Möglicherweise muss Borussia für das Heimspiel gegen City nach Dänemark ausweichen. Foto: Dirk Päffgen

Muss Borussia Mönchengladbach sein Heimspiel in der Champions League gegen Manchester City in ein anderes Stadion verlegen? Dieses Szenario droht den Fohlen mittlerweile, denn aufgrund einer Einreisesperre aus Ländern mit der Corona-Mutation dürfte die Mannschaft von Pep Guarddiola nicht einreisen. Weichen die Borussen jetzt nach Dänemark aus? 

Borussia und die Champions League, das hat in dieser Saison einfach hervorragend gepasst. Die Fohlen bescherten allen Fans, wenn auch leider an den TV-Bildschirmen, magische Fußballabende. In der ‚Todesgruppe‘ mit Inter Mailand, Real Madrid und Schachtar Donezk konnten sich die Borussen völlig verdient als Gruppenzweiter erstmals für das Achtelfinale in der Champions League qualifizieren. 

Dort wartet mit Manchester City eine knifflige Aufgabe, der englische Vertreter ist Tabellenführer in der Premier und hat aktuell einfach einen Lauf, ist seit 14 Spielen ungeschlagen. Beide Mannschaften trafen in der Königsklasse zuletzt in der Spielzeit 2016/ 17 aufeinander, unvergessen war das Hinspiel im September 2016: Die Partie in Manchester musste aufgrund eines Unwetters abgesagt werden und wurde am darauf folgenden Tag nachgeholt. 

Die Bilanz der Fohlen gegen die ‚Citizens‘: 6 Spiele, 1 Sieg, 2 Remis und 3 Niederlagen bei 8:13 Toren. Schwierige Voraussetzungen also für die Mannschaft von Marco Rose, doch die Rahmenbedingungen könnten sich nochmals deutlich verschlechtern. Grund dafür ist die neue Corona-Mutation, wie sie mittlerweile in Großbritannien stark verbreitet ist. Deshalb hat die Bundesregierung eine Einreisesperre für Menschen aus Ländern mit der Mutation verhängt, dies betrifft eben auch das Vereinigte Königreich. 

Was wird aus dem Heimspiel gegen City? 

Betroffen sind davon neben ‚normalen‘ Bürgern auch Profisportler, die von der Regelung nicht verschont bleiben. Deshalb greift aktuell ein Beförderungsverbot betroffener Personen für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen. Die von der Regierung verhängte Einreisesperre gilt aktuell nur bis zum 17. Februar, Borussia trägt das Heimspiel gegen City allerdings erst am 24. Februar aus. 

Trotzdem ist man in Mönchengladbach bereits jetzt in Alarmbereitschaft und prüft den Ernstfall. Die Uefa verlangt nämlich von den Vereinen im Falle des Falles eine Lösung, andernfalls wird das Spiel mit 0:3 für den Gastverein (Manchester City) gewertet. Über Sinn und Unsinn dieser Regelung muss man an dieser Stelle nicht diskutieren, vielmehr zeigt sich eben wie das System Fußball ausgelegt ist: Es zählt nur das (große) Geld, die Interessen der Vereine interessieren den Verband nicht im geringsten. 

Herning als mögliche Alternative zum Borussia-Park 

Sollten die Fohlen also tatsächlich ihr Heimrecht im Borussia-Park nicht wahrnehmen können, führt der Weg wohl nach Dänemark. Das ‚Heimspiel‘ könnte nach Informationen des dänischen Blattes ‚B.T.‘ in der MCH-Arena in Herning ausgetragen werden. Das Stadion ist die Heimat des FC Midtjylland, der in dieser Saison in der Gruppenphase der Champions League ausgeschieden ist. 

Laut der dänischen Tageszeitung haben sich die Gladbacher bereits an den Verein und die Stadt gewendet, im Notfall könnten die Fohlen hier tatsächlich ihr Spiel austragen. Verein, Stadt und auch Arena-Betreiber haben bereits zugesagt, sofern die behördlichen Vorgaben im Rahmen der Corona-Pandemie eingehalten werden. Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass der FC Midtjylland in dieser Saison mit solch einem Szenario umgehen muss. Bereits im Herbst suchte der Klub aufgrund der Corona-Pandemie ein Ausweichstadion für das eigene Heimspiel gegen den FC Liverpool. Damals gingen die Anfragen nach Dortmund, eben aber auch zu Borussia Mönchengladbach. Das Spiel konnte letztlich aber dennoch in der eigenen Arena ausgetragen werden.