Borussia Mönchengladbach verabschiedet sich mit einem Remis in die Winterpause. Am Samstagabend kam die Fohlenelf bei Hertha BSC Berlin nicht über ein 0:0 hinaus. Vor allem nach der Pause waren die Borussen am Drücker, konnten die Kugel aber nicht in den Maschen unterbringen.

Borussias Trainer Marco Rose musste im letzten Pflichtspiel des Jahres 2019 auf Torben Müsel (arthroskopischer Eingriff im Knie) Andreas Poulsen (Bänderriss im Sprunggelenk) sowie auf Stefan Lainer (Knieprobleme) verzichten und nahm im Vergleich zum Sieg gegen Paderborn vier Änderungen in der Startelf vor: Ramy Bensebanini bekam auf der linken Abwehrseite den Vorzug vor Oscar Wendt, im defensiven Mittelfeld begann Christoph Kramer für den zuletzt formschwachen Jonas Hofmann und in der Offensive bekamen Marcus Thuram und Breel Embolo den Vorzug vor Patrick Herrmann und Lars Stindl.

Die in den grünen Jerseys spielende Fohlenelf überließ der Hertha zu Beginn die Kugel und wartete ab, was die Gastgeber machen. Das war allerdings zunächst nicht allzu viel, weil die Borussen früh störten und nahezu jeden Zweikampf gewannen. Auf der Gegenseite zeigte sich aber auch die ‚Alte Dame‘ in den Zweikämpfen aggressiv und unterbrachen so den Spielfluss der Fohlen. Nennenswerte Torchancen gab es so hüben wie drüben nach einer Viertelstunde so nicht zu notieren.

Löwen an den Querbalken, Lukebakio verpasst knapp

Es blieb auch in der Folgezeit bei Annäherungsversuchen an den Strafraum, weil beide Defensivreihen stets voll auf der Höhe waren. Dann machte sich die Hertha im Anschluss an eine Gladbacher Ecke auf den Weg – Bensebaini konnte Selke am Durchlaufen hindern, erhielt für sein Foul aber zurecht die Gelbe Karte (21.). Beim anschließenden Freistoß hatte die Fohlenelf dann Glück, dass Löwen die Kugel lediglich an den Querbalken donnerte (22.). Sieben Minuten später verfehlte Lukebakio das Ziel nur um Zentimeter (29.).

Für die Borussen war es eine harte Nuss, die in der Bundeshauptstadt geknackt werden musste. Die „Klinsmänner“ waren ähnlich wie Paderborn ein unangenehmer Gegner, der die Räume eng hielt den Borussen kaum etwas anbot. Nach 39 Minuten musste Hertha-Keeper Jarstein dann seine Prüfung bestehen. Thuram zog mit links am Strafraum ab, doch Jarstein wehrte mit den Füßen ab. Nach 45 Minuten ging es somit torlos in die Kabinen. Beide Teams neutralisierten sich weitestgehend, die besseren Chancen hatte aber die Hertha.

Fohlenelf entschlossen und druckvoll, Ginter verpasst

Die Fohlenelf musste im zweiten Durchgang mehr tun, um im letzten Spiel des Jahres einen Sieg mitnehmen zu können. Und die Borussen kamen entschlossen aus der Kabine und gaben zunächst den Ton an. Zakaria versuchte es dann mal aus achtzehn Metern – kein Problem für Jarstein (55.). Kurze Zeit später scheiterte Plea am Hertha-Schlussmann an (57.). Die Fohlenelf war am Drücker und machte weiter Druck.  Embolo startet im Strafraum durch, die Hertha-Abwehr konnte gerade noch zur Ecke klären, die im Anschluss nichts einbrachte (63.).

Es lief die Schlussviertelstunde im Olympiastadion und die Borussen warne weiterhin die spielbestimmende Mannschaft und hatten zudem vor allem mehr Tiefe in ihrem Spiel. Dann hatte Ginter den ersten Treffer auf dem Kopf, bugsierte die Kugel aber um wenige Meter am Tor vorbei (77.). In der Schlussphase ließ die Risikobereitschaft nachvollziehbar nach, wenngleich Marco Rose in Lars Stindl und Patrick Herrmann nochmal zwei Offensivleute brachte.

Am Ende blieb es beim gerechten torlosen Unentschieden. Ein Punkt, womit die Borussen unter dem Strich durchaus leben können. Die Fohlenelf verabschiedet sich so mit 35 Punkten als Tabellenzweiter in die Winterpause – Hut ab!

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Hertha BSC Berlin: Jarstein – Klünter, Boyata, Rekik, Plattenhardt – Löwen Skjelbred – Darida – Lukebakio (70. Wolf), Selke (69. Köpke), Dilrosun

Weiter im Kader: Smarsch (ETW), Mittelstädt, Stark, Torunarigha, Kalou, Maier, Ibisevic

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Jantschke (71. Beyer), Ginter, Elvedi, Bensebaini – Kramer, Zakaria – Neuhaus (82. Stindl) – Thuram, Plea, Embolo (87. Herrmann) 

Weiter im Kader: Sippel (ETW), Wendt, Bénes, Hofmann, Strobl, Raffael

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Selke, Boyata / Bensebaini, Zakaria

Bes. Vorkommnisse: keine

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

Zuschauer: 50.208 (Olympiastadion Berlin)