Erleichterte und glückliche Borussen nach dem Sieg gegen Leipzig. Foto: TEAM2sportphoto

Borussia Mönchengladbach bleibt weiter auf Erfolgskurs. In der Bundesliga ist die Fohlenelf seit nunmehr fünf Spielen ungeschlagen. Dass gegen RB Leipzig der erste Sieg überhaupt gelang, lag vor allem daran, dass man diesmal vor allem defensiv sehr stabil agierte und einen knappen Vorsprung mit vereinten Kräften über die Zeit brachte. Das 1:0 gegen die „Roten Bullen’ tut in vielerlei Hinsicht gut.

Die Schlussphase im Heimspiel von Borussia Mönchengladbach gegen Leipzig war gerade aus Sicht eines Sympathisanten und Fan der Borussia nichts für schwache Nerven, der Blick auf die Uhr ein ständiger Begleiter. Zu sehr hatte man noch die Partie in der Champions League im Kopf, wo die Fohlen binnen sechs Minuten noch einen nahezu sicher geglaubten Sieg aus den Händen gaben und sich gegen Real Madrid mit einem Punkt begnügen mussten.

Der Defensivverbund hielt dicht

Diesmal aber hielten die Fohlen dem Druck der „Roten Bullen“ stand und brachten  im Schlussspurt den knappen Vorsprung mit vereinten Kräften über die Zeit. Der Defensivverbund hielt dem Angriffs-Pressing der  Leipziger stand und ließ kaum etwas zu. Man hatte nicht zwingend das Gefühl, dass noch der Ausgleich fallen könnte. Ganz anders als noch in der Champions League.

Die Fohlenelf präsentierte sich stabil und zudem angenehm effizient. Zwar gaben die Borussen nur fünf Torschüsse ab, aber einer davon saß eben, während RB aus 15 Torschüssen nichts machen konnte. Das hat im Top-Spiel den Unterschied gemacht.

Brustlöser für Wolf?

Es wurde alles reingeworfen und vor allem auch die Umstellungen passten. Dass Ramy Bensebaini nach der Pause für den angeschlagenen Nico Elvedi in die Innenverteidigung rückte, hat sich als genau richtig erwiesen. Der Algerier lieferte eine starke Partie ab und leistete das Goldene Tor von Hannes Wolf mit ein. Apropos Wolf: Die Leipziger-Leihgabe konnte bisher nicht nachhaltig unter Beweis stellen, warum man ihn mit Kaufoption aus Sachsen an den linken Niederrhein holte. Dass Wolf nun „ausgerechnet“ gegen seinen Ex-Klub traf, ist eine ‚typische‘ Geschichte des Fußballs, die nun hoffentlich erfolgreich weitergeschrieben und dem Rose-Schützling Auftrieb geben wird.

Extrem wichtig für den Kopf und ein Zeichen

Auftrieb geben sollte und wird der erste Sieg gegen die Sachsen überhaupt der gesamten Fohlenelf. Und den haben sich die Borussen mit Willen und Kampfkraft verdient. Die Fohlenelf hat es exzellent gemacht gegen den Spitzenreiter und das 2:2-Remis gegen Madrid gut weggesteckt. Die drei Punkte und das erste zu Null-Spiel waren wichtig und können richtungsweisend sein für die kommenden Aufgaben. Denn endlich konnte mal eine Führung über die Zeit gebracht werden, das ist wichtig für den Kopf. Zudem tut es gut und es ist wichtig, gegen eine Spitzenmannschaft gewonnen zu haben, das ist ein Zeichen an die Konkurrenz. Mit den Borussen ist auch in diesen kräftezehrenden Wochen zu rechnen.

Dass man dann hinterher in glückliche und erleichterte Borussen-Gesichter schauen konnte, versteht sich von selbst. So ist die Fohlenelf zuhause weiterhin ungeschlagen, wieder oben dran in der Tabelle und kann mit dem Sieg in Rücken die nächste, fordernde Englische Woche angehen. Da wartet mit Schachtar Donezk ein sehr erfahrener und unangenehmer Gegner in der Königsklasse, der seine Aufgabe am Freitag mit 4:1 gegen FC Mauripol meisterte. Danach geht es zu Bayer Leverkusen, ehe die nächste Länderspielpause ansteht und die Borussen mal kräftig durchschnaufen können.