Marco Rose verlässt die Borussia zum Saisonende. Foto: Dirk Päffgen

Paukenschlag zu Wochenbeginn bei Borussia Mönchengladbach. Wie der Klub einen Tag nach dem Remis beim VfL Wolfsburg am Montag mitteilte, wird Marco Rose die Fohlenelf am Saisonende verlassen. Der 44-Jährige macht von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch und strebt einen Wechsel zu Borussia Dortmund an.

Dass sich Borussia Mönchengladbach im Sommer womöglich einen neuen Chef-Trainer suchen muss, war längst ein offenes Geheimnis. Bereits seit Wochen, spätestens seit der Entlassung von Lucien Favre im Dezember 2020 bei Borussia Dortmund, kursierten Gerüchte um einen vorzeitigen Abgang von Marco Rose durch die Medienlandschaft. Und genau der steht nun fest. Der 44-Jährige macht von seiner im noch bis Sommer 2022 gültigen Vertrag verankerten Ausstiegsklausel Gebrauch und strebt eine neue Herausforderung bei Borussia Dortmund an.

Auch das bestätigte Max Eberl auf der vereinseigenen Klubwebseite. »Wir haben in den vergangenen Wochen viele Gespräche miteinander geführt, in denen es um die Zukunft von Marco ging. Leider hat er sich nun entschieden, dass er von einer Klausel in seinem bis Juni 2022 laufenden Vertrag Gebrauch machen und im Sommer zu Borussia Dortmund wechseln möchte«, so Borussias Sportdirektor.

Als Ablösesumme hierfür sind 5 Millionen Euro im Gespräch. »Sollten die in seinem Vertrag festgelegten Bedingungen fristgerecht erfüllt werden, wird er uns also nach dem Saisonende nicht mehr zur Verfügung stehen«, erklärt Eberl. »Bis dahin werden wir mit Marco gemeinsam alle Kräfte mobilisieren, um unsere Ziele in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League zu erreichen.«

Und dafür gilt es nun alles zu geben. Die Enttäuschung über den bevorstehenden Abgang von Marco Rose ist groß, aber so ist es eben im heutigen Fußball-Geschäft. Marco Rose war eigentlich noch nicht fertig mit seiner Idee und seinem Weg bei der wahren Borussia. Er hat sich für einen anderen Weg entschieden, das muss man akzeptieren. Ob man die Entscheidung verstehen muss, sei dahingestellt.

Wichtig und gut ist, dass nun Klarheit herrscht und der Fokus auf das Sportliche gelegt werden kann und auch muss. Denn es ist für den Klub vor allem auch mit Blick auf einen Verbleib diverser Leistungsträger wichtig, dass die Königsklasse erreicht wird. Max Eberl hingegen weiß nun auch Bescheid und kann die Planungen für die neue Spielzeit mit dem Wissen beginnen, dass dafür zunächst ein neuer Trainer gefunden werden muss.