Borussia trifft in der Königsklasse auf 3 schwere Kaliber. Foto: Dirk Päffgen, Fohlen-Hautnah.de

Vor dem rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln richtete sich der Blick der Borussen in die Schweiz nach Genf. In den Studios des dort ansässigen Rundfunksenders ‚Radio Télévision Suisse‘ (RTS) wurde am frühen Abend die Gruppenphase der Champions League ausgelost. In Gruppe B warten mit Real Madrid, Shakhtar Donezk und Intern Mailand drei interessante Gegner auf die Mannschaft von Marco Rose.

Es war die mit Spannung erwartete Auslosung, der nach dem Start in die neue Spielzeit und vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln alle entgegenfieberten. Wenig verwunderlich. Schließlich ist der VfL wieder international vertreten und darf sich auf hochkarätige und attraktive Gegner freuen. Dementsprechend groß war die Vorfreude auf das am heutigen Donnerstag stattfindende Auslosungs-Procedere für die Gruppenphase der Champions League.

Vorfreude bei den Borussen um Max Eberl

Aufgrund der Corona-Pandemie hatte die UEFA die eigentlich in Athen geplante Auslosung nach Genf in die Schweiz verlegt. Die Veranstaltung fand dazu hinter verschlossenen Türen statt. So waren weder Borussias-Geschäftsführer Stephan Schippers, noch Max Eberl in Genf anwesend.

Borussias Sportdirektor blickte schon auf der Pressekonferenz am Donnerstagmittag mit voller Vorfreude auf die neue Europa-Saison: »Ich bin heute morgen aufgewacht und  freue mich sehr auf das, was nachher um 17 Uhr passieren wird. Wir haben hart und intensiv dafür gearbeitet, dass wir in diesem Wettbewerb dabei sein dürfen«, sagte Eberl. der zudem vor allem auch hofft, dass Zuschauer mit bei diesen tollen Erlebnissen dabei sein dürfen.

So richtete sich dann am frühen Abend ab 17 Uhr der Fokus nach Genf. In den RTS-Studios wurde die Gruppenphase der Champions League 2020/21 ausgelost. Schon im Vorfeld stand fest, dass die Fohlenelf mit einem Koeffizienten von 26,000 im vierten Lostopf landet und zumindest auf dem Papier schwere Kaliber erwischt.

Real Madrid 

Die haben die Borussen dann mit Real Madrid definitiv erhalten. Der 34-malige spanische Meister wurde in der abgelaufenen Spielzeit erneut spanischer Meister und trägt seine Heimspiele im 81.044 Zuschauer fassenden Estadio Santiago Bernabéu aus. Eine Reise in die spanische Metropole klingt zwar sehr interessant und ist reizvoll. Doch Madrid ist als Risikogebiet eingestuft, so dass eine Reise in die Metropole im Anschluss mit Quarantäne verbunden ist. Und unabhängig davon erübrigt sich eine Reiseplanung, da Auswärtsfans eh nicht erlaubt sind.

Shakhtar Donezk

Ebenso ein nicht zu unterschätzender Gegner ist Shakhtar Donezk. Der amtierende ukrainische Meister ist regelmäßig in der Königsklasse vertreten und keinesfalls zu unterschätzen. Shakhtar trägt seine Heimspiele im Metalist-Stadion aus, das 40.403 Zuschauer fasst. Doch auch erledigt sich eine Reise, denn auch die Ukraine zählt als Risikogebiet.

Inter Mailand

Ein weiterer Brocken ist Inter Mailand. Sollten Zuschauer und vor allem Gäste-Fans erlaubt sein, wäre hier eine Reise in die Metropole möglich, denn Mailand zählt nicht zu den Risikogebieten. 

UEFA erlaubt Heimfans nach Zustimmung der Behörden

Unterdessen steht fest, dass zu den Heimspielen der Königsklasse Zuschauer erlaubt sind. Das gab die UEFA kurz nach der Auslosung auf ihrer Internetseite bekannt. Erlaubt sind eine Rückkehr von Fans bei einer Stadionauslastung von bis zu 30 Prozent (13.887 in Borussia-Park), vorbehaltlich der Genehmigung der örtlichen Behörden. Auswärtsfans hingegen, sind bis auf Weiteres nicht zugelassen.

“Sowohl die Zulassung von Fans als auch die Kapazitätsgrenze hängt von den Entscheidungen der zuständigen örtlichen Behörden ab. Ohne ihre Zustimmung können keine UEFA-Spiele mit Zuschauern stattfinden, und eine 30 %-ige Auslastung wird nur dann möglich sein, wenn keine niedrigere Grenze festgelegt wurde – in einem solchen Fall würde die von den Behörden beschlossene Grenze gelten. Die Zuschauerinnen und Zuschauer müssen Abstandsregeln und weitere vor Ort geltende Schutzmaßnahmen wie das Tragen von Masken einhalten”, teilt die UEFA auf ihrer Internetseite mit.

Informationen zum möglichen Ticketvorverkauf für die Champions-League-Spiele wollen die Borussen voraussichtlich in der kommenden Woche auf ihren Social Media- Kanälen und ihrer Homepage bekanntgeben. 

Wie viel Geld die Borussen für die Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League erhalten, ist noch nicht bekannt. In der letzten Saison gab es eine Startprämie in Höhe von 15,25 Millionen Euro. Dazu wurden in der in der Gruppenphase für jedes Spiel leistungsabhängige Prämien gezahlt: 2,7 Millionen Euro für einen Sieg und 900.000 Euro für ein Unentschieden.

Die Rahmentermine der Gruppenphase im Überblick:

1. Spieltag: Dienstag, 20.10. oder Mittwoch 21.10. 2020 

2. Spieltag: Dienstag, 27.10. oder Mittwoch 28.10. 2020

3. Spieltag: Dienstag, 03.11. oder Mittwoch 04.11. 2020

4. Spieltag: Dienstag, 24.11. oder Mittwoch 25.11. 2020

5. Spieltag: Dienstag, 01.12. oder Mittwoch 02.12. 2020

6. Spieltag: Dienstag, 08.12. oder Mittwoch 09.12. 2020

Der genaue Spielplan für die Gruppenphase gibt die UEFA am morgigen Freitagabend bekannt, nachdem die Kalender von allen teilnehmenden Klubs und Interessenvertretern berücksichtigt wurden.

Bis Weihnachten wartet auf die Borussen nun ein gleichermaßen interessantes und forderndes Programm. So stehen nun nach dem Derby in drei Wettbewerben (Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League) noch 17 Pflichtspiele an.