Mit 3:5 unterlag Borussia Mönchengladbach am Samstag bei der TSG 1899 Hoffenheim und musste so die zweite Auswärtsniederlage unter Dieter Hecking hinnehmen. Jannik Vestergaard, Lars Stindl und Mo Dahoud erzielten die Tore für die Borussen.

Borussias Trainer Dieter Hecking musste im Kraichgau weiterhin auf Christoph Kramer (Innenbandteilriss im Kniegelenk), Mamadou Doucouré (Muskelverletzung im Oberschenkel), Fabian Johnson (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Marvin Schulz (Verletzung im Adduktorenbereich), Tony Jantschke (Handgelenkverletzung), Thorgan Hazard (Knieprobleme) und Raffael verzichten.

Unterdessen nahm der 52-Jährige nahm im Vergleich zum Derbysieg Änderungen in der Startelf vor: Ibrahima Traoré spielte für Hazard auf dem Flügel und André Hahn ersetzte Raffael in der Offensive.

Szalai schnürt den Doppelpack

Der in Weiß gekleideten Fohlenelf gehörte bei optimalen Bedingungen die erste Offensivaktion in Form einer Ecke. Wendt brachte die in Abwesenheit von Hazard von der linken Seite rein. Traoré lauerte im Rückraum und steckte durch zu Stindl, der jedoch im Abseits stand (02.). Auf der Gegenseite nutzte die TSG ihre erste Standardsituation und brachte sich in Front. Nach Freistoß von Demirbay kam Wagner im Strafraum nahezu frei zum Kopfball und fand zunächst in Sommer seinen Meister, doch den Rebound nutzte Szalai und staubte aus kurzer Distanz zum 1:0 ab (09.).

Ein bitterer, früher Rückstand für die Fohlenelf, die eigentlich gut in die Partie gestartet war. In der Folgezeit versuchten die Borussen das kompakte TSG-Bollwerk zu knacken, fanden jedoch kaum eine Lücke. Auf der Gegenseite blieben die Gastgeber gerade bei Kontern immer gefährlich. So wie in Minute 22, als Kramarić aus zwanzig Metern eine Fackel abzog und die Kugel lediglich an die Querlatte donnerte (22.).

Fohlenelf gleicht binnen vier Minuten aus

Doch zwei Minuten später zappelte die Kugel dann erneut in den Maschen der Borussen. Und erneut mit freundlicher Unterstützung der alles andere als auf Ballhöhe befindlichen Borussen-Defensive. Rudy hatte auf rechts viel zu viel Platz und Zeit, schaute kurz hoch und spielte flach in die Mitte zu Szalai, der aus kurzer Distanz zum 2:0 einschob (24.).

Die Borussen hatten nun einen sehr schweren Rucksack auf dem Buckel, gaben sich aber nicht auf und versuchten den Anschluss herzustellen. Und das gelang nach etwas über einer halben Stunde – irgendwie bezeichnend nach einem Standard. Wendt brachte einen Freistoß in den Strafraum, wo Christensen aufs Tor köpfte. Dort lenkte Strobl die Kugel vor den linken Pfosten, Vestergaard rauschte heran und busgierte die Kugel zum 1:2 über die Torlinie (31.).

Die Borussen waren wieder dran und wollten jetzt den Ausgleich. Und der gelang nur vier Minuten nach dem Anschlusstreffer. TSG-Keeper Baumann wollte als letzter Mann klären, blieb aber an dem ausgestreckten Arm von Hofmann hängen. Schiedsrichter Dingert ließ weiterlaufen. Dahoud spielte so quer zu Stindl, der aus fünf Metern ins leere Tor zum 2:2 einnetzte (35.). Ein Ausgleich, der allerdings nicht hätte zählen dürfen. Zwei Minuten vor der Pause hatten die Borussen erneut Glück, dass Dingert nach einem Zweikampf zwischen Vestergaard und Kramarić nicht auf den Punkt zeigte (43.). So ging es nach attraktiven ersten 45 Minuten mit einem 2:2 in die Kabine.

Borussia nah an der Führung, aber die TSG trifft