällen von Yann Sommer, Tony Jantschke, Fabian Johnson und Ibrahima Traoré nicht bereits frühzeitig in diesem Sommer verlängert wurde.

In den letzten Wochen wurde der Offensivmann mit zahlreichen Klubs – vornehmlich aus der Bundesliga –  in Verbindung gebracht, nun macht also der Hamburger SV das Rennen und holt seinen verlorenen Sohn zurück an die Elbe.

»André ist ein schneller und beweglicher Stürmer, der uns aufgrund seiner Flexibilität noch mehr Alternativen in der Offensive eröffnet. Hinzu kommen seine hervorragende Mentalität und sein absoluter Siegeswille«, kommentiert HSV-Sportchef Jens Todt die Verpflichtung des Offensivmanns. »Wir freuen uns sehr, dass sich Andre für den HSV entschieden hat und wir mit ihm einen erfahrenen Bundesliga-Spieler für uns gewinnen konnten«. 

Bereits von Sommer 2008 bis Sommer 2010 schnürte der bereits seine Schuhe für den HSV und absolvierte in dieser Zeit zwei Spiele für die U19 und 38 für die zweite Mannschaft. Doch so richtig durchsetzten konnte sich Hahn bei den Rothosen zunächst nicht, weshalb er dann zum FC Oberneuland wechselte. Und als der Traum vom Fußballprofi auf hohem Niveau beendet zu sein schien, drückte Hahn aufs Gaspedal und ging auf die Überholspur. Der FC Augsburg holte ihn 2013 aus Offenbach für 250.000 Euro, um ihn dann bereits ein Jahr später wieder zu verkaufen – und zwar für das 10-fache eben zu den Borussen.

Und die 2,5 Millionen Euro, die Max Eberl für den Offensivmann an die Fuggerstädter überweisen hatte, sollten sich gerade im zweiten Jahr buchstäblich bezahlt machen. Da meldete sich Hahn nach seinem am 25. Oktober 2015 im Auswärtsspiel beim FC Schalke zugezogenen Meniskusriss ganz stark zurück. Der 26-Jährige schoss sechs Tore in acht Ligaspielen, war so zum Ende der Saison 2015/2016 stärkster deutscher Angreifer und hatte im Endspurt großen Anteil daran, dass die Fohlenelf die Saison auf Champions League-Qualifikationsplatz vier abschloss.