Borussia ist gegen Bochum »eine Reaktion gelungen« 

Ein echter Borusse: Lars Stindl. Foto: Dirk Päffgen

Der Sieg von Borussia gegen Bochum war wichtig für die angespannte Stimmungslage rund um den Borussia-Park. Letztlich brachten die Fohlen die drei Punkte auch zustande, weil sie in den letzten Minuten endlich mal Kampfgeist bewiesen. Dementsprechend waren die Beteiligten mit dem Auftritt zufrieden. Unser Nachbericht, präsentiert von der Schotes Firmengruppe. 

Pfiffe gegen Daniel Farke

Das Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem VfL Bochum war noch nicht angepfiffen, da gab es bereits den ersten kleinen Aufreger. Borussias-Fans machten bei der Verkündung der Mannschaftsaufstellung ihren Unmut über Daniel Farke deutlich: Anstelle seinen Namen zu rufen, hagelte es im Borussia-Park Pfiffe. Eine Reaktion der Fans auf die zuletzt fragwürdigen Aussagen von Borussias Trainer nach dem Spiel in Stuttgart. Und vor allem ein Zeichen, dass man es sich mit den treuen Anhängern besser nicht ‚verscherzt‘. 

Ob das die Leistung der Fohlenelf in den ersten 20 Minuten beeinflusste darf bezweifelt werden, allerdings legten die Hausherren keinen guten Start hin. »In der ersten Halbzeit haben wir 20 Minuten gebraucht, sind dann aber besser reingekommen und haben ein super Tor gemacht«, fand Daniel Farke. In erster Linie war es allerdings auch wichtig, dass die Borussen ein anderes Gesicht als zuletzt in Stuttgart zeigten. »Der Sieg war sehr wichtig, auch für die Fans, die eine Reaktion sehen wollten. Im letzten Spiel gegen Stuttgart haben wir nicht die Performance gezeigt, die wir uns vorgestellt haben. Wir wollten eine Reaktion zeigen, ich denke, das ist uns gut gelungen«, sagte Julian Weigl, der erst kürzlich einen Vertrag bis zum Sommer 2028 unterschrieb.

Nach der Pause agierten die Fohlen allerdings zu passiv und luden die Gäste aus Bochum fast schon zum Toreschießen ein, die Passivität wurde glücklicherweise nicht bestraft. »Die ersten 15 Minuten nach der Halbzeit waren schwierig. Danach haben wir wieder gut reagiert«, sagte Weigl. Wichtig: Vor allem in der letzten Viertelstunde zeigte Borussia guten Einsatz und legte mit dem 2:0 von Lars Stindl nochmals nach und brachte den Sieg unter Dach und Fach. »Wir haben füreinander gekämpft«, stellte auch Weigl fest. 

Emotionaler Moment für Stindl 

Apropos Stindl: Es war schon ein emotionaler Moment, als der ‚Capitano‘ vor der Nordkurve nochmals einen Treffer erzielte. Möglicherweise war es sogar sein letztes Tor im Borussia-Park, deshalb war dieser Moment auch für den 34-Jährigen selbst sehr besonders.»Ich versuche mit den Jungs jeden Moment zu genießen. Für Momente wie heute lohnt es sich, unabhängig vom Tabellenplatz, alles reinzuhauen. Ich genieße den Moment maximal und es ist ein absolut tolles Gefühl, vor der Kurve nochmal ein Tor zu schießen«, beschrieb Stindl. 

Bei all der Freude über die drei Punkte und den ersten Sieg nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge, ließen die Borussen allerdings auch einige Chancen im Spielverlauf liegen. »Bis in die Box haben wir es ordentlich bis gut gemacht. Dann hat uns oft der letzte Pass ein bisschen gefehlt«, monierte Jonas Hofmann und fügte hinzu: »Von Bochum wird gefühlt jeder Ball lang gespielt, deshalb muss man hochkonzentriert und auch für den zweiten Ball da sein. Es war nicht alles perfekt, deswegen kommt auch die eine oder andere Chance zustande, aber über weite Teile haben wir es sehr gut gemacht und aus diesem Grund meiner Meinung nach auch verdient gewonnen«. 

Ein wichtiger Sieg für die angespannte Stimmungslage 

Roland Virkus freute sich vor allem über die Einstellung der Fohlen sowie über die Unterstützung von den Rängen: »Die Mannschaft hat leidenschaftlich gearbeitet und sich den Sieg verdient. Nach der Halbzeit musste Bochum mehr riskieren und es gab eine Phase, die wir aushalten mussten und überstanden haben. Dann hätten wir das Spiel früher zumachen müssen. Die Zuschauer haben uns überragend unterstützt und wir haben bis zur letzten Minute konzentriert gespielt. Wir wollen jetzt jedes Spiel so annehmen wir das heutige, um mit einem guten Gefühl aus der Saison zu gehen.«

Farke fand, dass »der Sieg gut tut – nicht nur tabellarisch, sondern er ist auch wertvoll für unser Selbstvertrauen und die Stimmung. Insgesamt bin ich richtig zufrieden, auch wenn es sicherlich das eine oder andere Tor hätte mehr sein müssen. Am meisten gefreut hat mich, dass wir heute wieder zu Null gespielt haben.« Und so können die Borussen mit einem besseren Gefühl in die letzten drei Spiele gehen, wobei sie noch zweimal auswärts antreten müssen. Die Duelle mit Dortmund und Leverkusen werden bei der Auswärtsschwäche eine echte Herausforderung. Dennoch: »Wir haben jetzt zwei schwere Auswärtsspiele vor uns, in denen wir die gleiche Mentalität wie heute zeigen wollen. Dann wird das Selbstvertrauen auch zurückkehren«, sagte Weigl. 

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