Die Trainingseinheit am Donnerstagnachmittag war beendet, da schrieben Thorgan Hazard und die anderen zurückgekehrten Nationalspieler noch fleißig Autogramme für die rund 50 Fans, die den Weg in den Borussia-Park gefunden hatten. Anschließend sprach Hazard über seine Reise zur Nationalmannschaft, seinen Geburtstag und das Spiel in Mainz.

Thorgan Hazard war einer von acht Nationalspielern, die bis Mitte der Woche für ihr Land unterwegs waren. Den belgischen Nationaldress musste sich Hazard jedoch nicht überstreifen. Das 4:0 gegen Saudi-Arabien erlebte er von der Bank aus. Trotzdem zieht er ein positives Fazit: »Ich habe eine gute Woche gehabt. In den ersten drei Tagen habe ich ein bisschen weniger gemacht, weil ich hier viele Spiele hatte. Da tat eine kleine Pause gut. Das Training danach war intensiv und in der Nationalmannschaft ist es eben so, dass man manchmal spielt und manchmal eben nicht.« Sein großer Traum von der WM soll natürlich erfüllt werden, doch zunächst hat er andere Prioritäten. »Ich hoffe, dass ich zur Weltmeisterschaft fahren kann. Aber erst denke ich an die Mannschaft hier, damit wir gut spielen und ein gutes Saisonende haben. Danach entscheidet der Nationaltrainer, ob er mich nominiert.«

»Der Trainer hat viele Optionen«

Zurück am Niederrhein konnte er im Training mit Jannik Vestergaard, Christoph Kramer und László Bénes gleich drei Rückkehrer begrüßen und feststellen, dass Raffael, Oscar Wendt und Tobias Strobl den Trainingseinstieg weiterhin gut verkraftet haben. »Viele Spieler sind zurück, das ist gut für uns. Wir haben mit der ganzen Mannschaft mehr Qualität und der Trainer hat viele Optionen. Aber wir müssen alle viel arbeiten in den nächsten Wochen«, fordert er. Denn im letzten Viertel der Saison sind noch 21 Punkte zu vergeben, von denen die Fohlenelf eine ganze Menge braucht, um den siebten Platz zu erobern. Am Sonntag soll es in Mainz mit dem ersten Erfolgserlebnis klappen, doch für die 05-er geht es noch um die Existenz im Fußballoberhaus. »Mainz ist in keiner guten Tabellenposition, sie müssen kämpfen und wir müssen das auch«, unterstreicht Hazard.

»Gesungen wird nicht«

In den letzten acht Partien war er an keinem Treffer beteiligt. Da wird es also auch für ihn nochmal höchste Zeit, sich in die Scorerliste einzutragen? »Ich hoffe es, aber es ist wichtig, dass wir gewinnen. Wenn ich ein Tor machen kann, ist es natürlich noch besser«, erzählt der nun 25-jährige, den wir dann noch fragen, wie die Kollegen einem am Geburtstag in der Kabine empfangen. »Gesungen wird nicht. Sie haben mir aber natürlich alles Gute und Gesundheit gewünscht.« Gerade bei Borussia durften sie schließlich in dieser Saison schon fast alle erfahren, dass letzteres das höchste Gut ist.