Borussia Mönchengladbach drückt in puncto Zukunftsplanung weiter aufs Gaspedal und arbeitet am längerfristigen Erhalt der tragenden Säulen. So wurde nun auch der Vertrag mit Lars Stindl vorzeitig um ein weiteres Jahr bis Sommer 2021 verlängert. Nicht nur deshalb hatte der Kapitän allen Grund zur Freude, denn zudem wartet das Nationalmannschaftsdebüt. 

Max Eberl gibt im Saisonendspurt richtig Vollgas und stellt weiter die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft. Und nach den vorzeitigen Vertragsverlängerungen mit Yann Sommer, Tony Jantschke, Fabian Johnson und Ibrahima Traoré gelang dem fleißigen und pfiffigen Sportdirektor nun ein echter Coup: Ebenso wurde Lars Stindl längerfristig an den VfL gebunden. Der Kapitän unterzeichnete am Mittwoch ein neues, bis Sommer 2021, gültiges Arbeitspapier. Der vorherige Kontrakt des Offensivmanns lief noch bis Sommer 2020.

Stindl kam im Sommer 2015 von Hannover 96 zur Borussia und hat sich seit dem zu einer echten Stütze und wahren Führungspersönlichkeit entwickelt. Nicht umsonst ist der 28-Jährige Kapitän der Fohlenelf, aus der er kaum wegzudenken ist. Gerade in dieser Saison spielt der Offensivmann richtig stark auf: In 29 Bundesligaspielen erzielte er 11 Tore und gab 6 Vorlagen. Insgesamt traf er in bisher 43 Pflichtspielen 11-mal und gab 9 Vorlagen.

Wichtige Führungsfigur

Eine starke Bilanz, die die Wichtigkeit des technisch starken Angreifers, der immer eine Ideen hat, unterstreicht. »Lars ist für uns zu einem unglaublich wichtigen Spieler geworden. Als Mannschaftskapitän und torgefährlicher Offensivspieler auf dem Platz wie auch als Führungsfigur in der Kabine«, kommentierte Max Eberl die Vertragsverlängerung und fügte an: »Er spielt in unseren Planungen für die nächsten Jahr eine zentrale Rolle, deshalb freuen wir uns über die Vertragsverlängerung mit ihm«.

»Mit meinem Wechsel vor zwei Jahren nach Mönchengladbach habe ich rückblickend alles richtig gemacht. Die ersten beiden Jahre waren unglaublich ereignisreich und toll«, so Stindl im Interview mit der vereinseigenen Homepage. »Ich fühle mich sehr wohl bei Borussia und möchte den gemeinsamen Weg weitergehen. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass es kurz vor Abschluss der Saison mit der Vertragsverlängerung geklappt hat«.

Confed Cup – Fluch oder Segen?

Erstmals geklappt hat es für den 28-Jährigen auch mit einer Nominierung für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Bundestrainer Joachim Löw berief den Borussen in das Aufgebot für den Confed Cup 2017 in Russland (17. Juni bis 02. Juli), der die Generalprobe für die WM im komme3ndne Jahr darstellt.

Generell eine längst überfällige Nominierung des Kapitäns, die jedoch – bezogen auf dieses eher unbedeutende Turnier – einen ‚faden Beigegeschmack’ mit sich bringt bzw. bei der man nicht so recht weiß, ob man sich freuen soll oder nicht. Und das, weil der Bundestrainer auch vor allem Stindl wie auch andere Borussen in der jüngsten Vergangenheit trotz konstant starker Leistungen regelmäßig auf „ignore“ setzte und beim Confed Cup aufgrund zahlreicher Ausfälle und Verzichtungen wohl eher nur den Kader auffüllt.

Löw: »Für uns jetzt eine logische Entscheidung«