Christoph Kramer
Christoph Kramer und Kevin De Bruyne treffen in der Königsklasse erneut aufeinander. Foto: Dirk Päffgen.

Bei Borussia Mönchengladbach richtete sich nach dem Remis gegen Hertha BSC Berlin und vor dem Auswärtsspiel in Frankfurt der Blick ins schweizerische Nyon. Dort wurde im Stammsitz der UEFA am Montagnachmittag das Achtelfinale der Champions League ausgelost. Dabei wartet auf die Borussen mit Manchester City kein unbekannter Gegner.

Sportdirektor Max Eberl hatte mit Blick auf die Historie einen Wunsch: Der FC Liverpool sollte es im Achtelfinale der Königsklasse sein. »Wir haben ja jetzt mit Inter Mailand und Real Madrid zwei Mannschaften gespielt, die mit Borussia Mönchengladbach ja auch eine Historie haben, eine Geschichte haben. Und wenn man dann den Reigen der Vereine nimmt, dann ist Liverpool der dritte Verein, mit dem Gladbach eine große Historie verbindet. Dementsprechend würden wir uns alle Liverpool wünschen«, sagte Eberl im ZDF-„Sportstudio.

Der Wunsch des Sportdirektors erfüllte sich zwar nicht, dennoch geht es für die Borussen auf die Insel. Insgesamt noch 16 Mannschaften befanden sich in der Verlosung. Die Teams wurden in zwei Töpfe unterteilt. Topf 1 beinhaltete die acht Gruppensieger, Topf 2 die acht Gruppenzweiten. Als ungesetztes Team befand sich die Fohlenelf (UEFA-Ranking 53) also in Topf zwei. Und da vor allem Klubs aus dem gleichen Nationalverband nicht aufeinandertreffen konnten, waren Duelle gegen den BVB, RB Leipzig und den FC Bayern München ausgeschlossen.

»Eine absolute Top-Mannschaft«

Ex-BVB-Profi Stéphane Chapuisat zog gleich als erstes die Fohlenelf und loste ihr Manchester City mit Trainer Pep Guardiola zu. ‘The Citizens’ hatten sich in ihrer Gruppe mit 16 Punkten als ungeschlagener Sieger der Gruppe C durchgesetzt. Die Bilanz der Borussen gegen Manchester City: 6 Spiele, 1 Sieg, 2 Remis und 3 Niederlagen bei 8:13 Tore.

Wie alle Aufgaben auf diesem Niveau und in dieser Runde, ist auch diese ein schwerer Brocken, den es aus dem Weg zu räumen gilt. Stéphane Chapuisat hatte bei ‘City’ Mühe beim Öffnen der Kugel. Mühe werden auch die Borussen um Marco Rose haben, chancenlos sind die Fohlen aber gewiss nicht. Letztmalig trafen beide Teams in der Spielzeit 2016/17 aufeinander. Unvergessen dabei das Rückspiel im September 2016, als die Begegnung aufgrund eines Unwetters abgesagt werden und am drauf folgenden Tag ausgetragen werden musste. Damals unterlag die Fohlenelf im Etihad Stadium 0:4, das Rückspiel in Mönchengladbach endete 1:1.

»Das ist eine absolute Top-Mannschaft. Ich glaube, da geht nichts mehr drüber. Sie haben einen der besten Trainer und deshalb wird das eine sehr interessante Aufgabe für uns, die uns alles abverlangen wird«, kommentierte Stefan Lainer das Los.

Zuerst auswärts

Ausgetragen wird das Achtelfinale mit Hin- und Rückspiel ab Mitte Februar und im März. Die Borussen ‚müssen‘ ManCity als ungesetztes Team zunächst im Borussia-Park empfangen und treten dann im März bei den ‚Citizens an.

Hinspiele: 15./16. Februar, 23./24. Februar 2021

Rückspiele: 9./10. März, 16./17. März 2021

Anpfiff ist jeweils um 21:00 Uhr. Die genauen Termine werden durch die UEFA noch bekanntgegeben.

Unterdessen erhalten die Borussen für die Teilnahme am Achtelfinale von der UEFA eine Prämie in Höhe von 9,5 Millionen Euro. Eine stolze Summe und eine die vor allem dabei hilft, die Verluste aus der Corona-Pandemie weiter zu mindern und die Sportdirektor Max Eberl die Möglichkeit gibt, in den Vertragsverhandlungen mehr Spielraum zu haben.

Sollte die Fohlenelf das Viertelfinale erreichen, wird dieses mit einer Prämie von 10,5 Millionen Euro entlohnt. Zudem gibt es einen weiteren Pool mit 585 Millionen Euro, der das 10-Jahres-Rating der Teams berücksichtigt. Abschließend kommen weitere 292 Millionen Euro aus dem TV-Pool: Diese Gelder werden zunächst an die nationalen Verbände verteilt und im Anschluss an die Klubs.