Rouven Schröder hat in diesen Tagen viel zu telefonieren. Foto: Dirk Päffgen
Auf seiner Aufgabenliste kann Borussias Sportdirektor Rouven Schröder aktuell nur zögerlich die „To-Dos“ abhaken. Was sich bis zum Ende des Transferfensters noch tun könnte: Unser Prüfstand, präsentiert vom Autohaus Waldhausen + Bürkel aus Mönchengladbach.
Bis zum 2. Februar ist das Transferfenster noch geöffnet – doch bis auf den Abgang von Oscar Fraulo zu Derby County läuft das Projekt Kaderausdünnung bei Borussia Mönchengladbach noch schleppend an. Dabei bietet der aktuelle Winter für einige Spieler noch die Chance, sich in Sachen Transfer umzuschauen, ehe ihnen eine Halbserie auf der Bank oder gar Tribüne droht.
Friedrich Abgangskandidat, Stöger nur bedingt
Gerüchte gibt es bereits seit Wochen. Marvin Friedrich, bei der 1:5-Niederlage der Borussen in Hoffenheim nicht mal im Kader, ist dabei der heißeste Abgangskandidat, Interesse an Friedrich soll es aus der Bundesliga geben, Mainz 05 kommt als Abnehmer infrage. Doch wie Borussias Sportchef Rouven Schröder erklärte, müssen auch bei potentiellen Interessenten noch ein paar Dominosteine fallen – es könnte sich bei Friedrich somit noch hinziehen, bis für den Innenverteidiger ein offizielles Angebot am linken Niederrhein eingeht.
Ebenfalls bis zum Ende der aktuellen Transferfensters warten dürfte Kevin Stöger, der mit seinen Einsatzzeiten nicht zufrieden sein kann. Für ihn geht es in der Rückrunde vor allem darum, sich für einen Kaderplatz in Österreichs Nationalmannschaft zu bewerben, um bei der WM im Sommer nicht daheim vor dem Fernseher zu sitzen. Doch wie die letzten beiden Partien bereits gezeigt haben, ist Stöger von einem Stammplatz in Gladbach weit entfernt; gegen Hoffenheim durfte er immerhin ab der 69. Minute für Jens Castrop spielen, der nur einer von Stögers Konkurrenten um die Position im Mittelfeldzentrum ist.
Was geschieht mit Ranos?
Trotz seiner Ansage, sich unter Eugen Polanski durchbeißen zu wollen, zählt somit auch er zu den Wechselkandidaten, ebenso wie sein Teamkollege Grant-Leon Ranos, der in Hoffenheim erneut für 90 Minuten nur auf der Bank saß wie schon am Wochenende zuvor gegen den FC Augsburg. Seine letzte Chance erhielt Ranos vor dem Jahreswechsel in Dortmund. Doch verpasste er in einer entscheidenden Szene das Abspiel – Polanski führte dies im Anschluss an die Partie als Beispiel dafür heran, wieso auch Ranos nur selten Spielzeit erhielt, was sich in Zukunft wohl nicht zum Positiven wenden wird.
Die Frage ist: Welcher Klub, der auch für den 22-jährigen Ranos gleichermaßen attraktiv ist wie für Borussia, könnte sich für einen Transfer oder eine Leihe offen zeigen? Bislang ist es noch ruhig in Bezug auf mögliche Interessenten, wie im Falle von Fabio Chiarodia, der durch die Leihe des Japaners Kota Takai von Tottenham Hotspur in der Rangordnung der Innenverteidiger einen Platz nach unten gerutscht ist. Ob Chiarodia wechseln wird, darf jedoch bezweifelt werden, schließlich sammelte er zuletzt Spielpraxis bei der U23 und musste zuvor eine dreimonatige Verletzungspause überstehen.
Güner zu Galatasaray fix
Sollte es in seinem Fall zu einem Wechsel kommen, wäre das wohl ein Thema für den Sommer. Da Chiarodias Vertrag bereits 2027 ausläuft, muss sich Schröder ohnehin mit dem 20-Jährigen auseinandersetzen – anders als bei U19-Spieler Can Armando Güner, dessen sich Nachwuchskoordinator Mirko Sandmöller annehmen wird. Schließlich soll laut Kicker ein Wechsel Güners zu Galatasaray feststehen, fraglich sei nur noch, ob er bereits im Winter für eine Ablösesumme oder erst nach Ablauf seines Vertrags im Sommer für eine Ausbildungsentschädigung den Verein verlässt – am Montag soll es Gespräche zwischen den Klubs gegeben haben. Feststeht: Für Gladbach wird Güner nicht mehr auflaufen.
Das gilt zumindest bis zum Ende der Winterpause auch für Tomas Cvancara, der den Klub ebenfalls verlassen soll. Doch scheint trotz bereits stattgefundener Gespräche zwischen Cvancara und potentiellen Abnehmern kein Durchbruch erzielt, denn der Stürmer nimmt nach wie vor in Gladbach am Training teil. Und solange Borussia plant, Cvancara abzugeben, muss dieser über Trainingseinheiten seine Spielpraxis erhalten, schließlich dürfte er im Falle eines Pflichtspieleinsatzes für die Fohlen in dieser Saison für keinen weiteren Klub eingesetzt werden. Fakt ist: Der Kader muss ausgedünnt werden – und der Deadline-Day rückt näher.
Auf dem Prüfstand: Das könnte sich in Gladbach tun auf dem Transfermarkt


