Auf dem Prüfstand: Was könnte Blessin gegen Hoffenheim verändern?

Zento Uno links) steht bei Alexander Blessin hoch im Kurs. Foto: Dirk Päffgen

Eine gute erste Hälfte, dann wieder das alte Gesicht: Bei Borussia Mönchengladbach könnte sich nach der Derby-Niederlage wieder etwas tun. Welche Elf Alexander Blessin auf den Platz schickt: Unser Prüfstand, präsentiert vom Autohaus Waldhausen + Bürkel aus Mönchengladbach. 

Allzu viel Auswahl hatte Alexander Blessin bei der 1:2-Niederlage beim FC Köln nicht. Zahlreiche potentielle Stammspieler standen ihm nicht zur Verfügung, zudem hat der Trainer einige personell interessante Entscheidungen getroffen. So durfte Florian Neuhaus von Beginn an spielen, Kevin Stöger hingegen stand nicht einmal im Kader. Daiki Hashioka durfte in der Innenverteidigung ran und zeigte dabei einige Schwächen auf, doch auch der Rest der Mannschaft hatte seinen Anteil an der Niederlage.  

Wer spielt neben Diks und Leszczynski? 

Damit es mit dem ersten Sieg und damit dem ersten Punktgewinn in dieser Saison überhaupt aber gelingt, muss sich schleunigst etwas tun bei den Borussen. War es in der ersten Hälfte ein durchaus guter Auftritt, fiel die Mannschaft im zweiten Durchgang wieder in alte Muster. Das war in erster Linie ein defensives Problem – gerade deshalb könnte sich eben in der Abwehr etwas ändern. Moritz Nicolas ist gesetzt, dasselbe gilt für Kevin Diks, der im 3-4-3 vor ihm ebenfalls sicherer Stammspieler und vermutlich Kapitän ist, da Tim Kleindienst die Einheit am Dienstag bereits beenden musste und erneut mehr als fraglich ist. 

Neben Diks wird es dann spannender. Jan Leszczynski zählte zu den Besseren gegen Köln, auch er dürfte seinen Stammplatz nicht verspielt haben, doch wer bekleidet die linke Innenverteidiger-Position? Gut möglich ist, dass Fabio Chiarodia seine Chance erhält ob der schwachen Leistungen von Hashioka. Chiarodia stand dieses Saison schließlich dreimal ohne Einsatz im Kader, erst gegen Köln durfte er in den letzten zehn Minuten ran. Eine weitere Option wäre, dass Philipp Sander in die Startelf rückt und es dafür auf der Sechs eine Veränderung gibt.

Fans erwartet Uno

Dort könnte dann erneut Florian Neuhaus beginnen, neben ihm ist Zento Uno ein heißer Kandidat für seinen ersten Startelf-Einsatz. Er überzeugte die Fans im Derby. Sollte Chiarodia innen beginnen und Sander im Zentrum, würde Neuhaus wieder auf der Bank Platz nehmen müssen. Stöger hingegen dürfte erneut keine Option sein – Youngster Mathieu Nguefack hat seinen Kaderplatz längst eingenommen. Der linke Flügel scheint ebenfalls klar besetzt, Lukas Ullrich hat nach wie vor die Nase vorn vor David Herold, der sich selbst in der Abwesenheit Ullrichs während der Länderspielpause nicht in Blessins Fokus gespielt hat. 

Auf der rechten Seite dürfte Joe Scally wieder einmal beginnen. Neben seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 hat Scally mit seinen Vorstößen auch einen Teil zur Offensive beigetragen.  Einen Grund, Scally aus der ersten Mannschaft zu nehmen, gibt es demnach nicht. Ausgeschlossen ist dennoch nicht, dass Yukhym Konoplya sich im Training bewiesen hat und seinen ersten Bundesligaeinsatz erhält, vermutlich wird dieser aber von der Bank aus erfolgen. 

Lidberg ersetzt verletzten Kleindienst 

Davor wird es dann ebenfalls interessant. Anstelle des enttäuschenden Robin Hack könnte Wael Mohya im Heimspiel wieder das Vertrauen erhalten. Neben ihm ist Hugo Bolin quasi gesetzt, aufgrund des zu erwartenden Kleindienst-Ausfalls wird wohl Isac Lidberg wieder starten dürfen. Auch, wenn auch Lidberg noch auf seinen Durchbruch wartet. Shuto Machino hingegen konnte sich gegen Köln nicht in den Fokus Blessins spielen und wird demnach keine Option für die Startelf sein, es sei denn, seine Trainingsleistung war eine ganz andere als die im Derby. Gelobt hat Blessin dafür Youngster Fritz Fleck, dem die Zukunft in Gladbach gehören könnte. Dass er am Sonntag von Beginn an spielt, ist aber nahezu ausgeschlossen.