Adi Hütter muss weiterhin auf viele Spieler verzichten, kann aber auf Koné bauen. Foto: Dirk Päffgen

Nach dem ersten Saisonsieg wollen die Fohlen auch in Augsburg in der Erfolgsspur bleiben. Dabei muss Adi Hütter allerdings auf Jonas Hofmann verzichten, hinter Ramy Bensebaini steht aktuell ein großes Fragezeichen. Neuzugang Manu Koné wird jedoch erstmals im Kader von Borussia stehen. 

Die Erleichterung nach dem ersten Saisonsieg gegen Arminia Bielfeld war groß. Nach zuvor zwei Niederlagen in Folge konnten die Fohlen am vergangenen Sonntag endlich den ersten ‚Dreier‘ einfahren, wohl auch dank lautstarker Unterstützung im Borussia-Park. »Ich denke, dass man es im Spiel am Wochenende gegen Bielefeld gesehen hat: Just in der Phase, in der wir nicht gut im Spiel waren, haben die Fans gespürt, dass sie die Mannschaft mit ihrem Support zum Erfolg bringen können. Die Fans und alle Zuschauer, die am vergangenen Wochenende im Stadion waren, haben dazu beigetragen, dass wir dieses Spiel gewonnen haben«, bedankte sich Adi Hütter nochmals für den Support von den Rängen. 

Koné erstmals im Kader 

Auch beim FC Augsburg muss Adi Hütter auf den personellen Support einiger Spieler verzichten. Neben den langzeitverletzten Marcus Thuram (Innenbandriss am Knie), Stefan Lainer (Knöchelbruch) und Mamadou Doucouré (Reha nach Achillessehnenriss) fällt mindestens ein weiterer Spieler aus. »Für Jonas Hofmann, der sich im Heimspiel gegen Bielefeld muskuläre Probleme zugezogen hat, wird es für das Spiel am Samstag in Augsburg noch nicht wieder reichen«, bestätigte Borussias Trainer. 

Eine gute Nachricht gab es aber dennoch: Neuzugang Manu Koné wird voraussichtlich zum ersten Mal im Kader der Fohlenelf stehen und könnte sogar sein Debüt geben. »Manu wird in Augsburg im Kader stehen. Ich denke, dass er sich den Start bei Borussia ganz anders vorgestellt hatte und sich freut, nun dabei sein zu können. Er hat die Reha sehr gut überstanden, es wurde sehr gut mit ihm gearbeitet. Manu selbst hat auch sehr viel dazu beigetragen, dass er so schnell wie möglich wieder fit wurde. Im Training hat Manu schon gezeigt, welche Klasse er hat und was für einen hochinteressanten Spieler Borussia Mönchengladbach geholt hat. Er kurbelt den Konkurrenzkampf zusätzlich an«, sagte Hütter. 


Fragezeichen hinter Bensebaini, Netz und Scally wohl gesetzt 

Der Einsatz von Ramy Bensebaini steht derzeit noch auf der Kippe, denn der Algerier leidet noch immer unter Leistenproblemen. »Hinter einem Einsatz von Ramy Bensebaini steht noch ein dickes Fragezeichen«, machte Hütter wenig Hoffnung auf einen Einsatz am Samstagnachmittag. Dafür könnten dann allerdings wieder die Jungspunde von der Leine gelassen werden, denn schon gegen Bielefeld machten Joe Scally und auch Neuzugang Luca Netz ihre Sache sehr ordentlich. 

»Solche jungen Spieler muss man manchmal etwas schützen und sie bei der ein oder anderen Trainingseinheit regenerativ arbeiten lassen. Nach seinem Wechsel zu uns ist Luca noch nicht richtig im Rhythmus. Joe macht aktuell einen Riesenschritt in seiner Karriere – von einem Spieler, der hauptsächlich in der U23 gespielt und bei den Profis mittarisiert hat, zum Stammspieler auch aufgrund der Verletzung von Stevie Lainer. Er macht es einfach super«, gab es seitens Hütter viel Lob für den US-Amerikaner. 

Hütter hält sich Spielsystem offen 

Ob der 51-Jährige beim FCA wieder mit einer Dreierkette in der Defensive beginnt wollte er logischerweise noch nicht verraten. Vielmehr ist es »wichtig und gut, flexibel und variabel zu sein und zu bleiben. Gegen Bielefeld haben wir im Laufe des Spiels entschieden, auf 4-2-3-1 umzustellen«. Borussias Spielsystem wird jedoch auch stark abhängig vom System der Fuggerstädter sein, schließlich kann die Elf von Markus Weinzierl mit einer Dreier- oder Fünferkette agieren. 

»Wir müssen in diesem Spiel den Kampf annehmen, weil der Gegner über seine Zweikampfstärke kommt. Bei Standardsituationen sind sie aufgrund ihrer Größe sehr kopfballstark. Wir müssen auf der einen Seite in die Zweikämpfe kommen und diese Zweikämpfe annehmen, auf der anderen Seite aber auch mit unserer Klasse die Räume finden, die sie uns geben werden, speziell nach Ballgewinn. Wir müssen auf unsere eigenen Stärken vertrauen, den Kampf des Gegners annehmen, sie in Zweikämpfe verwickeln aber dann spielerisch die besseren Lösungen haben«, so Borussias Trainer zur Ausrichtung. 

Nach dem schwächsten Saisonstart seit sechs Jahren wollen die Fohlen nach dem ersten Saisonsieg zumindest den ersten Punkt in der Fremde holen. Dabei ist die Bilanz zwischen dem FCA und dem VfL in der Bundesliga ausgeglichen: Beide Mannschaften fuhren sechs Siege ein, dazu gab es acht Remis. Allerdings gewannen die Borussen von zehn Bundesliga-Gastspielen in Augsburg nur eines. Eine gute Gelegenheit also, um diese Statistik aufzupolieren…