Insgesamt sechs Trainingseinheiten hat Dieter Hecking von Dienstag bis Donnerstag angesetzt. Heute trainieren die Borussen noch zweimal, morgen hebt dann der Flieger nach Lübeck ab. Dort treffen die Borussen morgen auf den VfB Lübeck. Am Samstag geht es dann in Flensburg weiter.

Die Trainingseinheiten der zweiten Woche der Vorbereitung sind heute Nachmittag vollbracht. Fast täglich trainieren die Borussen bis zu vier Stunden, nach den Einheiten geht es noch in den Kraftraum. »Jetzt haben wir eine lange Zeit, unsere körperliche Verfassung zu holen und eine gute Basis für die Saison zu legen«, so Oscar Wendt, der sich aber jetzt vor allem auf die Testspiele freut. »Es ist schön, wieder Fußball zu spielen. Nach sechs Wochen Urlaub freut sich jeder auf den Fußball, aber vielleicht ein bisschen mehr auf den Ball als auf die Läufe«, lacht er.

Tests auf gutem Niveau

Der Ball rollt morgen Abend endlich wieder richtig. Beim Regionalligisten aus Lübeck, den Dieter Hecking einst in die 2. Bundesliga führte, steht um 18 Uhr das erste Testspiel an. Am Samstag geht es um 14 Uhr im rund 170 Kilometer entfernten Flensburg gegen den SC Weiche Flensburg, der im Mai in der Relegation gegen Energie Cottbus nur knapp den Aufstieg in die 3. Liga verpasste.

Für Borussia Mönchengladbach sind das zwei gute Gelegenheiten, die im Training einstudierten Dinge unter Wettkampfbedingungen zu testen. In der ersten Phase der Vorbereitung lies Dieter Hecking seine Mannschaft bei taktischen Übungen öfter im 4-3-3 agieren. Eine Variante, die sicher auch in den Testspielen zum Vorschein kommen wird, jedoch zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung noch keinerlei Aussagekraft auf das System der neuen Saison haben wird. Zumal es im Kader noch die eine oder andere Veränderung geben dürfte.

Zwölf Spieler fehlen

Nicht mit dabei am Freitag und Samstag sind die WM-Fahrer um Matthias Ginter, Jannik Vestergaard, Yann Sommer, Nico Elvedi, Michael Lang, Denis Zakaria, Josip Drmic und Thorgan Hazard. Michael Cuisance bereitet sich mit seinem Heimatland auf die U19-EM vor. Ebenfalls keine Option sind die drei Verletzten Julio Villalba, Mahmadou Doucouré und Lars Stindl. Der Kapitän kam am Dienstagmittag aus der Kabine, rief den Journalisten ein »Mir geht’s wunderbar« zu und absolvierte auf der Athletikfläche eine individuelle Einheit. Auch Doucouré und Villalba drehten ihre Runden.

Bei allen wird es jedoch noch etwas dauern, bis sie wieder mit der Mannschaft trainieren können. Das verkündete Dieter Hecking bereits beim Trainingsauftakt, als er Villalba die schnellste Rückkehr in Aussicht stellte. »Aber auch ihn sehe ich vor Anfang August nicht im Mannschaftstraining«, hatte Hecking gesagt. Tony Jantschke musste am Dienstag das Training wegen Oberschenkelproblemen abbrechen und wird nicht mit zu den Spielen reisen. Eine offizielle Diagnose ist bislang noch nicht bekannt. Trotzdem bleiben dem Coach für den Testspiel-Doppelpack genügend Spieler.

Vier Debütanten