Borussia Mönchengladbach hat sich die Dienste von Denis Zakaria gesichert. Der Schweizer Nationalspieler kommt vom BSC Young Boys Bern und erhält am linken Niederrhein einen bis Sommer 2022 datierten Fünfjahresvertrag. Wie der ‚Kicker’ berichtet, soll die Ablöse um die zehn Millionen Euro betragen.


Schon seit längerem hatten es die Spatzen von den Dächern gepfiffen, nun ist es unter Dach und Fach: Borussia Mönchengladbach hat Denis Zakaria verpflichtet und längerfristig an sich gebunden. Der 20-Jährige reiste aus dem schweizerischen Regensdorf an, wo er sich mit der Schweizer U21-Nationalmannschaft auf das EM-Qualifikationsspiel gegen Bosnien-Herzegowina (13. Juni 2017) vorbereitet, absolvierte am heutigen Freitag erfolgreich den obligatorischen Medizincheck und unterzeichnete anschließend bei den Borussen einen Fünfjahresvertrag. Danach wurde der Mittelfeldmann offiziell vorgestellt.

Wie das Sportfachmagazin berichtet, lassen sich die Borussen den Transfer rund zehn Millionen Euro kosten. Zakaria, dessen Marktwert aktuell auf vier Millionen Euro geschätzt wird, stand in Bern noch bis 2020 unter Vertrag.

Mal wieder ist Max Eberl dabei zwar kein günstiger, aber ein starker Coup gelungen. Denn der 20-Jährige „hatte viele Follower“, wie die Berner Zeitung jüngst titelte und berichtete. Unter anderem sollen diverse englische Premier League-Clubs scharf auf den Mittelfeldmann mit enormen Potenzial gewesen sein.

Und das kommt gewiss nicht von ungefähr. Denis Lemi Zakaria Lako Lado, so der vollständige Name des Sohnes einer Sudanerin und eines Kongolesen, machte seine ersten fußballerischen Schritte in der Jugend von Servette Genf, ehe er von dort aus im Sommer 2015 in zu den Youngs Boys aus Bern wechselte.

Und dort nahm die bisher rasante Entwicklung eines der größten Schweizer Talente seinen Lauf. Bei den Eidgenossen wird der Youngster aufgrund seines Spielstils schon als „der neue Patrick Vieira“ gefeiert. Gleich in seiner ersten Saison spielte sich der 1,91-Meter große Schlaks in die Stammformation, absolvierte 27 Partien in der Super League (21 von Beginn an), schoss ein Tor und gab eine Vorlage. Als Belohnung durfte der Youngster als damals 19-Jähriger mit der Schweiz zur EM 2016 nach Frankreich reisen, wenngleich er beim Turnier nicht zum Einsatz kam.

„Der Stratege im Mittelfeld, mit gewaltigem Potenzial gesegnet“

Auch in der gerade erst zu Ende gegangenen Spielzeit gehörte Zakaria in Bern zum Stammpersonal von YB-Coach Adi Hütter. 23 Super League-Spiele absolvierte der im Mittelfeld sowohl auf der Sechs als auch auf der Acht einsetzbare Rechtsfuß, alle von Beginn an und nahezu über die volle Distanz. Es wären sicherlich noch mehr hinzugekommen, hätten ihn nicht Verletzungen ausgebremst. Zudem kommen fünf Europa League-Einsätze und zwei Spiele der Champions League-Qualifikation. Da war der Gegner Borussia Mönchengladbach – der Ausgang ist bekannt.

Abermals hat sich Max Eberl ein umworbenes und aufstrebendes junges Talent geangelt, das gewisse noch weiter zu optimierende Fähigkeiten und Qualitäten besitzt, die den Borussen einerseits sicher weiterhelfen und sie andererseits besser machen wird.

„Denis Zakaria ist einer jener Spieler, die nicht auf den ersten Blick auffallen. Vielleicht nicht einmal auf den zweiten. Er ist kein Spektakelmacher, kein Goalgetter, kein Dribbler, kein Kopfballexperte. Er ist der Stratege im Mittelfeld, mit gewaltigem Potenzial gesegnet und enormen athletischen Fähigkeiten. Mit seinen krakenartigen Beinen ­erobert er viele Bälle, gewinnt er Zweikämpfe, orchestriert er das Umschaltspiel, das im Fussball immer wichtiger wird. Er ist auf dem Weg dazu, ein kompletter «Box to Box»-Spieler zu werden, wie die Engländer sagen, einer also, der in beiden Strafräumen Dominanz ausstrahlt.“, beschreibt die ‚Berner Zeitung’ den zukünftigen Borussen.

Nach Yann Sommer, Nico Elvedi, Josip Drmić und Djibril Sow ist Denis Zakaria nun der fünfte Schweizer im Kader der Borussen. Und einer, dem eine große Zukunft vorausgesagt wird. In den nächsten Jahren bei den Borussen, worauf man sich zweifelsohne freuen darf.