Am Ende ließen sich die Borussen für ein packendes Derby von ihren Fans feiern. Foto: Dirk Päffgen.
Nach dem 3:3 im Derby gegen den 1. FC Köln herrschten bei den Spielern von Borussia Mönchengladbach gemischte Gefühle. Dennoch sind die Borussen froh über einen Punkt. Was die Torschützen und Trainer Eugen Polanski dazu sagen.
Zwar enttäuscht, aber auch zufrieden mit dem Punkt gaben sich die Spieler von Borussia Mönchengladbach nach dem rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln. Beim 3:3 avancierte Jens Castrop durch seinen Doppelpack zum Matchwinner – besonders sein zweiter Treffer war ein Hingucker, den Castrop wohl nicht so schnell vergessen wird. »Ich kann manchmal so schießen, meist gelingt mir das aber eher im Einzeltraining. Ich kann ihn nur so schießen, damit er überhaupt rein geht, schön über den Torwart drüber. Ich war selbst ein bisschen überrascht, dass er so reinfliegt. Es war definitiv das bisher schönste Tor in meiner Karriere«, resümierte der Torschütze nach der Partie.
Neben Castrop sorgte Philipp Sander mit seinem Treffer zum 2:2 für den zwischenzeitlichen Ausgleich, nachdem die Borussen zuvor innerhalb weniger Minuten ihre Führung verspielten. »Ich bin natürlich froh über mein Tor im Derby. Es war wichtig für die Mannschaft, dass wir nach diesem turbulenten Start ins Spiel mit 2:2 in die Pause gehen und alles wieder völlig offen ist. Aber im Endeffekt wäre es mir lieber gewesen, ich hätte kein Tor geschossen und wir hätten dafür gewonnen«, sagte Sander,
Sander: »Nicht unser bestes Spiel gemacht«
Mit dem Punkt könne er aber unter dem Strich leben. »Wenn du bis kurz vor Schluss noch 3:2 führst, willst du das Ergebnis natürlich auch irgendwie über die Zeit bringen«, befand er. »Ein Gegentor nach einer Standardsituation kannst du aber immer mal bekommen. Den Rest haben wir in der zweiten Hälfte gut wegverteidigt. Wir müssen auch so ehrlich sein, und zugeben, dass wir heute nicht unser bestes Spiel gemacht haben. Deswegen sind wir aktuell ein bisschen enttäuscht über den Ausgang des Derbys. Aber ich denke spätestens morgen werden wir sagen, dass der Punktgewinn in Ordnung ist und uns unseren Zielen näher bringt.«
Zu oft seien die Borussen den einen Schritt zu spät gewesen, dafür hätten sie jedoch defensiv gut gestanden, lobte Sander seine Mannschaft. Zumindest in der zweiten Hälfte stimmt ihm Eugen Polanski diesbezüglich zu. »In der zweiten Halbzeit haben wir uns sehr lange an den Plan gehalten und schießen dann ein Traumtor zum 3:2«, sagt Polanski. »Kurz vor Schluss bekommen wir nach einer Standardsituation das 3:3, was wir glaube ich nicht anders verteidigen können. Wenn man bis kurz vor Schluss führt, möchte man den Sieg mit nach Hause nehmen. Am Ende ist es aber ein leistungsgerechtes Unentschieden.«
Gladbach muss gegen Heidenheim gewinnen
Indes hat Sportchef Rouven Schröder bereits die kommenden Wochen im Blick – und verteilt ein Sonderlob an die Fans: »Jeder Punkt zählt im Abstiegskampf. Mit Blick auf die Tabelle haben wir es geschafft, Köln auf Abstand zu halten. Unsere Fans waren heute gigantisch. Es war sehr laut und nur positiv – auch nach den zwei Kölner Gegentoren zu Beginn.« Es werde in der Liga bis zum Schluss eng bleiben, prognostiziert er. Doch die Borussen schauen jetzt nur auf sich, »und da haben wir ein ganz schweres Heimspiel gegen Heidenheim vor der Brust, in dem wir mit unseren Fans im Rücken alles geben müssen, um die drei Punkte im Borussia-Park zu behalten.«
Zwei Wochen haben die Borussen Zeit, um ausgeruht gegen den 1. FC Heidenheim mit drei Punkten einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen.
