Für Rouven Schröder ging der Punktgewinn in Ordnung. Foto: Dirk Päffgen
Borussia landete in Wolfsburg einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Der ganz große Befreiungsschlag blieb beim torlosen Remis jedoch aus. Trotzdem bewerteten die Verantwortlichen das 0:0 als positiv, da die Konkurrenz nämlich mitspielte. In den letzten drei Spielen möchte man dennoch nur auf sich schauen.
Die Belohnung blieb aus
In der ersten Halbzeit zeigte Borussia Mönchengladbach beim VfL Wolfsburg im Vergleich zur Vorwoche eine Leistungssteigerung. Trotz guter Chancen verpassten die Fohlen jedoch das entscheidende Tor und belohnten sich nicht für einen ordentlichen ersten Spielabschnitt. »Durch die Fehler im Aufbauspiel von Wolfsburg kamen wir in der ersten Halbzeit zu vielen Chancen«, sagte Rocco Reitz. Danach fiel die Fohlenelf wieder in alte Muster und ihnen ging etwas das Selbstvertrauen verloren.
»Mit zunehmender Spielzeit hat man gemerkt, dass niemand verlieren wollte.« Für Rouven Schröder kam erst nach den Wechseln wieder etwas Schwung rein. »Nach der Pause haben wir es verpasst, den Druck aufrecht zu erhalten – da waren wir zu passiv. Nach den Wechseln kamen wir wieder besser ins Spiel und hatte mit ‚Gio‘ sogar noch eine große Chance. Am Ende des Tages ist es ein korrektes 0:0«, bewertete Borussias Sportdirektor das Ergebnis.
Auch Philipp Sander »nimmt den Punkt gerne mit«. Der 28-Jährige weiter: »Ich hätte lieber gewonnen, so ehrlich muss ich sein. Und ich glaube, es wäre grundsätzlich möglich gewesen. Wir haben es immer wieder, vor allem in Hälfte eins, geschafft, Druck auf denn Gegner auszuüben und nicht zu passiv zu werden. Wir hatten auch hohe Ballgewinne und vielleicht können wir davon im nächsten Spiel etwas mehr Kapital schlagen.« Für ihn hat Borussia »alles in der eigenen Hand.«
Rechenschieber werden nicht ausgepackt
In der Tabelle kletterte die Fohlenelf sogar bis auf den elften Platz. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 beträgt bei noch drei verbleibenden Partien sechs Punkte. »Jeder Punkt zählt da unten im Tabellenkeller. Und ich muss sagen, deswegen bin ich auch gar nicht so unzufrieden. Mit einer besseren Chancenverwertung in Halbzeit eins wäre sogar mehr drin gewesen. Ich möchte nun gar nicht so sehr auf die Tabelle schauen und anfangen zu rechnen. Ich glaube, wenn wir noch ein, zwei Pünktchen holen, dann sollte es eine relativ klare Sache sein«, blickte Reitz auf die letzten drei Spiele.
Schröder weiß auch, dass der fünfmalige Deutsche Meister »im Endeffekt noch in der Liga ist. Wir haben aber noch drei schwere Spiele vor der Brust und müssen auf uns selber gucken. Wir sind noch nicht sicher.« Auf Rechenspiele möchte sich am linken Niederrhein in der ‚Crunchtime‘ der Saison also niemand einlassen.
Für einen Aufreger und eine anschließende Rudelbildung in der Schlussphase sorgte Jens Castrop. Der 22-Jährige flog nach einem Foul mit der Roten Karte von Platz. Der Platzverweis ging letztlich in Ordnung, wenn es nach der Meinung von Schröder geht. » Er trifft ihn an der Seite. Es war ein klares Foulspiel und aus meiner Sicht ist die Rote Karte nicht unberechtigt.« Damit wird der Südkoreaner Borussia definitiv im nächsten Spiel gegen Dortmund fehlen.
