Auf dem Prüfstand: Was Frankfurt für Gladbach zur Wundertüte macht

Im Hinspiel gegen die SGE kassierten die Fohlen um Yannik Engelhardt eine 4:6-Pleite. Foto: Dirk Päffgen

Im Hinspiel waren die Kräfteverhältnisse zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach klar verteilt, die Eintracht demonstrierte ihre Stärke beim 4:6-Auswärtssieg im Borussia-Park. Warum das inzwischen anders ist: Unser Prüfstand, präsentiert vom Autohaus Waldhausen + Bürkel aus Mönchengladbach. 

Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach – das ist ein Traditionsduell in der Bundesliga. Als Champions-League-Teilnehmer ging die Eintracht in die Saison, hat sich im Sommer mit Jonathan Burkhardt und Ritsu Doan namhaft verstärkt und auch im Hinspiel gegen die Fohlen im Borussia-Park einen bleibenden Eindruck hinterlassen, als die Adlerträger nach 46 Spielminuten bereits mit 6:0 führten.

Gladbach und Frankfurt mit Trainerwechseln

Zu diesem Zeitpunkt ahnte wohl niemand, dass einige Monate später vor dem nun bevorstehenden Rückspiel am Samstag beide Klubs mehr Gemeinsamkeiten einen als noch in der Hinrunde. Schließlich hat inzwischen auch die Eintracht einen Trainerwechsel vollzogen und Dino Toppmöller Ende Januar entlassen, nachdem es in der Liga immer schlechter lief. Auch in der Champions-League war nach der Qualifikationsphase Schluss für Frankfurt, und genau wie Borussia ist die Eintracht auch im DFB-Pokal nicht mehr vertreten.

Besonders in den letzten Wochen baute sich bei beiden Teams eine Ergebniskrise auf. Von den letzten zehn Spielen verloren sowohl Gladbach als auch Frankfurt fünf Partien, lediglich einen Sieg mehr haben die Borussen, also insgesamt zwei aus den zurückliegenden zehn Partien bei drei Unentschieden, die Eintracht kommt auf vier. Das letzte Remis gelang den Adlerträgern am vergangenen Wochenende gegen Union Berlin, das zugleich die erste Partie unter der Leitung von Frankfurts neuem Trainer Albert Riera war.

SGE wartet wochenlang auf Sieg

Offensiv zu harmlos, dafür aber viel Ballbesitz, mit dem die Eintracht nichts anzufangen wusste – so lautete das Urteil der Frankfurter Rundschau nach dem vergangenen Wochenende. Entsprechend motiviert wird die Mannschaft sein, im Heimspiel gegen Gladbach nach dann neun sieglosen Partien wieder einen Dreier zu holen. Über die gesamte Saison halten sich Frankfurts Heimbilanz und Gladbachs Auswärtsbilanz aber nahezu die Waage: 14 Punkte holte die Eintracht daheim, 12 Zähler nahm Gladbach aus der Ferne mit – eine Prognose für Samstag lässt sich daraus nur schwer ableiten. 

Was für die Eintracht spricht, ist ihre Defensive, die auch gegen Berlin einen guten Job gemacht hat, zudem könnte sich der Trainer-Effekt positiv auswirken. Im Gegenteil könnte Gladbach darauf hoffen, dass die Mannschaft noch Eingewöhnungszeit benötigt, und auf der deutlichen Leistungssteigerung aus der ersten Halbzeit des Spiels gegen Bayer Leverkusen aufbauen. Und eine Rechnung aus dem Hinspiel haben die Borussen ohnehin noch offen.  

Nicht nur deshalb bestehen Chancen für die Fohlenelf auf einen Punktgewinn. Klar ist jedoch: Zum Zeitpunkt ihres ersten Heimspiel unter Riera ist die Eintracht für Eugen Polanski und Co. eine Wundertüte.