Die Fohlen boten gegen Dortmund eine überzeugende Vorstellung und durften am Ende jubeln. Foto: Dirk Päffgen

Borussia konnte nach dem 1:0-Erfolg gegen Dortmund den zweiten Heimsieg in Folge einfahren. Dabei zeigten die Fohlen von Beginn an ein ganz anderes Gesicht als noch in den Spielen zuvor, weil die Borussen die Emotionalität dieser Partie aufgegriffen haben und auf dem Platz voran gegangen sind. 

Mannschaft nutzte die Stimmung 

Mit großer Spannung wurde das Duell zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund erwartet. Nicht nur, weil die Fohlen nach der Niederlage in Augsburg unter Zugzwang waren und ein anderes Gesicht zeigen wollten. Die besondere Brisanz lag letztlich eben an der Rückkehr von Marco Rose an seine alte Wirkungsstätte. 

Um diese Konstellation wussten natürlich auch die Spieler, die direkt ab der ersten Minute diesen Kampf und die Stimmung im Borussia-Park aufgenommen haben. »Wir hatten von Beginn an einen guten Teamgeist und haben wie gegen Bayern die Zuschauer mitgenommen und die Zweikämpfe gewonnen«, fand auch Jonas Hofmann. 

Mit der letzten Überzeugung in den Zweikämpfen 

Nach dem holprigen Saisonstart wollten die Fohlen laut dem 29-Jährigen »die Tugenden an den Tag legen«. Und genau diese brachten die Borussen auch auf den Rasen des bestens aufgelegten Borussia-Parks: Kampf, Laufbereitschaft, Einsatzwille und eine gewisse Giftigkeit waren die Voraussetzungen für den späteren Heimsieg. »Es war eine sehr intensive Partie, es war sehr viel Kampf auf dem Platz. Das war aber auch zu erwarten. Wir wollten eine Reaktion auf das Spiel in Augsburg zeigen und viel Power auf den Platz bringen – und das haben wir von der ersten Sekunde an gezeigt. Die Mannschaft hat Aggressivität und Intensität gezeigt und hat mit diesem Willen auch das Tor erzielt«, sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl im Anschluss an den zweiten Heimsieg in Folge. 

»Es war ein super Spiel von allen, von uns und den Fans. Wir hatten heute die Giftigkeit, die uns in den vergangenen Wochen etwas abhandengekommen war. Wir waren präsent in den Zweikämpfen, haben das Tor erzwungen und Gelbe Karten gezogen, wenn es notwendig war. Insgesamt muss ich der Mannschaft ein großes Lob aussprechen«, sagte Kapitän Lars Stindl. 

Dabei profitierten die Fohlen auch von einem bestens aufgelegten Denis Zakaria, der den entscheidenen Treffer letztlich erzwungen hat. Der Schweizer ist auf dem besten Wege zu seiner alten Form zurückzukehren und profitierte am Samstagabend auch von einem starken Manu Koné an seiner Seite, der sein Debüt im Trikot der Borussia feierte. »Denis Zakaria hat nicht nur in dieser Szene gezeigt, wie wichtig er für uns ist«, wusste Eberl um die Bedeutung des Mittelfeld-Motors. 

Die Fohlen müssen diesen Schwung mitnehmen 

Borussias Trainer war mit der Leistung seiner Mannschaft mehr als zufrieden, hatte er sie vor dem Spiel doch nochmals in die Pflicht genommen. »Es war ein sehr wichtiger Sieg, ich war mit der Leistung sehr zufrieden. Wir haben von der ersten Minute an gezeigt, dass wir das Spiel und die Zweikämpfe annehmen wollen. Nur so kann man gegen eine Spitzenmannschaft bestehen. Bis zur Gelb-Roten Karte waren wir auch schon die aktivere und bessere Mannschaft. Mit der Führung im Rücken hat uns der Platzverweis gegen den BVB natürlich in die Karten gespielt«, so der Österreicher über den 1:0-Erfolg über die ungeliebte Namenscousine aus Dortmund. 

In den nächsten Tagen geht es für die Fohlen nun vor allem darum, diesen Schwung und die Euphorie aus dem Dortmund-Spiel mitzunehmen, das weiß auch Jonas Hofmann. »Durch den Sieg ist jetzt nicht automatisch wieder alles top, sieben Punkte aus sechs Spielen ist trotzdem zu wenig. Wir sollten uns aber nicht zu sehr mit der Vergangenheit beschäftigen, sondern die Euphorie dieses Sieges mitnehmen und nächste Woche ähnlich auftreten und abliefern. Dieses positive Gefühl sollten wir mitnehmen.«